KANBrief

Der KANBrief informiert Sie viermal pro Jahr über aktuelle Themen und Entwicklungen im Bereich Arbeitsschutz und Normung. Die gedruckte Version erscheint in Deutsch, Englisch und Französisch. Online ist der KANBrief zusätzlich auf Italienisch und Polnisch verfügbar.

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Erscheinungsjahr

Titelthema der nächsten Ausgabe

Arbeits- und Gesundheitsschutz in der EU

Titel

Die Themen Arbeitsschutz und Produktsicherheit werden inzwischen stark von der europäischen Gesetzgebung geprägt. Aber wie genau läuft so ein Gesetzgebungsverfahren auf EU-Ebene eigentlich ab und wie kann man sich als Interessenvertretung dazu einbringen?

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Neuer EU-Arbeitsschutzrahmen 2021-2027 soll mit dem digitalen und grünen Wandel verbundene Risiken für Beschäftigte begegnen helfen.

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Themen

Die im Artikel dargestellte persönliche Sicht des Autors beruht auf Gesprächen mit wichtigen Akteuren und seiner Erfahrung als ehemaliger Leiter der britischen HSE Safety Unit (Marktüberwachung von Arbeitsmitteln, Produktsicherheitspolitik). Philip Papard war zudem Vorsitzender verschiedener EU-Gremien, etwa des ICSMS-Systems, der ADCO-Gruppe für Maschinen (EU-Marktüberwachungsbehörden) und der MACHEX-Gruppe (Inspektionspolitik für die Verwendung von Arbeitsmitteln) und Mitglied des Redaktionsteams für den Leitfaden der EU-Kommission zur Maschinenrichtlinie.

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Vielfach wird unterschätzt, dass schon der Wasserstrahl eines einfachen Hochdruckreinigers mit einem Betriebsdruck von ca. 100 bar einen Menschen schwer verletzen kann. Verletzungen können dabei durch das austretende Wasser, aber auch aufgrund defekter Schlauchleitungen entstehen. Das nicht sterile Wasser kann zusammen mit weiteren kleinsten Partikeln, z.B. abgestrahlter Farbe oder Lack, tief injiziert werden und sich unkontrolliert auch abseits der Injektionsstelle im Gewebe verteilen.

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Viel hilft viel oder schadet doch eher?

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Titel

Die Skizze für den Plan “China Standards 2035” hat Normungsexperten weltweit aufgeschreckt. Auch wenn es sich um ein Forschungsprojekt handelte und ein Regierungsbeschluss aussteht, ist klar geworden, dass die Volksrepublik die Normung als industrie-, geo- und machtpolitisches Instrument entdeckt hat. Das hat auch für Europa weitreichende Folgen.

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Themen

Viele Normen nehmen 75 kg als Gewicht von Personen an, um z.B. Prüfmethoden oder Anforderungen an Produkte zu formulieren. Eine Auswertung der KAN zeigt, dass Anpassungsbedarf in Normen und EU-Gesetzgebung besteht.

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Ein Auftrag für die Normungsarbeit

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Forschende untersuchen im Auftrag der BGHW, was es beim Einsatz von Datenbrillen aus Arbeitsschutzsicht zu
beachten gilt.

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Um Arbeitsschutzexperten bestmöglich zu unterstützen, stellt die KAN vereint in der Marke „KANPraxis“ Ergonomie-Lehrmodule sowie Angebote für die Recherche von Normen, die Anwendung von Körpermaßen und die ergonomische Gestaltung von Maschinen zur Verfügung.

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Titel

Erfolgversprechend sind die unternehmerischen Handlungen insbesondere dann, wenn auf die Einhaltung arbeitswissenschaftlicher Erkenntnisse geachtet wird. Die Ergonomie-Normen enthalten in vielerlei Hinsicht betriebliche Handlungshilfen. Sie vermitteln Grundlagen und Prinzipien der Ergonomie, stellen wichtige Konzepte der Arbeitswissenschaft dar und schaffen ein akzeptiertes Regelwerk zur Arbeits- und Produktgestaltung – und das seit 50 Jahren.

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EU-OSHA-Kampagne „Gesunde Arbeitsplätze“ 2020-2022

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Themen

Der Gesetzgeber steht vor der Herausforderung, Anforderungen an Systeme zu definieren, deren Verhalten nicht vorhersehbar ist.

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Arbeitsschutz strebt standardisiertes Messverfahren an

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Transparent, praxistauglich und mit mehr Beteiligung

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Special

Spätestens seit dem globalen Lockdown aufgrund der Corona-Pandemie im Frühjahr 2020 sind Alltagsmasken bekannt. Sie werden als ein Teil der Hygienemaßnahmen zur Eindämmung des Virus eingesetzt. Gewerbliche Hersteller bieten Alltagsmasken an, sie können aber auch selbst angefertigt werden. Ihrer Funktion nach werden Alltagsmasken auch als „Mund-Nase-Bedeckung“ (MNB) bezeichnet. Schon hier soll der Unterschied zu einem „Schutz“ deutlich werden.

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Persönliche Schutzausrüstung, Alltagsmasken, Arbeitsschutzstandard… Mit der Coronavirus-Pandemie tauchten in der betrieblichen Praxis viele neue Fragen auf. Mit welchen Maßnahmen und Schutzeinrichtungen können Beschäftigte am Arbeitsplatz geschützt werden? Wir haben aus der Vielzahl der Quellen einige Informationen rund um das Thema Corona und Arbeitsschutz zusammengestellt.

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Nach mehreren tödlichen Unfällen an elektrisch höhenverstellbaren Therapieliegen organisierte die KAN Anfang 2019 ein Fachgespräch zur sicheren Gestaltung von Therapieliegen. Die beteiligten Kreise haben ihre Positionen ausgetauscht und einige Arbeiten angestoßen, um die Gefahr an bestehenden und neuen Liegen zu reduzieren. Das 2. KAN-Fachgespräch im Oktober 2020 hat gezeigt, dass Wichtiges passiert ist, aber auch noch einiges zu tun bleibt.

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Im Frühjahr 2020 wurde die Norm EN 17169 „Tätowieren – Sichere und hygienische Praxis“ veröffentlicht. Sie gibt Leitlinien für Tätowierer vor und legt u.a. Anforderungen an die Hygiene fest. Der Arbeitsschutz hatte den Normentwurf dahingehend kommentiert, dass die Qualität der Dienstleistung und die Sicherheit des Kunden im Fokus stehen müssen, und nicht die Sicherheit des Tätowierers.

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Themen

Offene Bürokonzepte werden als transparente und kommunikative Arbeitslandschaften beworben. Die Planung und Gestaltung solcher Büros ist jedoch in mehrfacher Hinsicht komplex. Insbesondere die Akustik birgt enorme Herausforderungen. Staatliche Regelsetzung und Normung stellen zu diesem Thema Mess- und Beurteilungsmethoden bereit.

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Luftgrenzwerte zum Schutz vor gesundheitsschädigenden Wirkungen von Gefahrstoffen am Arbeitsplatz werden grundsätzlich aus toxikologisch-arbeitsmedizinischen Daten abgeleitet. Bei der Festsetzung ihrer Höhe spielen oft aber auch Überlegungen zur technischen Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit eine Rolle. Wie sind Kosten-Nutzen-Betrachtungen in der Prävention zu bewerten?

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Special

Das ISO TC 260 „Personalmanagement“ hat eine Technische Spezifikation erarbeitet, in der Kennzahlen zum Arbeitsunfallgeschehen international genormt werden. Der Verwaltungsrat der französischen Arbeitsschutzorganisation EUROGIP hat in seiner Sitzung vom 12. November 2019 erhebliche Bedenken zu diesem Projekt geäußert und ein Positionspapier erarbeitet, das hier in Auszügen wiedergegeben ist.

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Besonders auf internationaler Ebene mehren sich Normungsvorhaben im Bereich Personalmanagement. Welche Vor- und Nachteile eine solche Normung mit sich bringt und wie sie sich überhaupt auf Personalthemen übertragen lässt, diskutieren Harald Ackerschott, Obmann im Spiegelgremium Personalmanagement im DIN, Jan-Paul Giertz, Leiter des Referates Mitbestimmung und Personalmanagement der Hans Böckler Stiftung und Carsten Rogge-Strang, Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbands des privaten Bankgewerbes und Mitglied der KAN.

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Themen

Seit Juni 2020 ist Kai Schweppe neuer Vorsitzender der KAN. Die wirtschaftliche und ergonomische Gestaltung von Arbeit steht für ihn seit jeher im Mittelpunkt. Nach seinem Ingenieur-Studium hat er zunächst in der Bekleidungsindustrie im Bereich Betriebs- und Arbeitsorganisation gearbeitet. Im Jahr 2000 nahm er die Tätigkeit als Verbandsingenieur beim Arbeitgeberverband Südwestmetall auf. Seit 2011 verantwortet Kai Schweppe die Abteilung Arbeitspolitik – seit 2013 als Geschäftsführer.

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Dass sachgerechte Normen in einer arbeitsteiligen Wirtschaft unverzichtbar sind, ist im Handwerk unbestritten. Unbenommen der Vorteile sieht das Handwerk jedoch auch problematische Entwicklungen in der Normung. Mit seinem im Mai 2020 veröffentlichten „Positionspapier Handwerk und Normung“ setzt sich der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) dafür ein, Normen und Normung wieder stärker an den Bedürfnissen kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) auszurichten.

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Teil 3 der Normenreihe DIN EN 14175 beschreibt verschiedene Baumusterprüfverfahren zur Charakterisierung von Laborabzügen. Die erforderliche Prüfgasmischung enthält mit Schwefelhexafluorid (SF6) ein ungiftiges, aber stark klimaschädliches Gas mit einem etwa 30 000-fach höheren Treibhauspotential als CO2. Da SF6 vielerorts schon verboten ist, ist eine Alternative nötig. Aktuell wird vor allem Lachgas (N2O) als Ersatz diskutiert, das allerdings aus Arbeitsschutzsicht nicht unproblematisch ist.

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Special

In vielen Städten hat man sich inzwischen an den Anblick der Elektrotretroller gewöhnt. Wer sie bereits ausprobiert hat, weiß, dass es gar nicht so leicht ist, mit den kleinen Rädern der Roller über Unebenheiten zu fahren oder Handzeichen zum Abbiegen zu geben. E-Scooter werden zudem oft regelwidrig zu zweit oder auf dem Gehweg genutzt. Die Diskussion über die Sicherheit der Roller im Straßenverkehr muss daher weitergehen.

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Der aktuell laufende Entwicklungsprozess vom teilautomatisierten Fahren hin zum hoch- und vollautomatisierten, letztlich autonomen Fahren soll enorme Fortschritte in der Verkehrssicherheit bringen. Entscheidend für den Erfolg dieser Entwicklung ist eine begleitende Regelsetzung, die es erlaubt, für fahrzeuglenkende Personen europaweit, wenn nicht gar weltweit, sichere und möglichst einheitliche Lösungen zu finden.

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Themen

Die aktuelle Verbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 macht bewusst, wie wichtig gute Hygiene für die Vermeidung von Infektionen ist. Vor allem in Krankenhäusern spielt die Reinigung eine wichtige Rolle, um die Zahl der Mikroorganismen auf Oberflächen zu reduzieren und damit das Infektionsrisiko für Patienten, Beschäftigte und Besucher zu senken. Die DIN 13063 zur Krankenhausreinigung soll künftig einen einheitlichen Standard für das Reinigungsverfahren setzen.

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Sie haben eine Idee oder einen Vorschlag für eine Norm? Sie möchten eine bestehende Norm ändern, z. B. weil die Sicherheitstechnik sich weiterentwickelt hat? Prima, doch wie funktioniert die europäische Normung eigentlich? Wir zeigen Ihnen die einzelnen Schritte und geben Ihnen Tipps, an welcher Stelle Sie in welcher Weise Einfluss auf das Verfahren nehmen können.

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Persönlicher Schutzausrüstung mit integrierten intelligenten Funktionen (smarte PSA) wird eine erhöhte Schutzwirkung zugesprochen. Damit smarte PSA jedoch erfolgreich entwickelt werden und den Eintritt in den Markt finden kann, ist es im Rahmen eines nutzerzentrierten Designs notwendig, die Anwender in den Entwicklungsprozess einzubeziehen. Eine deutschlandweite Nutzerumfrage zu smarter PSA für den Feuerwehreinsatz hat wertvolle Hinweise geliefert.

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Special

Schlaglöcher, Kopfsteinpflaster, Fahrbahnschwellen: Solche und andere Unebenheiten kennt jeder Fahrradfahrer. Wie stark die durch Unebenheiten erzeugten Vibrationen und Stöße beim Fahrer ankommen, ist unter anderem abhängig von der Konstruktion des Rads. Die KAN setzt sich dafür ein, dass die Vibrationen auch in der Normung berücksichtigt werden. Denn Fahrräder werden in vielen Bereichen als Arbeitsmittel eingesetzt – mit steigendem Anteil an Pedelecs.

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Die Bundesanstalt für Straßenwesen hat 1995 ein signifikant erhöhtes Unfallrisiko bei Rettungsdienstfahrzeugen festgestellt. Jährlich wurden in den Altbundesländern 3500 Unfälle oder aber ein Verkehrsunfall je 2000 Einsätze verzeichnet. Bei Sondersignalfahrten entstand im Schnitt alle 19 Sekunden eine kritische Fahrsituation. Grund genug, die bauliche Sicherheit von Rettungsdienstfahrzeugen genauer zu betrachten und die Norm EN 1789 für den Patienteninnenraum zu verbessern.

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Bei herkömmlicher Warnkleidung nach DIN EN ISO 20471 sollen retroreflektierende Bestandteile bei Dunkelheit die 360-Grad-Sichtbarkeit der Benutzenden gewährleisten. Die Kleidung ist aber weitgehend wirkungslos, wenn sie nicht durch eine Fremdlichtquelle angeleuchtet wird. Aktiv leuchtende Warnkleidung könnte hier Abhilfe schaffen. Das Institut für Arbeitsschutz der DGUV (IFA) hat deren Wirksamkeit untersucht und speist die Ergebnisse in eine Vornorm ein.

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Themen

2019 war ein besonderes Jahr für die KAN: Seit nunmehr 25 Jahren setzt sie sich erfolgreich für die Berücksichtigung der Arbeitsschutzbelange in der Normung ein. Das feierten 160 Gäste aus 8 Ländern am 4. Dezember im Hause der DGUV in Berlin. Dabei blickten sie nicht nur zurück: Im Mittelpunkt der Vorträge und Diskussionen stand die Frage, wie Normung und Regelsetzung auf Digitalisierung, Künstliche Intelligenz und die sich immer schneller entwickelnde Technik reagieren können.

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Kann die Normung mit immer schnelleren Innovationen Schritt halten und in Zukunft noch im selben Maße zu Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit beitragen, wie sie das aktuell tut? Das Feld, auf dem dieser Wettlauf stattfindet, ist sehr komplex. In einigen Bereichen finden Entwicklungen statt, die – anders als bisher – disruptiv verlaufen. Dinge ändern sich in kurzer Zeit und passen aufgrund völlig neuer Ansätze nicht mehr in das bestehende System.

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Special

Die HCI International zählt zu den wichtigsten Konferenzen im Feld der Mensch-Computer–Interaktion, wobei „Computer“ zunehmend jede Form von Maschine und Gerät bezeichnet, das über eine digitale Schnittstelle verfügt. Vieles, was unter den Stichworten Industrie 4.0 und Künstliche Intelligenz (KI) eher diffus diskutiert wird, wird hier ganz konkret: Datenbrillen am Arbeitsplatz, Exoskelette und vernetzte Maschinen, KI und Arbeitsschutz, Cybersecurity und Datensicherheit.

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Die Akzeptanz für die automatisierte Entscheidungsfindung nimmt stetig zu. Maschinelles Lernen ermöglicht es Führungskräften inzwischen sogar, Personalentscheidungen auf Basis umfangreicher, algorithmisch vorselektierter Informationen zu treffen. Da es sich um völlig neue Technologien mit Vorreiterrolle handelt, ist es wichtig, nicht nur die Vorzüge für die Beschäftigten, sondern auch die Nachteile und Herausforderungen für den Arbeitsschutz im Blick zu behalten.

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Die künstliche Intelligenz (KI) wird vermutlich enorme Veränderungen mit sich bringen, ermöglicht sie doch eine Revolution am Arbeitsplatz. Langfristig könnte die KI viele Tätigkeiten übernehmen, die bisher von Menschen ausgeführt werden – auch solche, die eine spezielle Ausbildung erfordern und zu denen Maschinen bisher noch nicht fähig waren. Zunächst einmal muss man den KI-Komponenten allerdings die Tätigkeiten beibringen, die sie übernehmen sollen.

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Im Zuge der voranschreitenden Digitalisierung stellt die Verarbeitung wachsender Datenmengen produzierende Unternehmen vor große Herausforderungen. Durch maschinelles Lernen als Teilbereich der künstlichen Intelligenz kann aus Daten wertvolles Wissen generiert werden. In der industriellen Anwendung kann dies unter der Bezeichnung Industrial Data Science zukünftig einen wichtigen Wettbewerbsvorteil bedeuten.

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Auch in wandelbaren Maschinen und Fertigungsanlagen der Industrie 4.0 ist die Sicherheit der Beschäftigten zu gewährleisten. Durch den hohen Vernetzungsgrad muss neben der funktionalen Sicherheit in verstärktem Maße auch die Sicherheit gegen Angriffe von außen und die Wechselwirkungen zwischen beiden Aspekten betrachtet werden. Es gilt auch zu prüfen, ob heutige Risikobeurteilungsmethoden zukünftigen Anforderungen von wandelbaren Maschinen noch gerecht werden.

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Themen

Der Transport von Patienten ist für Rettungsdienstmitarbeiter eine körperlich herausfordernde Aufgabe. Dies gilt insbesondere, wenn Hindernisse wie Treppen überwunden werden müssen. Zwar regelt die Lastenhandhabungsverordnung, dass eine Überbeanspruchung insbesondere der Lendenwirbelsäule durch schwere Lasten vermieden werden sollte. Offen ist jedoch die Frage, wie dies in der Praxis umgesetzt werden kann. Eine Studie des IFA gibt hier wichtige Anregungen.

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Special

Etwa 23 % der Beschäftigten in Deutschland müssen schwere Lasten heben und tragen, 14 % führen Arbeiten in ungünstigen Körperhaltungen aus. Exoskelette – am Körper getragene Assistenzsysteme – sollen diese Arbeiten erleichtern. Sie wurden ursprünglich für den militärischen Einsatz oder die medizinische Rehabilitation entwickelt. Nun halten sie auch Einzug in die Arbeitswelt. Wie funktionieren Exoskelette? Welche Chancen und Risiken bergen sie?

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Schneller – höher – stärker. Mit diesem Motto sind die ersten Entwickler von Exoskeletten für das Militär an den Start gegangen. Nun sollen Exoskelette auch den Produktionsalltag revolutionieren und die Mitarbeiter durch Stützstrukturen entlasten. Aber aus welchen Gründen darf man sie wirklich einsetzen? Und wie kann man eine solch neuartige Technologie sinnvoll an die Linie bringen? Welche Chancen, aber auch Risiken ergeben sich für Betrieb und Mitarbeiter?

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Exoskelette und andere Geräte zur Unterstützung körperlicher Arbeit halten seit einiger Zeit verstärkt Einzug in die Betriebe. Sie sollen Kraftanstrengungen erleichtern und den Träger unterstützen. Die Unternehmen erhoffen sich von ihrem Einsatz Lösungen, mit denen sich Muskel-Skelett-Erkrankungen vermeiden lassen. Allerdings stellt sich auch die Frage, inwieweit Exoskelette von den Beschäftigten akzeptiert werden. Das INRS hat dies in einer Studie untersucht.

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Themen

Die EUROSHNET-Konferenz ist der Ort für Expertinnen und Experten, für Entscheidungsträger aus Normung, Prüfung und Zertifizierung sowie Menschen aus den verschiedensten Institutionen, Unternehmen und Ländern, um sich europaweit zu vernetzen. Rund 120 Arbeitsschutzfachleute aus 16 Ländern nutzten die Gelegenheit, sich vom 12. bis zum 14. Juni in Dresden bei der 6. Auflage der Konferenz intensiv auszutauschen.

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Prof. Dr. Joachim Breuer war von 2002 bis 2019 Hauptgeschäftsführer der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung. Neben anderen Aufgaben ist er Präsident der Internationalen Vereinigung für Soziale Sicherheit (IVSS) und des Club de Genève – Global Social Future in der Schweiz. Auf der EUROSHNET-Konferenz 2019 in Dresden hat er einen Ausblick auf die Arbeitswelt im Zeitalter von 4.0 und Globalisierung gewagt.

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Nanomaterialien weisen zwar keine besondere neuartige Toxizität auf, aber die Freisetzung von Nano-Stäuben kann dennoch zu Gefährdungen am Arbeitsplatz führen. Ein Gruppierungsansatz unterstützt die Festlegung wirksamer Schutzmaßnahmen. Besondere Aufmerksamkeit ist bei Materialien erforderlich, die in ihrem Lebenszyklus lungengängige, biobeständige Faserstäube freisetzen.

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Special

Diese Frage hat die KAN gemeinsam mit der DGUV am 6. März 2019 beim Dresdner Forum Prävention gestellt. Moderiert von Dr. Norbert Lehmann (ZDF) haben Fachleute aus Wirtschaft, Forschung und Arbeitsschutz diskutiert, ob und wie arbeitsschutzbezogene Forschung, Normung und Regelsetzung es schaffen können, der stark beschleunigten technischen Entwicklung am Arbeitsplatz Büro zu folgen.

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In unserer digitalisierten Welt dreht sich das Rad der Entwicklung immer schneller. Das gilt auch für Bildschirm- und Büroarbeitsplätze. Coworking Spaces, Open Spaces, Agile Working oder Büro 4.0 sind nur einige Schlagworte, die das Büro der Zukunft oder das Arbeiten darin beschreiben sollen. Doch wie verhält es sich mit den Arbeitsschutzregelungen in diesem Bereich? Sind diese noch zeitgemäß oder wurden sie von der schnellen Entwicklung längst abgehängt?

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Themen

Die Entwicklung einer speziell die psychische Arbeitsbelastung behandelnden Normenreihe ist unter anderem dadurch begründet, dass sich – im Vergleich zu physischen Arbeitsanforderungen – andere Beanspruchungsfolgen (z.B. Monotonie) und Messzugänge (z.B. Befragung, Beobachtung, etc.) ergeben. Die drei Teile der Norm DIN EN ISO 10075 wollen Orientierung zu zentralen Begriffen, Grundsätzen für die Arbeitsgestaltung und Anforderungen an Messverfahren geben.

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Smarte persönliche Schutzausrüstung (PSA) bietet zahlreiche neue Anwendungen und ein erhöhtes Schutzniveau, genauso wie smarte persönliche Schutzsysteme (PSS) und PSA-Kombinationen. Smarte Technologien sind im Aufschwung – und doch ist es schwierig für die Hersteller, ihre Produkte in Serienproduktion auf den Markt zu bringen. Mit einer gemeinsamen Initiative möchten Forschungseinrichtungen und Herstellerverbände die Entwicklung und Konformitätsbewertung smarter PSA und PSS effizienter machen.

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Sonne ist etwas sehr Schönes und für unseren Körper sehr wichtig – aber auch gefährlich. Sonnenbrand ist das bekannteste Zeichen dafür. Doch auch ohne sichtbare Rötungen tanken wir unser persönliches UV-Konto mit jedem Sonnenbad immer weiter auf und die Haut „vergisst nicht“. Bei einer großen Belastung entsteht Hautkrebs, momentan die Krebsart Nummer eins. Sonnenschutz ist daher sehr wichtig, insbesondere am Arbeitsplatz – am besten als Schutzkleidung.

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Holzpellets haben sich als Heizmaterial auf dem europäischen Markt fest etabliert. Weitgehend unbekannt war bis vor einigen Jahren, dass in Pelletlagerräumen gefährliche Konzentrationen an Kohlenmonoxid (CO) auftreten können. Die KAN hat hier Handlungsbedarf gesehen und seit 2014 ein Bündel von Maßnahmen zur Erhöhung der Arbeitssicherheit angestoßen oder fachlich begleitet.

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Special

Der damals "Neue Ansatz" prägt seit den 80er Jahren den Binnenmarkt: Viele der für ihn relevanten Europäischen Rechtsvorschriften schreiben nur grundlegende Anforderungen vor. Sie überlassen es den – bis vor kurzem in ihrer Arbeitsweise praktisch freien – privatrechtlichen Normungsorganisationen, sie durch schneller aktualisierbare, aber nicht bindende harmonisierte Normen zu konkretisieren. Doch in den letzten Jahren rückte die EU von diesem Grundprinzip ab.

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Normen leisten einen entscheidenden Beitrag zur Maschinensicherheit und sind ein zentrales Instrument der Prävention. Mit ihrer Hilfe können Arbeitsmittel sicher und ergonomisch gestaltet werden. Auf Grund dieser Tragweite hat die Kommission Arbeitsschutz und Normung (KAN) eine Analyse zur Aktualität von harmonisierten Normen der Maschinensicherheit durchgeführt.

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Themen

Jährlich werden über 700.000 Kinder in Deutschland eingeschult. Bei der Wahl ihres Schulranzens sind den 5- bis 6-Jährigen meist vor allem Farbe und Motive wichtig. Eltern sollten jedoch darauf achten, dass der Schulranzen gut sichtbar ist und der DIN-Norm entspricht. Denn dies erhöht die Sicherheit ihrer Kinder im Straßenverkehr deutlich.

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Vom 12.-14. Juni 2019 veranstalten KAN und DGUV gemeinsam mit ihren Partnern aus dem europäischen Arbeitsschutz-Netzwerk EUROSHNET die 6. Europäische Konferenz zu Normung, Prüfung und Zertifizierung im Arbeitsschutz. Seien Sie dabei und diskutieren Sie mit Teilnehmenden aus ganz Europa unter dem Titel „Be smart, stay safe together – Innovative products and workplaces“ über die Zukunft von Normung, Prüfung und Zertifizierung in einer digitalisierten Arbeitswelt.

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Elektrisch höhenverstellbare Therapieliegen sind in Physiotherapiepraxen und Krankenhäusern weit verbreitet. Zwei Beschäftigte wurden in jüngster Zeit unter einer Liege eingeklemmt und tödlich verletzt. Die KAN brachte im Januar 2019 Fachleute der beteiligten Kreise zusammen, um die unterschiedlichen Positionen und die komplizierte Sachlage zu erörtern. Verschiedene Arbeiten wurden angestoßen, um die Gefahr an bestehenden und neuen Liegen zu reduzieren.

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Bei der Arbeit mit Baumaschinen werden oft unterschiedliche Werkzeuge am Greifarm benötigt. Schnellwechsel-Einrichtungen (SWE) ermöglichen es dem Maschinenbediener, diese zu wechseln ohne seinen Platz zu verlassen. Leider passieren in der Praxis immer wieder schwere oder tödliche Unfälle mit herunterfallenden Werkzeugen, die nicht korrekt am Schnellwechsler verriegelt sind. Die KAN hilft, die relevanten Normen zu verbessern und die SWE sicherer zu gestalten.

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Special
Der Arbeitgeberverband Südwestmetall organisiert für Interessenten aus seinem Umfeld seit Jahren Studienreisen nach ­Japan. Ziel ist es, einen Blick über den Tellerrand zu werfen und innovative Unternehmenssysteme japanischer Spitzenunternehmen vorzustellen. Ein Mitarbeiter der KAN-Geschäftsstelle war unter den Reiseteilnehmern und berichtet: Worin unterscheidet sich die japanische Arbeitskultur von der deutschen? Welchen Stellenwert besitzt der Arbeitsschutz in Japan? mehr
Im Ausland genießt Japan generell den Ruf, Vorreiter bei der Roboterisierung zu sein. Nicht nur verfügt die japanische Industrie über die größte Anzahl installierter Roboter weltweit, auch im Alltag finden sie mittlerweile an vielen Orten Verwendung. Einige der erfolgreichsten Unternehmen Japans pflegen jedoch einen differenzierten Umgang mit Robotern, allen voran das Vorzeigeunternehmen der japanischen Industrie, die Toyota Motor Corporation. mehr
DIN unterhält Kooperationen mit zahlreichen Normungsorganisationen in der ganzen Welt. Eine gute Vernetzung auf ­europäischer und internationaler Ebene ist wichtig, um Erfahrung und Know-how zu bündeln und Interessen auf globalen Märkten besser vertreten zu können. mehr
Themen
Peer-Oliver Villwock (POV), Leiter der Unterabteilung Arbeitsschutz im Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), und Dr. Thomas Zielke (TZ), Leiter des Referats Technologietransfer, Normen, Standards, Patente im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) erläutern an Beispielen, welche neuen Herausforderungen derzeit in einem sich rasch wandelnden Umfeld auf Arbeitsschutz und Normung zukommen. mehr
Persönliche Schutzausrüstung ist im Umgang mit Kanülen oft unvermeidbar. Bisher fehlen jedoch geeignete Prüfverfahren, um Produkte wie Schutzhandschuhe für den Umgang mit Kanülen zu prüfen und zu bewerten. Ein neues Materialprüfverfahren ergänzt bestehende Durchstichprüfungen um einen praxisnahen Kennwert und wurde kürzlich in einer DIN SPEC (PAS) standardisiert. mehr
Vor einigen Jahren wurde im Auge des Menschen ein Rezeptortyp entdeckt, der besonders empfindlich für Strahlung im blauen Bereich des sichtbaren Lichts ist. Unter anderem über diesen Rezeptor beeinflusst Licht auf nichtvisuellem Weg unsere innere Uhr, den biologischen Rhythmus, den Schlaf, wichtige Körperfunktionen und das Wohlbefinden. mehr
Special
Für Schienenfahrzeuge gilt die EU-Maschinenrichtlinie nicht. Auch die Arbeitsstättenverordnung schließt diese Fahrzeuge explizit aus. Sie sind jedoch Arbeitsmittel im Sinne der Betriebssicherheitsverordnung. Welche Rolle spielen Normen im Eisenbahnrecht und wie können Arbeitsplätze von Triebfahrzeugführern sicher gestaltet werden? Diese und andere Fragen standen im Fokus eines KAN-Fachgesprächs „Eisenbahnrecht, Normung und Arbeitsschutz“. mehr
Die EN 1789 bildet die Grundlage für die Konstruktion, den Bau, die Prüfung, die Ausstattung und die Ausrüstung von Kranken­kraftwagen in Europa. Sie verweist als Rahmennorm auf weitere Normen, die für ihre Anwendung erforderlich sind. Wer heute einen Krankenkraftwagen bauen, zulassen und betreiben möchte, kommt um die Beachtung der derzeit in der Überarbeitung und Anpassung befindlichen EN 1789 „Rettungsdienstfahrzeuge und deren Ausrüstung – Krankenkraftwagen“ nicht herum. mehr
Themen
Die Veranstaltung „Normung für Handwerk und Mittelstand und die Herausforderungen der Digitalisierung“ thematisierte Chancen und Herausforderungen in der Normungsarbeit. Veranstaltet hat sie der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) gemeinsam mit der KAN. ZDH-Geschäftsführer Karl-Sebastian Schulte erklärt im Interview die aktuellen Brennpunkte. mehr
Dr. Walter Eichendorf ist seit 1998 stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung und verantwortlich für den KAN-Trägerverein VFA. Auch als Mitglied im DIN-Präsidium ist er mit dem Thema Normung seit vielen Jahren eng vertraut. Bevor er im Herbst 2018 in den Ruhestand geht, verrät er, was er in Zukunft von der Normung erwartet und warum die Normung für die gesetzliche Unfallversicherung wichtiger denn je ist. mehr
Lärm schadet Beschäftigten und verursacht versteckte Kosten. Die Task Force „NOMAD” (Noise and MAchinery Directive) beschreibt in einem Leitfaden, wie Geräuschemissionen von Maschinen angegeben werden müssen, um die grundlegenden Anforderungen der Maschinenrichtlinie zum Thema Lärm zu erfüllen. NOMAD ist ein gemeinsames Projekt der EU-Mitgliedstaaten und unterstützt die Koordinierungsgruppe der Marktüberwachung zur Maschinenrichtlinie (ADCO Maschinen). mehr
2018 hat das Layout der KAN-Praxis Module: Ergonomie lernen einen frischen Anstrich bekommen und es wurden fast alle Grafiken ausgetauscht. Die neuen Illustrationen stammen vom Karikaturisten Michael Hüter, der zusätzlich einige ergonomische Aspekte als Cartoon dargestellt hat. Die erste Version der Lehrmodule erschien 2008 als Ergebnis einer KAN-Studie. In der Zwischenzeit wurden die Module stetig erweitert und überarbeitet. mehr
Special
Ein gemeinsames Projekt der europäischen Sozialpartner der Bauwirtschaft und des europäischen Herstellerverbands von Baumaschinen zeigt neue Wege der Kommunikation und Kooperation auf. Der direkte Austausch von Produzenten und Konsumenten kann einfache Lösungen für so komplexe Gegenstände wie bessere Ergonomie von Arbeitsmitteln oder sicherheitstechnische Aspekte anregen, kann aber auch den europäischen Normungsprozess unterstützen. mehr
Beim Aufstieg auf Baumaschinen ereignen sich zahlreiche Arbeitsunfälle – sei es beim Zugang zum Fahrerplatz, beim Betanken mit Kraftstoff oder Flüssigkeiten oder bei Wartungsarbeiten. Um die Unfallursachen besser zu verstehen, hat der französische Verband der Tiefbauwirtschaft in mehreren Unternehmen ergonomische Untersuchungen durchgeführt. Daraus haben sich eine Reihe von Erkenntnissen und Lösungsansätzen ergeben, die sich sowohl an das Bedienpersonal als auch an die Hersteller richten. mehr
Themen
Am 12. März 2018 wurde die ISO 45001 von der Internationalen Organisation für Normung ISO veröffentlicht. Fassen einige das Erscheinen der Norm unter die Überschrift A Star is born, so urteilen andere Betroffene aus Arbeitsschutz und Wirtschaft differenzierter. Die Meinungen über das nun vorliegende Papier gehen deutlich auseinander. Eine gemeinsame Übersetzung für Deutschland, Österreich und die Schweiz wurde im Juni 2018 veröffentlicht. mehr
Die EU-Kommission hat am 19. Dezember 2017 einen Vorschlag für eine EU-Marktüberwachungsverordnung vorgelegt. Im Falle seiner Umsetzung wird dieser den Vollzug der Marktüberwachung durch die Bundesländer entscheidend prägen. Aus Sicht der Länder muss er jedoch an einigen Stellen noch deutlich verbessert werden. Er bringt einen hohen bürokratischen Aufwand der Vollzugsbehörden mit sich und auch die Auswahl der vorgesehenen Mittel ist verbesserungsbedürftig. mehr
Licht beeinflusst unsere innere Uhr und verschiedene physiologische Prozesse im Körper. Die KAN hat im Januar 2018 zum zweiten Mal einen Workshop zu diesen nicht-visuellen Wirkungen von Licht veranstaltet. Viele Akteure mischen bei dem Thema mit, verfolgen aber teilweise unterschiedliche Ziele. Der KAN-Workshop fördert den Informationsaustausch zwischen allen Beteiligten und trägt dazu bei, eine Strategie für die künftige Forschung, Normung und Regelsetzung zu finden. mehr
Holz- oder Quarzstaubemissionen, die von neuen handgeführten Elektrowerkzeugen ausgehen, werden anhand von genormten Prüfverfahren gemessen. Diese Verfahren haben jedoch gewisse Grenzen, die sich negativ auf die Wiederholpräzision auswirken. Das französische Arbeitsschutzinstitut INRS schlägt ein anderes Prüfverfahren vor, mit dem sich verschiedene Maschinen für den gleichen Arbeitsvorgang je nach Höhe der Staubemissionen klassifizieren lassen. mehr
Special
Das Ziel des Projektes Work-by-Inclusion ist die Integration hörbehinderter Menschen in Betriebsabläufe der Lagerlogistik. Dabei werden den Beschäftigten wichtige Informationen mittels einer Datenbrille bereitgestellt. Zusätzlich ermöglicht das System die Kommunikation zwischen hörbehinderten und hörenden Beschäftigten. mehr
Roboter, die direkt mit Menschen zusammenarbeiten, gelten als ein zentraler Schritt zur vernetzten flexiblen Fabrik der Zukunft. Die Mensch-Roboter-Kollaboration kann die Mitarbeiter in der Produktion entlasten und ermöglicht es Unternehmen, schneller auf die Anforderungen der Märkte zu reagieren. Die unmittelbare Nähe zum Menschen stellt hohe Anforderungen an die Sicherheit der Assistenzsysteme, bietet aber auch Potenzial für die Inklusion. mehr
Inklusive Arbeitsgestaltung ist Bestandteil eines übergeordneten Ansatzes zur Sicherung der Arbeitsfähigkeit. Aufgrund des demografischen Wandels gewinnt diese Zielsetzung zunehmend an Bedeutung. Zentrale Säulen sind technische Maßnahmen der Arbeitsplatzgestaltung und der Barrierefreiheit, die beteiligungsorientiert in enger Abstimmung mit den Betroffenen und den Vertrauenspersonen schwerbehinderter Menschen implementiert werden. mehr
Themen
Datenbrillen an Arbeitsplätzen sind keine Science-Fiction mehr. Wurden die Geräte bis vor kurzem noch als Zukunftsprojekt der kalifornischen Tech-Szene gefeiert (oder verlacht), so finden sie sich zwischenzeitlich an Lagerarbeitsplätzen ebenso wie in der Fertigung und Instandhaltung. Die Forschung zum sicheren Gebrauch der Geräte fällt jedoch hinter die Technikentwicklung ebenso zurück wie das auf gesicherte Erkenntnisse angewiesene Regelwerk und seine Anforderungen. mehr
Bei der Brennholzbearbeitung kommt es immer wieder zu schweren Verletzungen, wenn Personen in den Säge- oder Spaltbereich eingreifen. Um das Unfallgeschehen zu reduzieren, wurden die Normen für Keilspaltmaschinen und Kreissägen überarbeitet. Als Basis dienten die Ergebnisse von Expertengesprächen, die von der KAN moderiert wurden, sowie Unfalluntersuchungen der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG). mehr
Forstliche Anschlagmittel wie Ketten, Seile, Umlenkrollen oder Haken werden beim Rücken von Baumstämmen mit Seilwinden verwendet. Sie dienen als Verbindungselemente zwischen Baumstamm und Windenseil. Dabei ist es wichtig, dass die forstlichen Anschlagmittel richtig ausgewählt werden und so stabil ausgelegt sind, dass sie die auftretenden Kräfte sicher aufnehmen können. Nun gibt es eine eigene Norm zu diesem Thema. mehr
Special
In der Fabrik der Zukunft sind Menschen und Maschinen über Datennetze miteinander verbunden. Auch die Dinge und Systeme kommunizieren: Werkstück mit Werkzeug, Markt mit Produktion, Produktion mit Zulieferer. Diese Vernetzung innerhalb der Produktion sowie über Betriebsgrenzen hinaus ist jedoch nur mit international gültigen Normen und Standards möglich – und mit gut qualifizierten Beschäftigten. mehr
Das Schlagwort „Industrie 4.0“ ist in aller Munde. Doch was versteht man unter dieser vierten industriellen Revolution genau und was wird zu ihrer Realisierung benötigt? Werden vollkommen neue Technologien entwickelt oder wird lediglich alte Technik neu verpackt? mehr
Die steigende Verfügbarkeit preiswerter Kommunikationstechnologien ermöglicht auch mittelständischen Unternehmen den Wandel zur Smart Factory. Hersteller stehen vor der Herausforderung, den immer individuelleren Wünschen der Kunden gerecht zu werden und gleichzeitig bei höheren Stückzahlen schneller und kostengünstiger zu produzieren. Nur so können sie im verschärften Wettbewerb bestehen. mehr
Themen
Täglich müssen Arbeiter und Techniker in das Innere von Druckbehältern einsteigen, um Bau-, Wartungs-, Reparatur- und Inspektionsarbeiten durchzuführen. Hierzu müssen sie durch eine Behälteröffnung steigen, die häufig so klein bemessen ist, dass zwar der Einstieg möglich ist, sich die Rettung und Bergung von Unfallopfern jedoch besonders schwierig gestaltet. An der Polytechnischen Universität Mailand wurden dazu für zwei Diplomarbeiten einige Studien durchgeführt. mehr
Seit 1993 arbeiten die Kranken-, Renten- und Unfallversicherung in der Europavertretung der deutschen Sozialversicherung eng zusammen, um eine gemeinsame politische Interessensvertretung in Brüssel sicherzustellen. Die Europavertretung ist auch für die KAN bei vielen Themen ein wichtiger Partner. mehr
Unternehmen sollten nicht nur am Profit und an der Produktivität gemessen werden, sondern auch daran, wie gut sie ihrer Verantwortung gegenüber Gesellschaft und Umwelt gerecht werden. Diese Aspekte wurden von den sieben weltweit größten Industrienationen (G7) um die Forderung der Menschzentriertheit erweitert. Wie diese in Unternehmen umgesetzt werden kann, beschreibt die neue Norm DIN EN ISO 27500. mehr
Special
Den EU-Mitgliedsstaaten steht es frei, ihr Gesundheitswesen nach eigenen Vorstellungen zu gestalten. Gleichzeitig versuchen aktuell zahlreiche europäische und internationale Normen, diesen Bereich stärker zu harmonisieren. Werden Behandlungen künftig weniger durch die Vorgaben der nationalen Sozialversicherung und Ärzteverbände, sondern vielmehr durch ein genormtes europäisches Gesundheitswesen geprägt sein? Wohin die Reise gehen könnte, zeigt eine fiktive Fallstudie. mehr
Die Europäische Kommission hat im Herbst 2012 die Überarbeitung des europäischen Rechtsrahmens für Medizinprodukte und In-vitro-Diagnostika angestoßen. Im Frühjahr 2017 sind hierzu zwei neue Verordnungen in Kraft getreten, die einige Neuerungen mit sich bringen und auch Anpassungen in der nationalen Gesetzgebung notwendig machen. mehr
Passend zur Veröffentlichung der neuen EU-Verordnung 2017/745 über Medizinprodukte hat die KAN ein zusätzliches Lehrmodul online gestellt. Die Powerpoint-Folien enthalten die wesentlichen Aspekte, die bei der ergonomischen Gestaltung von Medizinprodukten zu beachten sind. Die Bandbreite dieser Produkte reicht von hochkomplexen Geräten wie Beatmungsgeräten über Blutdruckmessgeräte und Infusionspumpen bis hin zu Rollstühlen, Fieberthermometern und Verbandmitteln. mehr
Wer eine Rettungswache baut, muss sich an die Anforderungen aus verschiedenen Vorschriften halten: Neben dem Baurecht zählen dazu das staatliche Vorschriftenwerk zum Arbeitsschutz sowie das Vorschriften- und Regelwerk der Unfallversicherungsträger. Auch sind die Besonderheiten bei der späteren Nutzung des Bauwerkes zu beachten. Für den Planer können sich daraus erhebliche Schwierigkeiten für die Planung des Bauwerkes ergeben, das allen Anforderungen genügen soll. mehr
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Der 1856 gegründete Verein Deutscher Ingenieure zählt heute 155.000 persönliche Mitglieder und hat eine lange Tradition in der technischen Regelsetzung. Jährlich werden über 200 VDI-Richtlinien neu oder aktualisiert veröffentlicht. Der VDI unterstützt gemeinsam mit anderen technischen Regelsetzern das Ziel, ein einheitliches, alle Gebiete der Technik umfassendes Regelwerk zu erstellen. mehr
Special

Durch die Digitalisierung entstehen vielfältige Möglichkeiten zur Gestaltung von Arbeit und damit auch neue Chancen für den Arbeitsschutz. Dies betrifft alle Formen von Arbeit – von vorwiegend geistigen bis hin zu vorwiegend körperlichen Tätigkeiten. Die Herausforderung besteht darin, die Vielfalt der Möglichkeiten zu nutzen und Lösungen zu finden, die den Bedürfnissen des jeweiligen Betriebs entsprechen.

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Mit dem Einsatz autonomer Technologien rückt auch die Beziehung zwischen Mensch und Maschine immer mehr in den Fokus. Doch wie sollen die Kollegen aus Stahl aussehen und sich verhalten, damit die Zusammenarbeit mit ihnen für die Beschäftigten angenehm ist? Für den Erfolg von Mensch-Roboter-Kooperationen am Arbeitsplatz muss nicht nur die objektive, sondern auch die subjektiv erlebte Sicherheit der Mitarbeiter berücksichtigt werden.

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Industrie 4.0 steht für die vollständige Vernetzung von Menschen, Maschinen und Anlagen. Aufgrund der Interaktionen zwischen diesen Kommunikationspartnern muss nicht nur die funktionale Sicherheit „Functional Safety“, (z. B. Maschinenstopp bei Durchqueren einer Lichtschranke) berücksichtigt werden, um Menschen zu schützen. Die Informationssicherheit („Security“, z. B. Schutz der Roboterprogrammierung vor Manipulationen aus dem Netz) spielt eine ebenso wichtige Rolle.

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Das Handwerk ist viel stärker als die Industrie durch menschliche Arbeit geprägt. Eine Vollautomatisierung und Vernetzung sämtlicher Prozesse wie in der Industrie 4.0 wird daher kaum möglich sein. Dennoch bietet die Digitalisierung auch dem Handwerk vielfältige Chancen, die Dienstleistungen zu erweitern, Aufgaben zu automatisieren und die Arbeit einfacher und sicherer zu gestalten.

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Nanomaterialien treten in diversen Formen und Strukturen auf. Vielfältig und zum Teil noch unerforscht sind auch die Risiken, die mit ihnen verbunden sind. Dennoch kommen sie bereits verbreitet zum Einsatz. Auch in der Normung gibt es zahlreiche offene Fragen: Welche Dokumente gibt es im Bereich der Nanomaterialien? Weisen sie arbeitsschutzrelevante Inhalte auf? Wie behalten Arbeitsschutzexperten den Überblick? Antworten gibt eine neue Studie der KAN.

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Im Bereich des Werkzeug- und Maschinenbaus, der Einzelstückfertigung und in der Entwicklung gibt es immer wieder Bedingungen, bei denen der Bediener bei geöffneten trennenden Schutzeinrichtungen in den Bearbeitungsprozess eingreifen muss. Eine zusätzliche Betriebsart, die die Prozessbeobachtung unter sicheren Bedingungen ermöglicht, kann gefährliche Manipulationen verhindern. Sie darf jedoch nur eingesetzt werden, wenn keine anderen technischen Lösungen möglich sind.

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Special

Am 23. Juni vergangenen Jahres hielt das Vereinigte Königreich ein Referendum über den Verbleib in der EU ab. Eine knappe, aber dennoch eindeutige Mehrheit sprach sich für den Brexit aus. Dieser wird die Beziehungen zu Europa und darüber hinaus verändern, führt jedoch nicht zwangsläufig in die Isolation. Die interessierten Kreise innerhalb des BSI wollen im unabhängigen Europäischen Normungssystem auch künftig eng mit ihren europäischen Partnern zusammenarbeiten.

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Unsichere und mit den entsprechenden EU-Rechtsgrundlagen nicht konforme Produkte dürfen auf dem Markt der Europäischen Union nicht in Verkehr gebracht werden. Um dies sicherzustellen, hat die europäische Kommission ein Konformitätsbewertungsverfahren festgelegt, das für bestimmte Fälle eine Prüfung durch eine unabhängige Stelle vorsieht. Doch wie funktioniert dieses Verfahren für Hersteller aus Staaten außerhalb der EU, die ihre Produkte in der EU vermarkten möchten?

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Jedes Licht wirkt auf die Physiologie des Menschen. Da diese Wirkung sehr komplex ist, können für die relativ neue Technologie der künstlichen, biologisch wirksamen Beleuchtung bisher aus Arbeitsschutzsicht keine Anwendungsempfehlungen gegeben werden. An einigen Arbeitsplätzen wird diese Beleuchtung bereits eingesetzt. Die KAN hat im September 2016 alle beteiligten Kreise an einen Tisch gebracht, um eine Strategie für den sicheren Einsatz dieser Beleuchtung zu entwickeln.

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Licht ist nicht nur für das Sehen des Menschen von Bedeutung. Neue Beleuchtungssysteme machen sich auch nicht-visuelle Wirkungen zunutze, die zum Beispiel den Tag-Nacht-Rhythmus beeinflussen. Regelsetzer, Arbeitgeber und Arbeitnehmer sowie Planer sollten sich im Sinne der Arnsberger Roadmap frühzeitig mit den Möglichkeiten der neuen Technik auseinandersetzen, damit die künstliche Beleuchtung künftig die Gesundheit des Menschen am Arbeitsplatz optimal unterstützen kann.

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Immer wieder kommt es vor, dass Normen Aspekte des betrieblichen Arbeitsschutzes behandeln. Doch vom Grundsatz her hat das nationale Regelwerk von Staat und Unfallversicherung Vorrang vor Normen. Wie diese Schnittstelle zwischen Normung und Regelwerk genau funktioniert, regelt seit 2015 das „Grundsatzpapier zur Rolle der Normung im betrieblichen Arbeitsschutz“. Für die praktische Anwendung wurde es nun um eine vertiefende Prozessbeschreibung ergänzt.

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Wie finden Unternehmen heraus, welche der zahlreichen und teils eher abstrakten Arbeitsschutzregeln und -maßnahmen von Staat und gesetzlicher Unfallversicherung sie anwenden müssen? Hier setzt das neue Präventionsinstrument der Branchenregel an. Sie führt Anforderungen und Informationen aus den diversen Arbeitsschutzvorschriften zusammen und unterbreitet Unternehmen ein Komplettangebot nach dem Motto „Alles Wichtige auf einen Blick“.

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Intelligente Kleidung hat Konjunktur. Ideen gibt es reichlich, die Umsetzung und die Normung stehen jedoch noch ganz am Anfang. Dies bietet die Chance, von Beginn an die Erwartungen, Erfahrungen und Anregungen der späteren Anwender abzufragen und in die Erarbeitung der Normen einfließen zu lassen. Die KAN hat einen Workshop mit Feuerwehrleuten durchgeführt, der genau das leisten soll und als Blaupause für andere Themen gelten kann. mehr
Haben diejenigen, die Normen schreiben und Regeln festlegen, immer ausreichend Bezug zur Praxis? Um sich ein Bild davon zu machen, ob gewisse Forderungen für Sichtverhältnisse an Erdbaumaschinen überhaupt realistisch und umsetzbar sind, haben Vertreter von Marktüberwachungsbehörden und Normung gemeinsam einen Tag in einem Betrieb verbracht und viele unterschiedliche Maschinen unter die Lupe genommen. mehr
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Welche Teile von Normen und normenähnlichen Dokumenten in Gerichtsurteilen herangezogen werden und aus welchen Gründen dies passiert, hat ein Rechtsgutachten untersucht, das im Auftrag der KAN erstellt und im Dezember 2016 veröffentlicht wurde. Es stellte sich unter anderem heraus, dass die in den Regeln und Strukturen der Normungswelt genau definierten Begriffe „normativ“ und „informativ“ in der Rechtsprechung eine etwas andere Bedeutung haben. mehr
Vibrationen sind häufige Gefährdungen bei der Arbeit mit Maschinen. Können Arbeitgeber die Einhaltung der gesetzlichen Grenzwerte nicht sicher etwa anhand von Herstellerangaben bestimmen, sind Messungen erforderlich. Die Messung ist jedoch nicht trivial und die Ergebnisse hängen unter anderem von der Qualifikation des Messpersonals ab. Doch wer ist ausreichend qualifiziert für eine fachkundige Messung? mehr
Arbeiten an und in Eisenbahngleisen finden in einem besonderen Umfeld statt und bringen vielfältige Gefährdungen für die Beschäftigten mit sich. Daraus leitet sich eine besondere Aufmerksamkeit für die Sicherungsmaßnahmen ab. Eine europäische Norm für Gleisbauarbeiten integriert Eignungsuntersuchungen in diese Maßnahmen. Dies ist aus deutscher Sicht problematisch, da Regelungen zur Eignung einem Gesetz vorbehalten sind. mehr

Die Digitalisierung und andere Entwicklungen machen auch vor der Normung nicht halt. Muss die Normung nun neu erfunden werden? Der immer schneller werdende Wandel zwingt die Beteiligten zum Handeln. Der Arbeitsschutz darf dabei nicht vergessen werden. Experten beleuchteten auf der IEC-Generalversammlung 2016 unter dem Titel „Safety.Future.Standardization“ die neuen Entwicklungen aus Blickwinkeln.

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Die Mensch-Roboter-Kollaboration ist elementar für die Weiterentwicklung wandlungsfähiger Produktionsanlagen der Industrie 4.0. Mit der steigenden Nachfrage nach innovativen Technologien steigt auch der Wunsch nach allgemein anwendbaren Sicherheitskonzepten. Daimler hat eine solche Vorgehensweise in modularer Form entwickelt, die auf alle Projekte der Mensch-Roboter-Kollaboration im Unternehmen angewendet werden kann. mehr
Die Entwicklung selbstfahrender Fahrzeuge ist in vollem Gange, wirft jedoch eine Vielzahl von Fragen auf. Wer haftet bei Unfällen? Können und dürfen autonome Fahrzeuge ethische Entscheidungen zur Unfallvermeidung treffen? Die Normung ist schon sehr aktiv und steckt den technischen Rahmen für die neuen Entwicklungen ab.  mehr
Immer mehr Produkte werden z.B. für Maschinenbau, Medizin oder Freizeitindustrie mit additiven Verfahren wie 3D-Druck gefertigt. Die Verfahren entwickeln sich rasant weiter und werden immer vielfältiger. Es ist jedoch nicht einfach, die Regeln für den Umgang mit den dabei auftretenden Gefährdungen in gleicher Geschwindigkeit mitzuentwickeln. Auch die rechtliche Situation wirft Fragen auf. mehr
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Bei Verpackung und Transport industriell gefertigter Waren kommen Maschinen wie Palettierer, Depalettierer, Haubenüberzieher und Stetigförderer zum Einsatz. Diese sind eng miteinander verzahnt und weisen ähnliche Gefährdungen auf. Sie sind jedoch in verschiedenen Normen mit unterschiedlichen Anforderungen an die Öffnungen in Schutzeinrichtungen geregelt. Arbeitgeber stehen bei der Gefährdungsbeurteilung vor der Frage, mit welchem Maß sie messen sollen. mehr
Seit ihrer Gründung 1946 hat die internationale Normungsorganisation ISO laut eigenen Angaben über 20.000 Normen erarbeitet. Dabei handelt es sich mehrheitlich um technische Normen. In jüngster Zeit gibt es jedoch auch immer mehr internationale Normungsvorhaben zu sozial- und gesellschaftspolitischen Themen. Dieser Trend ist aus mehr als einem Grund äußerst umstritten. mehr
Arbeitsmedizinische Forschung hat in den letzten Jahrzehnten sehr viel dazu beigetragen, Arbeitsunfälle, Berufskrankheiten und arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren zu minimieren. Ziel der Arbeit des Instituts für Prävention und Arbeitsmedizin der DGUV (IPA) ist die nachhaltige Umsetzung von praxisrelevanten Forschungsergebnissen, um so Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz effektiv und dauerhaft zu fördern. mehr
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Deutschland hat sich mit Unterzeichnung der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) 2009 dazu verpflichtet, für alle Menschen einen gleichberechtigten Zugang zu Umwelt, Transportmitteln, Information, Kommunikation, Bildung und Arbeit zu schaffen. Die Konvention richtet sich an alle staatlichen Einrichtungen und Körperschaften des öffentlichen Rechts. Die DGUV hat das Thema mit einem Aktionsplan aufgegriffen. mehr
In Gesellschaft und Politik hat sich in Bezug auf die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderung ein Paradigmenwechsel vollzogen: Weg von einer wohlmeinenden Bevormundung, hin zum Recht auf Selbstbestimmung. Voraussetzung für die selbstbestimmte Teilhabe ist eine barrierefrei gestaltete Umwelt. Das DGUV-Sachgebiet „Barrierefreie Arbeitsgestaltung“ will mit Informationen und Praxishilfen für Unternehmen, Institutionen und Einzelpersonen hierzu einen Beitrag leisten. mehr
In der Praxis gibt es zum Thema Inklusion zwei Extrempositionen: Die eine Seite fordert, dass ein Produkt für alle Menschen mit und ohne Behinderungen nutzbar sein muss. Auf der anderen Seite werden in Gebrauchsanleitungen von Verbraucherprodukten Menschen mit sensorischen, physischen oder kognitiven Einschränkungen vom Gebrauch dieser Produkte ausgeschlossen bzw. dürfen diese nur unter Aufsicht verwenden. Ist ein Kompromiss möglich? mehr
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Mit der Veröffentlichung der Verordnung (EU) 2016/425 über persönliche Schutzausrüstungen (PSA) im Amtsblatt der EU wurde ein jahrelanger Prozess zur Revision der PSA-Gesetzgebung abgeschlossen. Die Verordnung ist ab dem 21. April 2018 anzuwenden. Die bis dahin geltende PSA-Richtlinie 89/686/EWG wird dann aufgehoben. Hersteller, Prüfstellen und andere Betroffene sollten die Übergangszeit nutzen, um sich auf die neue Verordnung einzustellen. mehr
Jedes Jahr ereignen sich in Frankreich über 8 000 Unfälle mit Gabelstaplern, davon rund 560 mit dauerhafter Erwerbsunfähigkeit und 4 bis 6 mit tödlichem Ausgang durch seitliches Umkippen von Gabelstaplern. Deutschland verzeichnet ähnliche Zahlen. Das INRS und die BGHW haben gemeinsam untersucht, wieviel Stabilitätsgewinn neu entwickelte Fahrerassistenzsysteme bei Gabelstaplern gegenüber den Anforderungen der Norm EN 16203 bieten. mehr
Vom 21. bis 24. März 2016 fand in Dresden die 4. Internationale Strategiekonferenz zu Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit statt. Das interaktive Programm widmete sich fünf Themen: Vision Zero, demographischer Wandel, menschenzentrierte Prävention und gesunde Arbeit. Die KAN war zuständig für die Organisation des fünften Themas „Arbeiten in einer digitalen Welt“. Lesen Sie hier die wesentlichen Ergebnisse. mehr
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DIN und DKE sind weltweit anerkannte Normungsorganisationen. Das Bundeswirtschaftsministerium setzt dabei den politisch-rechtlichen Rahmen. Gleichwohl ist die Normung nicht mehr unumstritten. Sie gilt häufig als wenig modern und zukunftsorientiert. Dies lässt ihre großen wirtschafts-, industrie- und innovationspolitischen Impulse außer Betracht. Normen beseitigen Handelshemmnisse und ebnen neuen Produkten den Weg in den Markt. mehr
Die fortschreitende Digitalisierung in allen Lebensbereichen stellt das Gesamtsystem Normung vor eine große Herausforderung. Eine Neuorientierung in den Spannungsfeldern Technologie, Marktorientierung und Politik ist unumgänglich. Die Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik in DIN und VDE (DKE) hat mit ihrem Programm „Normung 2020“ die Initiative ergriffen und entwickelt neue Ansätze für die Normung der Zukunft. mehr
Das deutsche Normungssystem ist in vielen Bereichen Vorreiter und Vorbild für andere Länder. Ziel muss es sein, diese starke Stellung zu erhalten. Damit DIN die Bedürfnisse der Wirtschaft auch in Zukunft bestmöglich bedienen kann, werden mit der Deutschen Normungsstrategie 2020 (DNS 2020) die Weichen für die Zukunft gestellt. Ein erster Schritt auf diesem Weg ist die DIN-Strategie 2016, die sechs wesentliche Ziele verfolgt.  mehr
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Persönliche Schutzausrüstungen (PSA) werden kontinuierlich weiterentwickelt, um den Anforderungen gewerblicher und privater Nutzer gerecht zu werden. Der Trend geht unter anderem hin zu ‚intelligenter PSA‘ oder sogar ‚intelligenten persönlichen Schutzsystemen‘ (PSS). Während erste Produkte bereits erhältlich sind, müssen bei komplexen Produkten, die vor allem im gewerblichen Bereich eingesetzt werden, vor der Markteinführung noch einige Probleme gelöst werden. mehr
Eine gute Sichtbarkeit von Schülern im Straßenverkehr hilft, Unfälle zu vermeiden, was auch im Interesse der Unfallkassen ist. Zur Sicherheit tragen Schulranzen bei, die gemäß DIN-Norm 58124 ausreichend große reflektierende und fluoreszierende Flächen aufweisen. Doch diese passen offenbar nicht recht zu einem coolen Design. Folge ist, dass immer mehr Schulranzen verkauft werden, die die Anforderungen der Norm unterlaufen.  mehr
Die Geschäftsstelle der Kommission Arbeitsschutz und Normung versteht sich auch als Dienstleister für Arbeitsschutzexperten, die in der Normung tätig sind. Mit „KAN-Praxis“ hat die KAN 2014 eine neue Marke geschaffen. Diese Marke vereint die Angebote der KAN, die Sie bei Ihrer Arbeit unterstützen und die wir im Folgenden kurz vorstellen. mehr
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EUROSHNET und das spanische Arbeitsschutzinstitut INSHT luden ein nach Sevilla und zahlreiche Gäste aus ganz Europa kamen: Anlässlich der 5. Europäischen Konferenz zu Normung, Prüfung und Zertifizierung im Arbeitsschutz diskutierten 150 Teilnehmende vom 14.-16. Oktober 2015, wie sich die Qualität der Arbeit verbessern lässt und welchen Herausforderungen sich der Arbeitsschutz in den kommenden Jahren stellen muss. mehr
Die Arbeitswelt befindet sich im Umbruch. Diese Aussage klang in diversen Vorträgen, Workshops und Diskussionen der 5. EUROSHNET-Konferenz in Sevilla immer wieder an. Digitalisierung, Automatisierung, demographischer Wandel und Globalisierung sind nur einige Schlagworte. Wir haben einige Kerngedanken für Sie herausgegriffen.  mehr
Neben dem Wandel der Arbeitswelt gab es ein weiteres Leitthema der 5. EUROSHNET-Konferenz in Sevilla: Den Ruf nach stärkerer Zusammenarbeit. Normung, Prüfung und Zertifizierung, Forschung, Marktüberwachung und Regelsetzung sind wichtige Instrumente im Arbeitsschutz, die jedoch nur im Zusammenspiel Wirkung zeigen und mit den neuen Entwicklungen der Arbeitswelt Schritt halten können. mehr
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Das Land Berlin wird zukünftig öffentliche Bauaufträge nur an Unternehmen vergeben, die mit emissionsarmen Baumaschinen arbeiten. Eine Möglichkeit, die geforderten Werte zu erreichen, ist die Nachrüstung der Maschinen mit Rußpartikelfiltern. Dabei muss darauf geachtet werden, dass das bestehende Sicherheitsniveau nicht beeinträchtigt wird. Insbesondere darf durch die Filter die Sicht vom Fahrerplatz aus nicht schlechter werden.  mehr
Die Normung von Dienstleistungen steht momentan hoch im Kurs. Dabei sind auch Gesundheits- und Sozialdienstleistungen zunehmend ein Thema. Es ist zu befürchten, dass Normen in diesem Bereich mit bewährten, gesetzlich verankerten Sozialsystemen kollidieren. Die Normung muss daher aus Sicht der KAN und der Unfallversicherung kritisch begleitet und hinterfragt werden.  mehr
In der Normung zeigt sich eine Tendenz, Qualifizierung und Qualifikationen zu beschreiben, um auf dieser Grundlage eine Zertifizierung von Personen zu ermöglichen. Die Gewerkschaften betrachten diese Entwicklungen mit Sorge, da sie das System der dualen Ausbildung und seine Beiträge zu Sicherheit und Gesundheit wie auch das System des Arbeitsschutzes in Frage stellen.  mehr
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Ergonomie ist ein horizontales Aufgabenfeld der Normung: Systeme, Produkte und Dienstleistungen sollen entsprechend den Eigenschaften, Bedürfnissen und Fähigkeiten von Menschen gestaltet sein. Georg Krämer, bis 2015 Vorsitzender des ISO/TC 159 Ergonomie, und sein Nachfolger Peter Frener beschreiben, was die Ergonomienormung aktuell unternimmt, um der Ergonomie zu mehr Präsenz in sämtlichen Anwendungsbereichen zu verhelfen. mehr
Gespräche mit Fach- und Führungskräften sowie Analysen von Unternehmen belegen: Der praktische Nutzen der Ergonomienormung ist aktuell eher eingeschränkt. Eine ernüchternde Tatsache, die im Normenausschuss Ergonomie im DIN zu einem reflektierten Strategieprozess mit der wesentlichen Zielsetzung führt: Die Ergonomienormung soll weit mehr als bisher Hilfestellung bei der Gestaltung der Arbeitswelt der Zukunft geben. mehr
Dr. Dirk Watermann leitet seit Juni 2014 die Geschäftsstelle der Kommission Arbeitsschutz und Normung (KAN) in Sankt Augustin. Zuvor hatte der Bauingenieur verschiedene Positionen bei der BG BAU inne und war außerdem Convenor in der internationalen Normung. Im Interview sprechen wir mit ihm über die anstehenden Aufgaben und Themenschwerpunkte der KAN. mehr
Themen
Wenn am Arbeitsplatz natürliches Licht fehlt, liegt die Überlegung nahe, dieses über künstliche, biologisch wirksame Beleuchtung nachzuahmen. Da fundierte wissenschaftliche Erkenntnisse über die Wirkung dieser noch jungen Technik bisher fehlen, ist es für einen flächendeckenden Einsatz aus Sicht des Arbeitsschutzes jedoch zu früh. Auch die Normung des konkreten Einsatzes sieht die KAN kritisch und hat ein Positionspapier verabschiedet, um für dieses Thema zu sensibilisieren. mehr
Polyurethanbeschichtete Schutzhandschuhe können Herstellungsrückstände von N,N-Dimethylformamid (DMF) enthalten. Diese Substanz kann bei chronischer Exposition die Leber schädigen und ist als reproduktionstoxisch eingestuft. Um eine unnötige Exposition zu vermeiden, dürfen Schutzhandschuhe unter dem Gesichtspunkt der Gesundheitsvorsorge nicht mehr als 10 mg DMF je kg Handschuhmaterial enthalten. Dies zu überwachen erfordert eine empfindliche analytische Methode. mehr
Professor Harri Vainio war von 2003 bis Ende Juli 2015 Generaldirektor des Finnischen Instituts für Arbeitsschutz (FIOH). Er hat sich stets für den Gedanken der europäischen Zusammenarbeit eingesetzt und spielte einen aktiven Part im EUROSHNET-Netzwerk. In diesem Interview macht er die Herausforderungen im Arbeitsschutz deutlich, denen sich Finnland – wie auch andere Länder – in den kommenden Jahren stellen muss. mehr
Titel
Normen und normähnliche Dokumente sind zunächst durch ihre normativen Elemente gekennzeichnet. Die daneben ebenfalls vorhandenen informativen Elemente können nicht nur die Anwendung und das Verständnis erheblich erleichtern. Sie ermöglichen auch, den Hintergrund eines Dokumentes vorzustellen und zu erläutern, wie es richtig in das Normenwerk und gegebenenfalls in den Rechtsrahmen einzuordnen ist mehr
Europäische Normen sind in allen Ländern der EU inhaltlich gleich. Es gibt jedoch Möglichkeiten, sie national anzupassen, um auf Besonderheiten einzelner Länder hinzuweisen oder Widersprüche mit nationalen Gesetzen zu berücksichtigen. Je nach Situation können dazu verschiedene Instrumente zum Einsatz kommen. mehr

„Was muss, das muss“ – gilt das auch für Normen? Auf dem Papier ist klar geregelt, welche Verbindlichkeit Festlegungen haben, laut denen der Normanwender etwas Bestimmtes tun „muss“, „kann“ oder „sollte“. Wie aber entscheiden Normungsgremien, welche Art der Festlegung die richtige ist? Eine sorgfältige Auswahl ist wichtig, damit nicht ungewollt Interpretationsspielraum und damit Unsicherheit bei den Normanwendern entsteht.

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Neben bewegungsunterstützenden Robotern, bei denen der Kontakt zwischen Mensch und Maschine dem bestimmungsgemäßen Zweck entspricht, gibt es heute auch Industrieroboter, die mit dem Bedienpersonal im gleichen Arbeitsbereich zusammenarbeiten. Hier stellt sich die Frage nach unbeabsichtigten Kontakten und den daraus entstehenden Risiken. Das INRS
erörtert, wie diese neuen Einsatzbereiche mit der Maschinenrichtlinie 2006/42/EG in Einklang gebracht werden können. mehr
Schon seit 2001 fordert ISO im ISO-Guide 71, Aspekte der Barrierefreiheit in Normen zu berücksichtigen. Hilfestellung bietet der ISO/TR 22411, der ergonomische Daten und Leitlinien für die Anwendung des ISO-Guides liefert. Der 2008 veröffentlichte Technische Bericht liegt in Form der DIN SPEC 33421 nun erstmals auch in deutscher Sprache vor. mehr
Titel
Am 23. Oktober 2014 hat sich eine vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales geleitete Arbeitsgruppe auf ein neues Grundsatzpapier zur Rolle der Normung im betrieblichen Arbeitsschutz verständigt. Es konkretisiert die in Deutschland anzuwendenden Rahmenbedingungen, enthält Vorgaben für die Initiierung und Begleitung von Normen in diesem Bereich und gibt Hinweise für die Verwendung von Normen im Regelwerk von Staat und Unfallversicherungsträgern. mehr
In jüngster Zeit ist festzustellen, dass sich die Normung zunehmend neuen Themen fernab der klassischen technischen Produkte zuwendet. Welchen Konsequenzen hat dies für den Arbeitsschutz? Sollte alles genormt werden, was normbar scheint? Daniela Tieves-Sander und Eckhard Metze leiten die Sozialpartnerbüros in der KAN-Geschäftsstelle und erläutern die Positionen der Gewerkschaften bzw. der Arbeitgeber. mehr
Arbeitnehmern dürfen nur Arbeitsmittel zur Benutzung bereitgestellt werden, wenn sie Schutz vor unzulässigen Gefährdungen gewährleisten. Für viele dieser Arbeitsmittel werden die Anforderungen für die CE-Konformität in harmonisierten Normen konkretisiert. Je stärker sich die Betreiber in der Normung engagieren, umso praxisnaher sind die Normen und umso effizienter können sichere Arbeitsmittel beschafft werden. mehr
Themen
Das Stichwort „Qualität der Arbeit“ ist zurzeit in aller Munde. Das Arbeitsschutznetzwerk EUROSHNET lädt dazu ein, anlässlich seiner 5. Europäischen Konferenz vom 14.-16. Oktober in Sevilla zu diskutieren, welche Herausforderungen damit für Normung, Prüfung und Zertifizierung im Arbeitsschutz verbunden sind. mehr
Wie können Konstrukteure bei der Gestaltung von Maschinen dazu angeregt werden, ergonomische Erkenntnisse anzuwenden, und welchen Beitrag kann die Normung dazu leisten? Was überzeugt Einkäufer, eine Maschine zu bestellen, die besser an die Bedürfnisse der Anwender angepasst ist? Die KAN setzt hierfür auf Beispiele guter Praxis, von denen sie einige in einer Studie hat ermitteln lassen. Im März fiel der Startschuss für ein Webportal, in dem die Beispiele präsentiert werden. mehr
In Europa hat sich der Weg einer europäischen Harmonisierung von Rechtsvorschriften, Normen und Konformitätsbewertungsverfahren bewährt. Für die Verhandlungen zur Transatlantischen Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP) scheint für viele dagegen statt einer Harmonisierung eine gegenseitige Anerkennung verlockend. Bei genauem Hinsehen ist dieser Ansatz jedoch problematisch. mehr
Special
Im EU-Amtsblatt wird in Kürze ein Warnhinweis zur Norm EN 474-1 zur Sicherheit von Erdbaumaschinen veröffentlicht. Damit gilt deren Vermutungswirkung dann nicht mehr für die Anforderungen der Maschinenrichtlinie zur Sicht vom Fahrerplatz aus. Parallel wurde auf Anregung der europäischen Marktüberwachung eine kurzfristige Änderung der Norm ISO 5006 (Sichtfeld an Erdbaumaschinen) beschlossen. mehr
Kohlenmonoxid (CO)-Emissionen von Fahrzeugen und mobilen Maschinen können lebensgefährlich sein, wenn diese in schlecht belüfteter Umgebung verwendet werden. Mit Flüssiggas (LPG) betriebene Motoren emittieren üblicherweise weniger CO als mit Benzin oder Diesel betriebene. Voraussetzung für ausreichend niedrige Expositionen sind jedoch Motoren, deren Emissionen dem Stand der Technik entsprechen. Dieser muss sich in den Normen erst noch niederschlagen. mehr
Jedes Jahr ereignen sich an Ballenpressen und Verdichtern schwere Unfälle, meist ausgelöst dadurch, dass Bediener in die Presskammer greifen oder fallen. So waren mehrere tödliche Unfälle zu verzeichnen, bei denen Personen von der Pressplatte oder Verdichtungseinheit erdrückt wurden. Drei europäische Normen wurden nun erarbeitet, um die sichere Gestaltung dieser Maschinen auf dem europäischen Markt zu fördern und dadurch die Zahl der Unfälle zu senken. mehr
Themen
Seit 1991 regelt das Wiener bzw. Dresdner Übereinkommen die Zusammenarbeit zwischen ISO und CEN sowie zwischen IEC und CENELEC. Ziel ist es, Normen vorzugsweise auf internationaler Ebene zu erarbeiten und durch parallele Abstimmungsverfahren möglichst gleichzeitig auch auf europäischer Ebene zu verabschieden. Dies und der zunehmende, auch politisch motivierte Zeitdruck machen es schwieriger, einen für alle tragbaren Konsens zu finden. mehr
Innovative Bereiche erfordern auch neue Normen. Die Themen passen jedoch oft nicht in die vorhandenen Normungsstrukturen. In diesen Fällen müssen dann je nach Thema bei ISO, CEN oder DIN neue Normenausschüsse gegründet werden. Für den Arbeitsschutz und andere interessierte Kreise ist es wichtig, von Anfang an beteiligt und über die Einflussmöglichkeiten informiert zu sein. Das Beispiel Biotechnologie verdeutlicht Abläufe und auch Hürden. mehr
Im August 2014 fand in Frankfurt der XX. Weltkongress für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit statt: 3980 Gäste aus 143 Ländern, 600 Vortragende, 205 Präsentationen, vier Einführungsvorträge, sechs Fachveranstaltungen, 30 Symposien, mehr als 200 Präsentationen im Forum für Prävention, zusätzlich mehr als 250 Poster, 290 Beiträge aus 33 Ländern im Medienfestival (IMFP), eine Ausstellung im Freigelände, 18 Fachexkursionen – so weit die Fakten. mehr
Special
In der EU müssen Arbeitsmittel und Verbraucherprodukte in der Regel nicht behördlich geprüft oder zugelassen sein, bevor sie verkauft werden dürfen. Es wird grundsätzlich darauf vertraut, dass Wirtschaftsakteure nur Produkte auf den Markt bringen, die mit den Vorschriften übereinstimmen. Dieser europäische Ansatz des freien Warenverkehrs kann langfristig aber nur Erfolg haben, wenn es eine funktionierende Marktüberwachung gibt. mehr
Arbeitnehmer und Arbeitgeber sollten sich eigentlich darauf verlassen können, dass Arbeitsmittel sicher und ergonomisch gestaltet sind, wenn sie die CE-Kennzeichnung gemäß einer europäischen Produktrichtlinie/-verordnung tragen. Leider ist dies nicht immer der Fall: Jahr für Jahr sind unsichere Arbeitsmittel und Verbraucherprodukte im Handel zu finden und mehrere Dutzend Rückrufe sowie über hundert Behördenmeldungen zu registrieren. Kontrollen sind also unverzichtbar.  mehr
Für zahlreiche Produkte sehen gesetzliche Regelungen Prüfungen und Konformitätsbewertungsverfahren vor. Doch wer prüft eigentlich die Prüfer? Im Bereich des Produktsicherheitsgesetzes übernimmt diese Aufgabe die Zentralstelle der Länder für Sicherheitstechnik (ZLS). Ihr Leiter Hans-Georg Niedermeyer stellt uns im Interview seine Institution vor.  mehr
Themen
Menschen und Roboter sollen künftig enger zusammenarbeiten. Die Aufhebung der bisher aus Sicherheitsgründen üblichen räumlichen Trennung soll es ermöglichen, Arbeit zu erleichtern und ergonomischer zu gestalten. Auch mit hochmoderner Steuerungstechnik kann es aber zu ungewollten Zusammenstößen zwischen Personen und Robotern kommen, die sich einen Arbeitsbereich teilen. Für diese Fälle muss sichergestellt sein, dass die gesundheitlichen Folgen vernachlässigbar bleiben.  mehr
Laborabzüge sollen Beschäftigte unter anderem vor Gefahrstoffen bei der Arbeit schützen. Die Leistung einzelner Abzüge ist allerdings in bestimmten Situationen unbefriedigend, obwohl sie normkonform sind. Die Normung muss hier nachbessern: Eine laborübliche Lüftungssituation darf die Sicherheit von Abzügen und anderen lufttechnischen Sicherheitseinrichtungen nicht gefährden. Hier gilt das Primat der Personensicherheit!  mehr
Nach einer internationalen Karriere in der Industrie war Philippe Jandrot ab 1997 bei der französischen Krankenversicherung für Arbeitnehmer (CNAMTS) tätig und wechselte 2000 zum Nationalen Institut für Forschung und Sicherheit (INRS). Seit 2003 war er dort Direktor für Prävention und leitete in dieser Funktion sämtliche Aktivitäten des INRS zur Umsetzung von Präventionserkenntnissen und -maßnahmen in die Praxis. Er geht am 1. Oktober 2014 in Ruhestand. mehr
Special
Selten ist ein Thema so kontrovers diskutiert worden, wie die Verhandlungen zur Transatlantischen Handels- und Investitionspartnerschaft, kurz TTIP. Verständlich, schließlich geht es im Wesentlichen um den Abbau der Handelshemmnisse jenseits von Zöllen, also unter anderem um die Schaffung gemeinsamer Normen. Was das für den Arbeitsschutz bedeuten könnte, war ein Thema der KAN-Strategiekonferenz anlässlich ihres 20-jährigen Bestehens. mehr
Sozialpolitik in Europa – ein teurer Spaß auf Kosten des Wettbewerbs? Oder ist ein sozialer Ausgleich unerlässlich, um das Wachstum zum Wohle aller zu fördern? Welche Rolle spielt die Normung in einem sozialen Europa? Sozialpolitische Experten des EU-Parlaments, der Arbeitgeber und Arbeitnehmer sowie des Staates debattierten hierüber am 26. März 2014 in der KANKonferenz „Wieviel Politik braucht die Normung?“. mehr
Am 25. März 2014 haben in Bonn die französischen Arbeitsschutzinstitutionen EUROGIP und INRS und die KAN eine gemeinsame Erklärung zur Normungspolitik im Bereich des Arbeitsschutzes unterzeichnet. Darin sind die Grundsatzpositionen zu aktuellen normungspolitischen Entwicklungen niedergelegt, die den unterzeichnenden Institutionen als Orientierung für das weitere gemeinsame Engagement in der Normung dienen sollen. mehr
Themen
Seit Anfang dieses Jahres ist das System der CEN/CENELEC-Consultants ausgesetzt. Die europäischen Normungsorganisationen und die Europäische Kommission konnten sich bisher nicht über die Fortführung des Rahmenabkommens über ihre Zusammenarbeit einigen, zu dem auch die Vereinbarungen zu den Consultants gehören. Damit fehlt ein wichtiger Baustein in der Qualitätssicherung für harmonisierte europäische Normen. mehr
Harmonisierte Normen, die die Konformitätsvermutung auslösen, werden von den europäischen Normungsorganisationen auf der Grundlage eines Auftrags der Europäischen Kommission erstellt. Solche Aufträge, Normen oder normenähnliche Dokumente zu erarbeiten, werden auch als Mandate bezeichnet. Nach welchem Verfahren die Kommission diese Aufträge zu erteilen hat, ist ausführlich in der EU-Verordnung 1025/2012 geregelt. mehr
Die fachliche Arbeit des DIN ist in über 70 Normenausschüsse aufgeteilt – von A wie Armaturen über I wie Informationstechnik, M wie Maschinenbau bis hin zu W wie Werkzeuge. Was passiert jedoch, wenn ein Thema zur Normung ansteht, das zu keinem der vorhandenen Normenausschüsse passt? Auch wenn dieser Fall nicht sehr häufig vorkommt, gibt es für die Einrichtung neuer Normenausschüsse feste Regeln und Vorgehensweisen.  mehr
Special
„Die Mitgliedstaaten treffen geeignete Maßnahmen, um den Sozialpartnern auf nationaler Ebene eine Einflussnahme auf die Erarbeitung und Weiterverfolgung harmonisierter Normen zu ermöglichen“ – so steht es seit 1989 in der europäischen Maschinenrichtlinie. Mit ein Grund, wenn nicht sogar der Grund, für die Gründung der KAN am 11. Februar 1994. Geschäftsstellenleiter Karl-Josef Thielen sprach mit Vertretern der KAN-Kreise über die Bedeutung und Rolle der KAN. mehr
Bei der Gründung vor 20 Jahren war schon die KAN eine Besonderheit: eine eigene Einrichtung, um den Einfluss der traditionell in der Normung schwach vertretenen Sozialpartner zu erhöhen. Unterstützt wurde dieses Anliegen dadurch, dass Arbeitnehmer und Arbeitgeber eigene Büros innerhalb der KAN-Geschäftsstelle erhielten. Das Arbeitnehmerbüro ist seither eine Anlaufstelle für Gewerkschaften und Beschäftigte – spezialisiert auf „Arbeitsschutz und Normung“. mehr
Die KAN hat ihren Internetauftritt überarbeitet: www.kan.de erscheint nun in modernem Design und mit neuem Aufbau. Denn nicht nur Normen, sondern auch Internetseiten müssen immer wieder an den Stand der Technik angepasst werden. Unsere Inhalte kommen jetzt wesentlich benutzerfreundlicher auf Ihrem Computer oder Ihrem Smartphone an. mehr
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Je nach verwendeten Materialien und den beim Herstellungsverfahren eingesetzten Stoffen kann persönliche Schutzausrüstung (PSA) Schadstoffe enthalten. Die aktuelle Binnenmarkt-Richtlinie 89/686/EWG und der EU-Verordnungsentwurf zu PSA, der in Kürze veröffentlich wird, verlangen, dass die Ausgangswerkstoffe oder ihre möglichen Zersetzungsprodukte keine schädlichen Auswirkungen haben dürfen. Doch unter welchen Bedingungen ist diese Unschädlichkeit erfüllt? mehr
Biologisch wirksame Beleuchtung ist eine Art der künstlichen Beleuchtung, die dem natürlichen Licht nachempfunden ist. Insbesondere durch die Variation der Farbtemperatur soll die Beleuchtung zu einer sicheren, gesunden und produktiven Arbeitsstätte beitragen. Arbeitsschutzexperten sind jedoch noch zurückhaltend, wenn es um die verbindliche Regelsetzung geht. Denn es gibt auch Risiken, und Langzeitstudien sind bisher nicht verfügbar. mehr
Jean Jacques ist seit dem Jahr 2000 CEN-Consultant für Lärm (Maschinenrichtlinie) und blickt auf 35 Jahre Tätigkeit beim französischen Arbeitsschutzinstitut INRS zurück, zunächst im Schall-Labor, dann im Bereich Normung. In seinem Berufsleben hat er einige wichtige Punkte ausgemacht, die verbessert werden müssten, damit Produkte sicherer werden und der Arbeitsschutz in der Normung besser zur Geltung kommt. mehr
Special
Das Europäische Komitee für Normung - CEN - arbeitet zur Zeit an einer umfassenden Neuorganisation seiner Struktur. Die KAN begrüßt den Ansatz des CEN, die europäische Normung zu optimieren und effizienter zu gestalten.
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Regelungen der europäischen Gemeinschaft, die den Arbeitsschutz betreffen, werden überwiegend von zwei Artikeln des EG-Vertrags bestimmt

Welche Informationsquellen stehen derzeit zur Verfügung?
In zahlreichen Einsprüchen zu europäischen Normvorhaben hat die KAN nachhaltig darauf hingewiesen, dass der betriebliche Arbeitsschutz im Grundsatz nicht in Europäischen Normen behandelt werden sollte.
Nachdem auf dem Qualitäts- und Umweltsektor betriebsorganisatorische Prozesse international genormt worden sind (ISO 9000ff., ISO 14000ff.), kam der Gedanke auf, auch das Management des betrieblichen Arbeitsschutzes zu normen.
Die entstehenden Euröpäischen Normen zur Biotechnologie werden auch für den Arbeitsschutz große Bedeutung haben. Daher soll in mehreren Folgen des KANBrief über Hintergrund und Inhalt des Normenpakets berichtet werden.
Special
Von den Arbeitsschutzinstitutionen der EU-Mitgliedstaaten wird oftmals darauf hingewiesen, daß die Berücksichtigung von Gesundheitsgefährdungen wie Lärm, Vibrationen, Strahlungen und Gefahrstoffe in Europäischen Sicherheitsnormen gegenüber der Verhinderung klassischer Unfallursachen zurücktritt.
Themen

Interview mit Jean-Paul Lacore, INRS

Unter Lärmgefährdung werden Gesundheitsgefahren wie lärmbedingte Hörminderungen und erhöhte Unfallgefahren, zum Beispiel durch das Nichthören von Warnsignalen, verstanden.

Die Maschinenrichtlinie 89/392/EWG fordert vom Hersteller, Gesundheitsgefährdungen durch Vibrationen zu minimieren. Ganzkörper-Schwingungen von mobilen oder stationären Maschinen gefährden vor allem die Lendenwirbelsäule. Hand-Arm-Schwingungen gefährden beim Umgang mit vibrierenden Handgeräten die Handgelenke sowie die Durchblutung der Finger.
Die KAN bündelt die Meinungen der in Deutschland für den Arbeitsschutz zuständigen Stellen zu allen Fragen der arbeitsschutzbezogenen Normung. Dies ermöglicht eine wirkungsvolle Einflußnahme auf die europäische und internationale Normungsarbeit.
Für den Arbeitsschutz spielen die Richtlinien im Bereich der Artikel 100/100a und 118a EG-Vertrag und ihre nationalen Umsetzungen eine wichtige Rolle. Wo aber findet man Informationen hierzu?
Die zunehmende Globalisierung der Märkte ist eines der bestimmenden Themen unserer Zeit. In der Normung ist daher zu beobachten, wie sich die Arbeiten immer deutlicher von der europäischen auf die internationale Ebene verlagern.
Checkliste „EU-Memorandum“ für internationale und europäische Norm- Entwürfe vor Einsetzen des europäischen Abstimmungsverfahrens.
Special
Verschiedene Binnenmarktrichtlinien fordern vom Hersteller die ergonomische Gestaltung seiner Produkte. Da mit der Neuen Konzeption die Konkretisierung der grundlegenden Anforderungen für Sicherheit und Gesundheit der Normung übertragen wurde, muß die Europäische Normung die Prinzipien der ergonomischen Gestaltung definieren.

Der CEN-Rapporteur für Maschinensicherheit und Geschäftsführer des Normenausschuß Maschinenbau, Herr Riekeles, hat eine Liste von im CEN/TC 122 erarbeiteten Normen zusammengestellt, die seiner Meinung nach für die Konstruktion von Maschinen unmittelbar hilfreich sind

Interview mit Herrn W. Schultetus, Vorsitzender DIN/FNErg

Themen
Der größte Teil der Normen zur Bildschirmarbeit wird auf internationaler Ebene im ISO/TC 159 „Ergonomie“ erstellt. Besonders wichtig sind die Normen und Norm-Entwürfe der Reihe ISO 9241 „Ergonomische Anforderungen für Bürotätigkeiten mit Bildschirmgeräten“.
Das EG-Recht fordert für die im europäischen Binnenmarkt gehandelten Produkte ein hohes Sicherheitsniveau. Diese Zielvorgabe wird mit den allgemeinen Sicherheitsanforderungen der EG-Binnenmarktrichtlinien für die im Anwendungsbereich festgelegten Produkte umgesetzt und in dazugehörenden Harmonisierten Europäischen Normen konkretisiert.
Eine wesentliche Aufgabe der Kommission Arbeitsschutz und Normung (KAN) besteht darin, die Vertreter des deutschen Arbeitsschutzes in der europäischen und internationalen Normung zu unterstützen (vgl. KANBRIEF 2/98).
Special
Persönliche Schutzausrüstungen (PSA) sind wesentliche Bausteine des betrieblichen Arbeitsschutzes. Sie sollen den Benutzer vor gesundheitlichen Risiken bei der Ausführung seiner Tätigkeit schützen. Sie sind besonders dann wichtig, wenn trotz des Ergreifens geeigneter technischer/ organisatorischer Maßnahmen nicht alle Gefährdungen für die Beschäftigten ausgeschlossen werden können bzw. wenn spezielle Tätigkeiten durchzuführen sind, bei denen eine Belastung trotz des Einsatzes von Präventionsmaßnahmen nicht vermieden werden kann.
Wenn PSA nicht benutzt werden, liegt dies oft an der falschen Auswahl. Gerade kleine und mittlere Unternehmen (KMU) benötigen hier Leitfäden, die die branchentypischen Gefährdungen und Arbeitsbedingungen berücksichtigen.
Zur Konkretisierung der PSA-Produktrichtlinie (89/686/EWG) werden auch Normen mit Anforderungen an PSA für den Bereich „Risiken der Elektrizität“ im CENELEC/TC 781 erarbeitet. Der Schutz gegen elektrische Gefährdungen umfaßt in diesem Zusammenhang
Themen
Unabhängig von seiner Größe sollte jedes Unternehmen, das die Chancen des europäischen Binnenmarktes nutzen möchte, die für seine Produkte einschlägigen Normen kennen. Dazu gehören in erster Linie Produktnormen mit sicherheitstechnischen Anforderungen, aber auch solche zu Meßoder Prüfverfahren im Bereich des betrieblichen Arbeitsschutzes.
Wer auf europäischer oder internationaler Ebene in der Normung tätig ist, kommt um das Thema Fremdsprachen nicht herum. Diskussionen wollen mitverfolgt werden, Reaktionen müssen schnell und verständlich erfolgen, Normentwürfe und Stellungnahmen sind zu übersetzen. Wir stellen in dieser Ausgabe themenübergreifende Quellen vor, die Ihnen im Normungsalltag behilflich sein können.

Zur Zeit nimmt die Erstellung einer Europäischen Norm (EN) durch CEN im Durchschnitt mehr als sechs Jahre in Anspruch1. Auf die Forderung der Marktteilnehmer, Normen mit hoher Qualität innerhalb kürzerer Zeiträume zu erstellen, reagierte CEN mit einer umfassenden Umstrukturierung (vgl. KANBRIEF 1/98). Deren Ziel ist es, das europäische Normungsverfahren zu optimieren und effizienter zu gestalten. So soll zum Beispiel die Erarbeitungszeit von Normen verkürzt werden, was von der KAN ausdrücklich begrüßt wird.

Special
Im November 1997 forderte die dänische Regierung eine höhere Effizienz der Europäischen Normung zur Verwirklichung des Binnenmarktes. Damit gab sie den Anstoß zu einer intensiven Diskussion über die Grundsätze der europäischen Normungspolitik auf allen politischen Ebenen.
Die KAN hat zu den zentralen Aspekten der Diskussion auf europäischer Ebene über die Normungspolitik Position bezogen und zehn Grundsätze aus Sicht des Arbeitsschutzes formuliert. Im folgenden seien einige Aussagen hervorgehoben. Der vollständige Text liegt diesem KANBRIEF als Faltblatt im Innenteil bei.

Interview mit Herrn C. Brekelmans, stellvertretender Leiter des Referates „Normung”

Themen

Im Zuge der Diskussion um Effizienzsteigerung in der Normung haben europäische und internationale Normungsorganisationen neue Typen von Normungsdokumenten unterhalb der Normenebene entwickelt (siehe Tabelle Seite11). Diese sollen den veränderten Anforderungen des Marktes gerecht werden und grundsätzlich nur technische Festlegungen enthalten. Sie sind vor allem für Bereiche bestimmt, die wie zum Beispiel die Informationstechnik durch sehr kurze Produktzyklen gekennzeichnet sind.

Arbeitsplätze der Abfall-, Land- und Forstwirtschaft sowie des Gartenbaus, in denen mit keimbelasteten Materialien wie Kompost, Heu oder Sägemehl umgegangen wird, bergen für die Arbeitnehmer gesundheitliche Risiken. Vor allem durch verschiedene Schimmelpilze und Bakterien in der Luft kann bei den Arbeitern eine allergische Lungenerkrankung, die exogenallergische Alveolitis (EAA), ausgelöst werden. Diese ist als Berufskrankheit 4201 anerkannt.

Die richtige Übersetzung von modalen Hilfsverben ist ebenso wichtig wie schwierig. Darf, kann, sollte, soll oder muß man etwas tun; wie übersetzt man „shall”, und was ist der Unterschied zwischen dem englischen „must” und dem deutschen „muß”? Heißt das französische „peut” nun „dürfen” oder „können” oder beides? Je nach Textsorte und Kontext können unterschiedliche Übersetzungen möglich sein.

Das World Wide Web (WWW) ist der Teil des Internets, in dem zahlreiche Informationen öffentlich zugänglich gemacht werden. Immer mehr dient es aber auch dem gezielten Austausch von Dokumenten unter den Mitgliedern fest umrissener Zielgruppen.

Special

Ohne Zweifel gehört die Maschinenrichtlinie (98/37/EG) zu den wichtigsten Richtlinien im Geltungsbereich der „Neuen Konzeption”. Mit ihrer Veröffentlichung im Jahre 1989 wurde für den Maschinensektor die Grundlage für den freien Warenverkehr innerhalb des europäischen Binnenmarktes geschaffen. Hersteller beziehungsweise die von ihnen in der Gemeinschaft niedergelassenen Bevollmächtigten dürfen danach nur solche Produkte in Verkehr bringen, die den Anforderungen aus Anhang I der Richtlinie entsprechen.

DIN EN 1501-1 Abfallsammelfahrzeuge
Interview mit Herrn Riekeles
Themen

Ausschnitt aus der Rede des Vorstandsvorsitzenden des Vereins zur Förderung der Arbeitssicherheit in Europa, Herrn Kleinherne, vor der Mitgliederversammlung 1/99 am 27. Mai 1999 in Koblenz.

Um internationale Normen für den Abbau technischer Handelshemmnisse im Sinne des WTO/TBT-Übereinkommens nutzen zu können, hat die KAN die Schaffung internationaler Äquivalente zu den grundlegenden Sicherheits- und Gesundheitsanforderungen der EG-Richtlinien angeregt (vgl. KANBRIEF 1/99).

Im Vertrag zwischen der Bundesregierung und dem DIN vom 5. Juni 19751 hat sich das DIN verpflichtet, bei seiner Normungsarbeit das öffentliche Interesse zu berücksichtigen. Dieser Verpflichtung kommt das DIN unter anderem dadurch nach, daß Sitze in den Lenkungsgremien eingeräumt, behördliche Stellen beteiligt und Normungsanträge, die im öffentlichen Interesse liegen, bevorzugt behandelt werden.

Die EN 441 beschäftigt sich mit den technischen Anforderungen an Verkaufskühlmöbel. Dies sind Truhen, Theken oder Schränke, aus denen gekühlte oder gefrorene Lebensmittel verkauft werden. Nach Herstellerauskunft sind solche Möbel als Maschinen einzustufen und müssen somit alle Anforderungen der Maschinenrichtlinie erfüllen, das heißt auch die ergonomischen Belange berücksichtigen.

Zunehmend werden bei der Herstellung von Arznei- und Lebensmitteln oder chemischen Produkten biologische Agenzien, wie lebende Zellen, Zellbestandteile oder gentechnisch veränderte Mikroorganismen, eingesetzt. Da diese Agenzien nicht immer ohne Risiko für Mensch und Umwelt sind, ist der Arbeitsschutz gefordert.
Special

Seit der Verabschiedung der ersten Sicherheitsbestimmung VDE 0100 vor über 100 Jahren haben sich die Rahmenbedingungen der Normung stetig gewandelt. Ihre Bedeutung für den Arbeitsschutz hat dabei kontinuierlich zugenommen. Insbesondere im Bereich der Elektrotechnik wurden Normen schon sehr früh in Gesetzen, Verordnungen und Unfallverhütungsvorschriften in Bezug genommen. Inzwischen wurden durch die EG-Rechtsetzung und das „Übereinkommen über technische Handelshemmnisse“ (TBT) der Welthandelsorganisation (WTO) neue Rahmenbedingungen für das Zusammenwirken von Arbeitsschutz und Normung fixiert.

Maschinen, von denen hauptsächlich Gefährdungen auf Grund von Elektrizität ausgehen, fallen laut Maschinenrichtlinie (98/37/EG; Art.1, Abs.5) in den Anwendungsbereich der Niederspannungsrichtlinie (73/23/EWG). Um zu entscheiden, ob die von der Maschine ausgehenden Gefährdungen vornehmlich elektrischer Natur sind, muss der Hersteller gemäß dem Leitfaden1 zur Niederspannungsrichtlinie (73/23/EWG) eine Risikobeurteilung2 durchführen. Hilfestellung erhält er dabei von der jeweiligen harmonisierten Produktnorm, bei deren Erarbeitung durch das Normungskomitee eine Risikobeurteilung durchgeführt und signifikante Gefährdungen identifiziert wurden.
Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung (BMA): Unterabteilung III c „Technischer Arbeitsschutz“
Themen
Der Arbeitsschutz hat keinen Bedarf an einer Managementnorm. Dies ist die unveränderte Position des KAN-Vorstands, der am 16. August 1999 die aktuellen Entwicklungen auf dem Gebiet der Arbeitsschutzmanagementsysteme (AMS) beraten hat.
Auf internationaler Ebene wurde auf den letzten Sitzungen von ISO/TC 159/SC 4 „Ergonomie der Mensch-System-Interaktion“ die Systematisierung der Normen für die Bildschirmarbeit (Normenreihe ISO 9241 „Ergonomische Anforderungen für Bürotätigkeiten mit Bildschirmgeräten“) diskutiert.

Arbeitgeber müssen ihren Beschäftigten sichere Arbeitsmittel zur Verfügung stellen. Seit Einführung der „Neuen Konzeption” werden Produktanforderungen in den Binnenmarktrichtlinien nach Artikel 95 EGVertrag (früher: Art.100a EGV) und deren nationalen Umsetzungen geregelt.

Immer mehr Menschen leiden an einer Allergie gegen Latexproteine. Diese basiert auf einer Überempfindlichkeitsreaktion des menschlichen Organismus gegenüber Proteinen aus der Milch des tropischen Gummibaumes (Naturkautschuklatex). Darüber hinaus können auch andere Gummiinhaltsstoffe, wie zum Beispiel Thiurame, allergische Reaktionen hervorrufen.

Special
Binnenmarkt- Richtlinien nach Art. 94/95 EG-Vertrag (früher Art. 100/100 a) fordern vom Hersteller, dass seine Produkte ein hohes Schutzniveau für den Benutzer aufweisen. Die notwendigen Informationen zum sicheren Umgang mit dem Produkt müssen dem Benutzer vom Hersteller in Form einer Betriebsanleitung zur Verfügung gestellt werden. mehr
Themen
Interview mit Herrn Karsten, Vorsitzender des Länderausschusses für Arbeitsschutz und Sicherheitstechnik (LASI)
Jedes Jahr werden in Deutschland 30 Millionen Tonnen Zement verarbeitet. Die meisten der 1,3 Millionen Beschäftigten des Baugewerbes haben mit Zement zu tun. Bei der unsachgemäßen Verarbeitung des Zements von Hand kann es zu einer chronischen Erkrankung der Haut, der „Maurerkrätze“, kommen. Jährlich wurden in Deutschland bisher ca. 300 Fälle von Maurerkrätze gemeldet, was bei den Berufsgenossenschaften der Bauwirtschaft ca. 70 Millionen DM Kosten verursacht hat – die Ausfallkosten bei den Unternehmen stellen zusätzlich ein Vielfaches davon dar.

Im KANBRIEF NR 2/99 haben wir darauf hingewiesen, dass in den europäischen Normvorhaben prEN 1726-11 und prEN 14592 die Kippstabilität von Flurförderzeugen beim Fahren nicht ausreichend behandelt ist. Durch den Vorbehalt der deutschen, französischen und italienischen Delegation im Ständigen Ausschuss (nach Artikel 6, Maschinen-Richtlinie 98/37/EG) wurden die Mitgliedstaaten von CEN aufgefordert, Änderungsvorschläge zu erarbeiten.

Um den internationalen und europäischen Normungsprozess zu beschleunigen, erscheint es auf den ersten Blick zweckmäßig, Norm-Entwürfe in nur einer Sprache auszuarbeiten und nicht in zweien (ISO / IEC) oder gar dreien (CEN / CENELEC). Normen könnten dann vermutlich etwas schneller auf den Markt gebracht werden, doch welche Auswirkungen hätte dies auf Qualität, Verständlichkeit und Anwenderfreundlichkeit?

Sind Arbeitsschutzexperten in der Normung der Auffassung, dass in einem Norm-Entwurf gegen grundlegende Interessen des Arbeitsschutzes verstoßen wird, dann sollten sie gegen das Dokument Einspruch erheben. Über die besondere Bedeutung der „geschlossenen Meinung des Arbeitsschutzes“ in diesem Zusammenhang wurde bereits berichtet. Berücksichtigt das nationale Normungsgremium dieses Votum nicht, kann der Einsprecher innerhalb eines Monats eine Schlichtung beim Vorsitzenden des entsprechenden DIN-Normenausschusses beantragen.

Die Beteiligung deutscher Experten an europäischen Normungsprojekten im Bereich persönlicher Schutzausrüstungen (PSA) ist aufgrund der fehlenden Finanzierung zukünftig in Frage gestellt. Bisher wurde der Arbeitsaufwand des DIN für die Betreuung der europäischen Normungsgremien im PSA-Bereich durch Hersteller, BGen, Anwender und EU-Mittel getragen. Da die EU-Mittel in Kürze auslaufen, ist die Finanzierung gefährdet.

Special
Lärmschwerhörigkeit ist die Berufskrankheit, auf die auch im Jahr 1998 die meisten anerkannten Versicherungsfälle zurückzuführen waren. Handlungsbedarf ergibt sich daraus auch für die Normung: Die Maschinenrichtlinie fordert vom Hersteller unter anderem die Minimierung der Gesundheitsgefährdungen durch Maschinenemissionen (Lärm, Vibrationen, Strahlung und gefährliche Stoffe). Über ein eventuelles Restrisiko muss der Benutzer informiert werden.
Zurzeit wird die Grundnorm für Maschinen EN 292 „Sicherheit von Maschinen” überarbeitet. Dabei soll auch die Anforderung aufgenommen werden, Kennwerte für die Emissionen anzugeben, die als signifikant eingestuft werden. Das Ziel ist, in maschinenspezifischen Normen Emissionswerte anzugeben, die den Stand der Technik wiedergeben.

Interview mit Jean-Paul Lacore und Jean R. Jacques, INRS

Themen
Der KANBRIEF (1/99 und 2/99) hat sich bereits ausführlich mit der Diskussion über die Grundsätze der europäischen Normungspolitik aus Sicht des Arbeitsschutzes befasst. Dabei wurden wesentliche Arbeitsschutzpositionen formuliert, von denen einige in der vor kurzem verabschiedeten Ratsentschließung Berücksichtigung fanden.
Um einen weltweiten Abbau technischer Handelshemmnisse zu fördern, ist es wichtig, internationale Normen unmittelbar und unverändert ins europäische Normenwerk zu übernehmen. Aus der besonderen Bedeutung Europäischer Normen für den EU-Binnenmarkt ergeben sich jedoch Rahmenbedingungen, die für internationale Normen nicht gelten.
Die Zahl der von deutschen Arbeitsschutz- Institutionen in die Normung entsandten Vertreter ist zurzeit rückläufig. Ein wesentlicher Grund für diese Entwicklung sind Zweifel daran, ob das Kosten-Nutzen- Verhältnis der Normungsmitarbeit für den Arbeitsschutz angemessen ist.

Das englischsprachige Informationssystem EISOSH (European Information System for Occupational Safety and Health) bietet unter www.eisosh.org kostenlos Informationen zum Thema Arbeitsschutz mit dem Schwerpunkt Persönliche Schutzausrüstung (PSA). Das System wurde unter der Federführung von FIOH (Finnish Institute of OH&S) zusammen mit dem BIA (Berufsgenossenschaftliches Institut für Arbeitssicherheit), dem INRS (Institut National de Recherche et de Sécurité) und dem Zentrum für Sicherheitstechnik der Bau-Berufsgenossenschaft Rheinland und Westfalen erstellt.

Special
Große Betriebe verfügen oft über die Mittel, eigene Abteilungen zu unterhalten, die sich mit der Sammlung und Auslegung der relevanten nationalen, europäischen und internationalen Normen beschäftigen. Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) dagegen vermissen häufig eine auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene, kostengünstige und gut zugängliche Informationsquelle über Normen.

Für KMU stellt die Beschaffung von präzisen und aktuellen Informationen zu Normen oft ein Problem dar. Eine Umfrage der KAN ergab, dass sich kleine und mittlere Unternehmen in Deutschland bei Normungsfragen oft direkt an das DIN wenden.

Interview mit Ass. jur. Dipl.-Verwaltungswirt Jörg Hagedorn

Themen

Eine Norm zum Thema „Arbeitsschutzmanagementsysteme” (AMS) wird bei ISO auf absehbare Zeit nicht in Angriff genommen. Der erneute Vorstoß, den das britische Normungsinstitut BSI Ende letzten Jahres gestartet hat, ist gescheitert. Ein wichtiger Erfolg für alle, die auf diesem Gebiet keine Norm wollen – darunter die deutschen, in der KAN zusammengeschlossenen Arbeitsschutzinstitutionen. Doch die Befürworter der Norm werden sich, das ist abzusehen, mit diesem Ergebnis nicht einfach abfinden.

Eine Untersuchung von europäischen Normen zu Landmaschinen hat ergeben, dass die Anforderungen der Maschinen-Richtlinie an Schutzeinrichtungen gegen Gefährdungen durch bewegliche Teile der Kraftübertragung (zum Beispiel Keilriemen- und Kettentrieben) zurzeit nach Ansicht des Arbeitsschutzes nicht immer ausreichend erfüllt werden.

Am 8. November 2000 richtet die KAN gemeinsam mit der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitmedizin (BAuA) und dem DIN-Normenausschuss Ergonomie einen Workshop zur Normung im Bereich der psychischen Belastung aus. Die Kritik, die sich bei der Übernahme von ISO-Normen als deutsche Normen entzündet hatte, soll bei dieser Veranstaltung aufgegriffen werden und in konstruktive Änderungs- und Formulierungsvorschläge für die weiteren Arbeiten an der Normenreihe einfließen.

Special

Hoch- und niederfrequente elektrische, magnetische und elektromagnetische Felder bilden neben der optischen Strahlung den zweiten Teilbereich der nichtionisierenden Strahlung (siehe Abbildung Seite 6). Während für die verschiedenen Gebiete der ionisierenden Strahlung (zum Beispiel Röntgenstrahlen) bereits sehr früh erste Schutzvorschriften erstellt wurden, blieb der Bereich der nichtionisierenden Strahlung relativ lange ungeregelt.

Im 1996 veröffentlichten KAN-Bericht 9 „Normung im Bereich der nichtionisierenden Strahlung” wurde ein erheblicher Bedarf an Normen im Teilbereich der elektrischen, magnetischen und elektromagnetischen Felder festgestellt. Die ersten Ergebnisse einer Aktualisierung der KANStudie zeigen, dass dieser Bedarf weiterhin besteht.

Unter dem Dach des Maison Européenne de la Protection Sociale ist die KAN jetzt auch in Brüssel unter folgender Adresse erreichbar:

Themen
Interview mit Herrn Marco Vigone
Europäischer Rechtsrahmen

Mit der zunehmenden Globalisierung der Märkte ist ein wachsendes Interesse der außereuropäischen Staaten an den grundlegenden europäischen Maschinennormen wie zum Beispiel EN 292 zu verzeichnen. Zehn Staaten in Asien haben die Mehrzahl dieser Europäischen Normen bereits in ihr nationales Normenwerk übernommen. Dies hängt damit zusammen, dass die europäische Normenstruktur im Bereich Maschinensicherheit auch für den internationalen Maschinenbau eine große Bedeutung hat.

In Normen werden nicht nur technische Anforderungen aufgeführt, sondern auch die zugehörigen Begriffe definiert. Problematisch wird es, wenn diese Festlegungen in den einzelnen Normen nicht übereinstimmen.

Die KAN ist auf der „Arbeitsschutz aktuell 2000” (11. – 13. Oktober 2000, Neue Messe München) am Treffpunkt Sicherheit in der BG-Welt (Halle B 0, siehe Abbildung) vertreten.

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Special
Im KANBRIEF 3/00 wurde im Zusammenhang mit elektromagnetischen Feldern bereits auf die Aktualisierung des KANBerichts 9 „Normung im Bereich der nichtionisierenden Strahlung” (11/96) hingewiesen. Teil 2 des überarbeiteten KAN-Berichts befasst sich mit der Normung im Bereich der optischen Strahlung.
Normungsbedarf für die Messung der Exposition
Themen
Gefahrstoffe kommen in fast allen Bereichen der Arbeitswelt zum Einsatz. Die davon ausgehenden Gesundheitsrisiken zu vermindern, ist nicht nur Ziel von Gesetzen und Verordnungen. Auch die Normung erfüllt hier wichtige Aufgaben.

Die Suche nach Normen mit Bezug zum Arbeitsschutz gestaltet sich in komplexen Systemen wie der DITR-Datenbank oder PERINORM (die umfangreichste elektronische Normen-Datenbank mit ca. 600.000 Dokumentennachweisen aus 17 Ländern) häufig schwierig. Oft sind arbeitsschutzrelevante Normen nur zu finden, wenn auch arbeitsschutzrelevante Stichwörter im Titel vorkommen und infolgedessen indiziert werden.

Die französische Sozialversicherung ist in verschiedene Einzelsysteme untergliedert, in denen jeweils bestimmte Arbeitnehmergruppen versichert sind. Etwa 70 % der Arbeitnehmer fallen in das so genannte allgemeine System für die Lohn- und Gehaltsempfänger in Industrie und Handel. Staatsbedienstete, Landwirte, Handwerker unter anderem gehören Sondersystemen an. Innerhalb des allgemeinen Systems gibt es vier Teilbereiche für „Krankenversicherung”, „Altersversorgung”, „Familienleistungen” und „Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten.”

Auf unserer Homepage (http://www.kan.de) informieren wir über Struktur, Aufgaben und Mitgliedsorganisationen der KAN und bieten dem Benutzer einen schnellen Zugriff auf aktuelle Informationen zum Themenbereich „Arbeitsschutz und Normung”. Per Mausklick können KAN-Berichte und Sonderdrucke kostenlos online bestellt werden. Sowohl KAN-Berichte wie auch der KANBRIEF sind im Volltext verfügbar, letzerer neuerdings auch im pdf-Format. Über Links erreicht man weitere Institutionen und Informationen zum Thema Arbeitsschutz und Normung.

Special

Mit dem Strukturwandel der Arbeit haben sich auch die bei der Arbeit entstehenden Belastungen gewandelt. Oftmals stehen nicht mehr körperlich schwere Arbeit oder andere physische Belastungen im Vordergrund, sondern zum Beispiel Zeitdruck oder Überforderung – also psychische Belastungen.

Die Normen über psychische Arbeitsbelastungen müssen anwenderfreundlicher werden, wenn sie ihre Zielgruppen, die für Arbeitsgestaltung Verantwortlichen, erreichen sollen. Das war das Hauptergebnis eines Workshops, den die KAN gemeinsam mit der BAuA und dem DIN-Normenausschuss Ergonomie unter dem Titel „Normung im Bereich der psychischen Arbeitsbelastung” im November 2000 ausgerichtet hat.

Themen

Interview mit Dipl.- Ing. Hartmut Müller

Zu dieser Thematik veranstaltete die KAN im November 2000 ein Kolloquium. Entscheidungsträger aus Wirtschaft und Verwaltung konnten sich aus erster Hand über die aktuelle Entwicklung im Bereich der internationalen Harmonisierung informieren.
Zentrale Sicherheitseinrichtung im Labor ist der Laborabzug. Seine Einsatzgebiete sind vielfältig, seine Schutzfunktionen äußerst wichtig. Neben dem Schutz vor Explosionen und vor Glassplittern muss er verlässlich gefährliche Dämpfe, Gase, Stäube und Aerosole zurückhalten. mehr

Die fortschreitende Globalisierung verlangt mit Nachdruck nach einem weltweiten Abbau von Handelshemmnissen. Das WTO/TBT-Übereinkommen hat die Bedeutung der internationalen Normung als effizientes Mittel zum Abbau von Handelshemmnissen in den Vordergrund gerückt.

Special

Um im Bereich der Niederspannung Elektrounfälle weiter zu reduzieren, sind regelmäßige Wiederholungsprüfungen und das Berücksichtigen von Verhaltensvorschriften unumgänglich. Sie sollten jedoch durch zusätzliche technische Maßnahmen ergänzt werden (siehe Interview Seite 5). Eine Arbeitsgruppe der KAN hat diese Problematik analysiert und einige Empfehlungen vorgelegt.

Beim Einsatz von ortsveränderlichen Betriebsmitteln wie Elektrowerkzeugen oder Verlängerungsleitungen ist es notwendig, Gefährdungen durch elektrischen Schlag weiter zu reduzieren. Bestimmte Geräte sollten zur Erhöhung des Schutzpegels mit portablen Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen, so genannten PRCD, in Verkehr gebracht werden, die bereits bei Fehlerströmen ΙΔN ≤ 30 mA die Stromversorgung unterbrechen.
Themen
Der Hersteller einer Maschine ist verpflichtet, eine Risikoanalyse für sein Produkt durchzuführen. Diese hat zum Ziel, die Risiken, die vom Produkt während der verschiedenen „Lebensphasen” ausgehen, zu bestimmen, zu bewerten und zu reduzieren. Die Risikominimierung erfolgt nach einer 3-Stufen-Methode:
Schon lange wird europaweit angestrebt, den Lärm von im Freien zu betreibenden Maschinen und Geräten zu begrenzen. So wurden bereits in der Vergangenheit die EG-Richtlinien für Rasenmäher und bestimmte Baumaschinen in deutsches Recht umgesetzt.
In der 61. Vollsitzung des Beratenden Ausschusses für Sicherheit, Arbeitshygiene und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz am 19.12.2000 in Luxemburg erklärte der Vertreter der Europäischen Kommission, dass eine Überarbeitung des seinerzeit von den Generaldirektionen III und V ausgearbeiteten Entwurfs eines Memorandums zur Rolle der Normung im Bereich des betrieblichen Arbeitsschutzes von der Kommission als nicht mehr erforderlich angesehen werde. Diese Position begründete er mit der Feststellung, dass inzwischen durch einschlägige Vereinbarungen die Rolle aller Beteiligten klar geregelt sei.
Special
Anfang des Jahres hat die Europäische Kommission einen Vorschlag zur Revision der EG-Maschinenrichtlinie vorgelegt. Wenn Rat und Parlament zustimmen, soll die geänderte Richtlinie ab 2006 angewendet werden.
Themen
Leitfäden sollen helfen, in der Fülle der Normen den Überblick zu bewahren. In diesem Sinn sind im Bereich der Ergonomie zwei Leitfäden entwickelt worden, die unterschiedliche Zielgruppen ansprechen.

Das TBT-Übereinkommen zur Beseitigung von Handelshemmnissen der WTO spielt in der aktuellen normungspolitischen Diskussion des Binnenmarktrats und der Europäischen Kommission eine wichtige Rolle. Internationalen Normen soll durch dieses Abkommen eine noch größere Bedeutung beigemessen werden als bisher.

Über 20 europäische Binnenmarktrichtlinien verweisen zur Konkretisierung auf harmonisierte Europäische Normen. Diese werden von privaten Normenorganisationen erstellt; ihre Anwendung bleibt freiwillig. Gleichzeitig besteht ein großes öffentliches Interesse an diesen Normen, da sie eine Konformitätsvermutung mit den entsprechenden Richtlinien auslösen und damit faktisch die Messlatte für das sicherheitstechnische Niveau festlegen. Diese Arbeitsteilung zwischen Gesetzgeber und Normung wird oft als Erfolgsstory bezeichnet. Kritik gibt es bisweilen an der „demokratischen Legitimation” der Normung. Wie können die Arbeitsschutzkreise und insbesondere die Behörden die Wahrung ihrer Interessen sicherstellen?
Special
In der europäischen Normung zum Schienenverkehr gibt es noch viel zu tun. Aus der Sicht des Arbeitsschutzes weist das Normenwerk für Eisen- und Straßenbahnen etliche Lücken auf.
Themen
Auf Initiative der KAN wurde ein Gutachten zur Normung im Bereich der Druckgeräterichtlinie (97/23/EG) erstellt, das auf der Grundlage der relevanten Dokumente und einer Befragung der beteiligten Kreise den aktuellen Stand der Normung analysiert.

Die Europäische Norm EN 12999 “Krane – Ladekrane” enthält Sicherheitsanforderungen für die Gestaltung, Berechnung und Prüfung von hydraulisch angetriebenen Ladekranen. Nachdem sie die Schlussabstimmung bei drei Enthaltungen (Deutschland, Portugal, Schweiz) erfolgreich passiert hatte, wurde die Norm am 8. März 2001 bei CEN ratifiziert.

Die Richtlinie (92/59/EWG) über die allgemeine Produktsicherheit ist seit 1992 auf europäischer Ebene rechtsgültig. Die Umsetzung erfolgte in Deutschland durch verschiedene Gesetze, unter anderem das Produktsicherheitsgesetz und das Gerätesicherheitsgesetz. Die Richtlinie gilt nur für Produkte, die von privaten Verbrauchern benutzt werden. Ihre Vorschriften greifen nur dann, wenn für das betreffende Produkt keine spezifischen Regelungen in Binnenmarktrichtlinien, wie zum Beispiel der Maschinenrichtlinie, vorliegen.

Special

Die Konferenz fand am 11./12. Oktober 2001 in der Berufsgenossenschaftlichen Akademie in Dresden statt. Veranstalter waren EUROGIP und INRS aus Frankreich und der HVBG sowie die KAN aus Deutschland. Die 150 Teilnehmer kamen aus 21 Staaten Europas, darunter auch sieben Staaten Mittel- und Osteuropas, die kurz vor dem Beitritt zur Europäischen Union stehen.

Im Rahmen der europäischen Konferenz “Normung, Prüfung und Zertifizierung – ein Beitrag zum Arbeitsschutz” wurde ein europäisches Netzwerk von Arbeitsschutzexperten initiiert, die in Normung, Prüfung und Zertifizierung tätig sind. In sechs Workshops berieten die Teilnehmer über Struktur und Arbeitsweise sowie über erste konkrete Themen, die das Netzwerk aufgreifen soll.
Themen
Das Flaggschiff der Europäischen Normung im Bereich der Maschinensicherheit ist nach wie vor die Norm EN 292 “Sicherheit von Maschinen – Grundbegriffe, allgemeine Gestaltungsleitsätze”. Die erste Ausgabe dieser zweiteiligen Norm, die die Strategie zur Risikominderung beschreibt, gibt es seit 1991. Zurzeit wird sie überarbeitet, verbunden mit der Zielsetzung, aus ihr gleichzeitig eine internationale Norm zu machen. mehr

Wer beruflich Kontakte mit dem Ausland pflegt, kann nicht immer darauf vertrauen, dass gedolmetscht wird. Bei internationalen Veranstaltungen ist meistens Englisch die Sprache der Wahl. Doch wie kann man seine Englischkenntnisse effektiv verbessern? “Learning by doing” ist sicherlich eine erfolgreiche Methode. Durch gezieltes Training und die Bewusstmachung bestimmter Mechanismen kann dieser Prozess wirkungsvoll unterstützt werden.

Special

Mit der 1996/1997 durchgeführten Studie “Normung im Bereich persönliche Schutzausrüstungen” (KAN-Bericht 12) war der Stand der europäischen Normung festgestellt und das erreichte Sicherheitsniveau analysiert worden. Vier Jahre danach hat die KAN erneut eine Studie zur Beurteilung der Normung von PSA vergeben, deren Ergebnisse nun vorliegen.

Die europäische Richtlinie 89/686/EWG mit ihren Änderungsrichtlinien 93/95/ EWG und 96/58/EG bildet die Grundlage für die Normung sowie für die Prüfung und Zertifizierung und somit für die CEKennzeichnung von PSA. Daher ist die Frage nach der Abdeckung der grundlegenden Anforderungen der Richtlinie in Bezug auf Gesundheitsschutz und Sicherheit durch Normen nicht nur für die Konzeption von PSA durch den Hersteller, sondern auch für die Konformitätsbewertung im Rahmen der Zertifizierung sowie für die Marktüberwachung von Bedeutung.

Themen
Leitungsroller, die gemeinhin auch als Kabeltrommeln oder Kabelroller bezeichnet werden, werden sehr häufig von Marktüberwachungsbehörden beanstandet. Insbesondere Leitungsroller mit einer abnehmbaren, flexiblen Leitung stellen ein Problem dar, da sie nicht in den Anwendungsbereich der EN 61242 fallen und besonders häufig mit nicht akzeptabler Sicherheitstechnik in Verkehr gebracht werden.
Der praxisnahe Blickwinkel der Benutzer kommt bei der Diskussion um Sicherheit und Gesundheitsschutz häufig zu kurz. Obwohl die Maschinen-Richtlinie von Anfang an die Einbindung der Sozialpartner in die Normung zur Pflicht erhoben hat, bleiben bisher viele Möglichkeiten ungenutzt. Ein innovatives Projekt aus Italien zeigt neue Wege auf.
Die neu gefasste Richtlinie über die allgemeine Produktsicherheit trat am 15. Januar 2002 in Kraft und muss von den Mitgliedstaaten bis zum 15. Januar 2004 in nationales Recht umgesetzt werden (wir berichteten im KANBRIEF 4/01). Eine Arbeitsgruppe hat nun aus Sicht des Arbeitsschutzes Prioritäten für die Normung zur Richtlinie vereinbart.
Special

Die Marktüberwachung ist ein Instrument, um die Einhaltung der EG-Richtlinien beim Inverkehrbringen von Waren zu kontrollieren. Diese Aufgabe wird in Deutschland von den Arbeitsschutzverwaltungen der Länder wahrgenommen. Da EG-Richtlinien nach dem neuen Ansatz nur sehr grundlegende sicherheitstechnische Anforderungen enthalten, kommt den harmonisierten europäischen Normen eine entscheidende Rolle bei der Marktüberwachung zu.

Technische Produkte für den europäischen Markt müssen Verbrauchern und Arbeitnehmern eines garantieren: Sicherheit – ohne Wenn und Aber. Aufgabe der Marktüberwachungsbehörden ist es, die Einhaltung der sicherheitstechnischen Anforderungen zu überprüfen. Was jedoch fehlt, ist ein leistungsfähiges System für einen europaweiten Informationsaustausch zwischen den Behörden, die Inspektionen durchführen.
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Die gezielte Recherche nach Normen mit Bezug zum Arbeitsschutz gestaltet sich auf Grund der großen Anzahl bestehender Normen und der fehlenden Suchmöglichkeit nach Arbeitsschutzaspekten sehr schwierig. NoRA soll hier Abhilfe schaffen und eine komfortable Auswahl der benötigten Dokumente ermöglichen.

Das Anheben und Bewegen zu schwerer Lasten durch Fahrzeugkrane soll eine eingebaute Überlastsicherung verhindern. Spricht diese an, kann der Kran keine Bewegungen mehr ausführen, die seine Stabilität weiter herabsetzen. In der Praxis erscheint dies manchmal hinderlich, und die Versuchung ist groß, die Sicherheitseinrichtung kurzerhand außer Kraft zu setzen. So kann es zu schweren Unfällen durch das Umstürzen mehrerer Tonnen schwerer Krane kommen.
Die Richtlinie 73/23/EWG besteht seit 1973 und wurde bisher nur im Hinblick auf die CE-Kennzeichnung durch die Richtlinie 93/68/EWG geändert. Die Europäische Kommission möchte sie nun überarbeiten. Das vordringliche Anliegen ist dabei nicht, die Anforderungen der Richtlinie zu verschärfen, sondern ihre Bestimmungen zu verdeutlichen und die Abgrenzung zu anderen Richtlinien zu klären. Ein Ad-hoc-Arbeitskreis des ständigen Ausschusses zur Niederspannungsrichtlinie hat Anfang Juli ein erstes Diskussionspapier vorgelegt.
Special

Eine wichtige Tendenz in der Weltwirtschaft ist das Wachstum des Dienstleistungssektors, der laut WTO bereits einen Anteil von 60 % am Weltbruttosozialprodukt hat. Der Handel mit Dienstleistungen hingegen spielt mit einem Anteil von 20 % noch eine untergeordnete Rolle. Um die wichtigsten Rahmenbedingungen für den internationalen Austausch von Dienstleistungen festzulegen, hat die WTO daher 1995 das “General Agreement on Trade in Services (GATS)” verabschiedet. Globalen Dienstleistungsstandards wird hierin eine besondere Bedeutung zugemessen.

Bedingt durch die europäische Integration und die zunehmende Globalisierung der Märkte ist davon auszugehen, dass grenzüberschreitende Dienstleistungen an Bedeutung gewinnen werden. So verfolgt die Welthandelsorganisation mit dem WTOGATS- Abkommen das Ziel, den freien Verkehr von Dienstleistungen zu erleichtern. An mehreren Stellen des Abkommens wird auf “technische Normen” beziehungsweise “internationale Normen” verwiesen. Eine Studie der KAN soll nun klären, wo die Grenzen der Behandlung von Arbeitsschutzaspekten in Dienstleistungsnormen liegen.

Themen

Anfang 2003 steht www.euroshnet.org zur Verfügung – die Website des Netzwerks europäischer Arbeitsschutzexperten, die in Normung, Prüfung, Zertifizierung oder angewandter Forschung tätig sind. Neben einem öffentlich zugänglichen Bereich mit Informationen zu EUROSHNET (European Occupational Safety and Health Network) bietet ein geschlossener Bereich die Möglichkeit zur Diskussion arbeitsschutzrelevanter Themen. Die Kommunikationsplattform soll die Kontaktaufnahme und den Informationsaustausch zwischen Arbeitsschutzexperten erleichtern.

Ein Hauptziel der Arbeit der KAN ist, die Meinung des Arbeitsschutzes zu koordinieren und als abgestimmte Meinung der für den Arbeitsschutz zuständigen Kreise in die Normungsarbeit des DIN auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene einzubringen.

Special

Sicherheitstechnische Normung im nicht - harmonisierten Bereich hat nur noch in einem mittlerweile schmal gewordenen Korridor zwischen zahlreichen produktspezifischen EG-Richtlinien und der Richtlinie zur Allgemeinen Produktsicherheit eine verwaltungsrechtliche Bedeutung. Innerhalb dieses Korridors greifen in Deutschland die allgemeinen Anforderungen des Gerätesicherheitsgesetzes (GSG). Wegen der überragend weiten Anwendungsgebiete etwa der EG-Richtlinien für elektrische Betriebsmittel, für Maschinen oder PSA musste dieses Segment historisch zunehmend schrumpfen.

Harmonisierte Normen sind eine unverzichtbare Orientierungshilfe für Hersteller und Marktüberwachungsbehörden. Die durch die Anwendung geeigneter harmonisierter Normen ausgelöste Konformitätsvermutung stellt ein wesentliches Element des Binnenmarktes dar. Damit Hersteller und Marktaufsichtsbehörden davon ausgehen können, dass die Anwendung harmonisierter Normen eine gewisse Rechtssicherheit auslöst, müssen bestimmte Bedingungen erfüllt sein.

Zurzeit diskutieren die Normenorganisationen über die Empfehlung der Europäischen Kommission, in harmonisierten Europäischen Normen eine Entsprechungstabelle verbindlich einzuführen. In einer solchen Tabelle sollen die einzelnen Abschnitte einer Norm den wesentlichen EG-Richtlinienanforderungen zugeordnet werden.
Themen

Am 1. Mai 2004 werden voraussichtlich zehn neue Mitgliedsstaaten in die Euopäische Union aufgenommen, Rumänien und Bulgarien sollen 2007 folgen. Vor dem Beitritt müssen die nationalen Gesetzgebungen an das gültige Gemeinschaftsrecht angepasst werden. Dabei sind die zwischen den Beitrittsstaaten und den Europäischen Gemeinschaften geschlossenen PECA-Abkommen ein geeignetes Mittel zur schrittweisen sektoriellen Anpassung im Bereich des freien Warenverkehrs.

Wie in den EU-Ländern wird der Arbeitsschutz auch in Polen über Gesetze und Normen geregelt. Mit Erlass der ersten Vorschriften bereits im Jahre 1920 nahm in Polen die Geschichte der Arbeitsschutgesetzgebung ihren Anfang. Heute ist das Recht auf sichere und gesunde Arbeitsbedingungen in der Verfassung verankert. Gesetze und Verordnungen enthalten eine Vielzahl detaillierter Anforderungen.

Das Thema "Soziale Verantwortung von Unternehmen" (Corporate Social Responsibility - CSR) wird in zunehmendem Maße auf der Ebene der Europäischen Union und inzwischen auch in der Internationalen Normungsorganisation ISO diskutiert. Es geht bei dieser Thematik vor allem um das gesellschaftspolitische Engagement von Unternehmen, um ökologische und sozialpolitische Fragestellungen. Seitens der KAN wird eine Normung dieses Themenfeldes aus Sicht des Arbeitsschutzes abgelehnt.

Special
Nicht nur Produkte müssen grundlegende Anforderungen erfüllen, wenn sie in der EU in Verkehr gebracht werden sollen. Auch für die Stellen, die diese Produkte prüfen und zertifizieren, gelten europaweit einzuhaltende Mindestkriterien. Das „Globale Konzept für Zertifizierung und Prüfwesen” ist die Grundlage für die gegenseitige Anerkennung von Konformitätsbewertungen, ohne die der freie Warenverkehr nicht funktionieren kann.
Akkreditierung – ein notwendiges, aber in der Regel ungeliebtes Thema aus Sicht der meisten Prüf- und Zertifizierungsstellen. Warum notwendig? Nur „zugelassene Stellen” dürfen das freiwillige GS-Zeichen für Geprüfte Sicherheit vergeben, nur „benannte” oder „notifizierte Stellen” dürfen im Rahmen von EG-Richtlinien tätig werden.
Zurzeit werden von der Bundesregierung Überlegungen angestellt, das Akkreditierungswesen in Deutschland neu zu ordnen. Was ist der Hintergrund für diese Überlegungen?
Themen

Technische Spezifikation, Workshop-Agreement, Publicly Available Specification – die schnelle Entwicklung moderner Technologien wie der Informationstechnologie fordert auch von der Normung flexible Produkte mit kurzen Entwicklungszeiten. Die Erarbeitungszeit der klassischen Norm mit umfangreicher Konsensbildung kann nur noch unwesentlich beschleunigt werden. Daher gewinnen „schnelle” Normungsprodukte an Bedeutung.

Bei Unfällen mit Medizinprodukten denkt man in erster Linie an Schädigungen des Patienten. Für den Arbeitsschutz steht bei der Gestaltung von Medizinprodukten aber die Gesundheit und Sicherheit der Anwender im Vordergrund. Ein wichtiger Aspekt hierbei ist die ergonomische Gestaltung der Produkte. Ein auf Initiative der KAN entwickelter Leitfaden beleuchtet Aspekte, die aus ergonomischer Sicht neben den gängigen, offensichtlichen Gefährdungen (zum Beispiel elektrische Gefährdungen) beachtet werden sollten.

Die Bundesländer betreiben eigene Prüfstellen, sogenannte Geräteuntersuchungsstellen zur Unterstützung ihrer Vollzugsbehörden in der Marktaufsicht. In der Marktaufsicht und insbesondere bei der sicherheitstechnischen Prüfung von Produkten spielen Normen eine wesentliche Rolle. Die KAN, in der alle Arbeitsschutzkreise vertreten sind, kann dazu beitragen, die in den Geräteuntersuchungsstellen gewonnenen Erkenntnisse effizient in die Normungsarbeit einzubringen.

Special

Die europäischen Normungsorganisationen CEN und CENELEC zählen derzeit 22 ordentliche Mitglieder. Dabei handelt es sich traditionell um die nationalen Normungsorganisationen der EU- und EFTA-Staaten sowie neuerdings auch um einige Normungsorganisationen mittel- und osteuropäischer Länder, die in den kommenden Jahren der EU beitreten werden. Die jüngsten Mitglieder sind die Tschechische Republik, Malta, Ungarn und die Slowakei. Außerdem gehören CEN und CENELEC derzeit 11 weitere nationale Normungsorganisationen an, die den Status von Beitrittskandidaten (Affiliates) haben.

Mit der Erweiterung der Europäischen Union im Mai 2004 wird die Zahl der EU Bürger von 380 auf 450 Millionen steigen. Die Wirtschaft bereitet sich mit Filial- und Firmengründungen, Kooperationen usw. auf die Möglichkeiten des vergrößerten Binnenmarktes vor. Für die Gewerkschaften steht die Angleichung der Arbeits- und Lebensbedingungen der abhängig Beschäftigten in diesem riesigen Wirtschaftsraum im Mittelpunkt.

Die Tschechische Republik hat im Jahr 2001 als erstes EU-Beitrittsland ein PECA-Abkommen unterzeichnet . Das tschechische CSNI wiederum war die erste Normungsorganisation eines Beitrittslandes, die Vollmitglied bei CEN (1996) und CENELEC (1997) wurde.

Themen
Sicherheitstechnische Anforderungen an Zuschneidemaschinen in der Bekleidungsindustrie waren bis zum Inkrafttreten der EG-Maschinenrichtlinie verbindlich in einer Unfallverhütungsvorschrift niedergelegt. Auf Initiative der Berufsgenossenschaften und mit Unterstützung der KAN wurde die Erstellung einer Norm eingeleitet. Bereits vor der Fertigstellung führten die Arbeiten am Normentwurf zu sicherheitstechnischen Verbesserungen bei der Produktgestaltung.

Handgehaltene kraftbetriebene Maschinen wie Aufbruchhämmer oder Bohrmaschinen können sowohl elektrisch als auch nicht-elektrisch betrieben werden. Dies hat dazu geführt, dass sich unterschiedliche Normungsinstitute mit diesen Produkten befassen. Für die handgehaltenen Elektrowerkzeuge sind IEC und CENELEC zuständig, für die nicht-elektrisch betriebenen Werkzeuge ISO und CEN. So sind in der Vergangenheit mehr oder weniger unabhängig voneinander eigene Normen für Maschinen gleicher Art, aber unterschiedlichen Antriebs entstanden.

Die EU-Kommission hat am 7. Mai 2003 eine Mitteilung zur „Verbesserten Umsetzung der Richtlinien des Neuen Konzepts” an den Rat und das europäische Parlament gerichtet. Die darin formulierten Empfehlungen sollen dazu beitragen, den Binnenmarkt noch effizienter zu gestalten und die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie durch kostenwirksame Maßnahmen zu stärken. Gleichzeitig möchte die EU-Kommission eine Diskussion über die formale Gestaltung des Richtlinienwerkes anregen.
Special

Soziale Verantwortung (Corporate Social Responsibility – CSR) ist ein immer wichtiger werdendes Thema für die Unternehmen weltweit. Beispiele, wie Unternehmen ihre nicht unmittelbar wirtschaftlichen Leistungen – speziell in gesellschaftlichen und Umweltbelangen – darlegen, liegen in großer Zahl vor. Jetzt ist die ILO gefragt, einen Rahmen bereitzustellen, der der Vielfalt der Initiativen Konturen gibt.

Bei der KAN-Sonderveranstaltung auf der A+A 2003 unter Leitung von Marina Schröder (stellvertrende KAN-Vorsitzende) wurde deutlich, welche Herausforderungen die Süd-Ost-Erweiterung Europas für bestehende und neue Mitgliedsländer mit sich bringt. Um die Interessen des Arbeitsschutzes wirkungsvoll in das gemeinschaftliche Regelwerk einbringen zu können, müssen nationale Einzelpositionen in einem europäischen Diskussionsprozess zu einem von möglichst vielen Parteien getragenen Konsens verdichtet werden.

Arbeitsschutzexperten stellen bei Betriebsbesichtigungen immer wieder fest, dass Positionsschalter an Schutztüren überbrückt und die Maschinen damit nicht in einem bestimmungsgemäßen Zustand betrieben werden. Derartige Manipulationen haben wiederholt zu schweren und leider auch tödlichen Unfällen geführt. In der Regel fällt die Verantwortung demjenigen zu, der die Manipulation durchgeführt hat. Dies ist allerdings nach Meinung vieler Arbeitsschutzexperten zu kurz gegriffen.
Themen
Evangelos Vardakas ist seit 1991 Direktor in der Generaldirektion „Unternehmen” der EU-Kommission. In seinen Verantwortungsbereich fallen die Themen Normung, Konformitätsbewertung und Neuer Ansatz. Herr Vardakas wird Ende 2003 aus dem Kommissionsdienst ausscheiden.
Durch globale Märkte gewinnen internationale Normen an Bedeutung. Mit dem Wiener und Dresdner Abkommen haben sich die internationalen und europäischen Normenorganisationen verpflichtet, Doppelarbeit zu vermeiden und zunehmend internationale Normen als Basis für europäische Normen zu verwenden. Dies hat Auswirkungen auf den Arbeitsschutz, da Anforderungen an die sichere Gestaltung von Produkten nun vermehrt in internationalen Normen erarbeitet werden. Dabei gibt es Bestrebungen, auch den betrieblichen Arbeitsschutz mit zu erfassen.
In Spanien ist das Recht der Bürger auf einen wirksamen Schutz vor den mit der Erwerbstätigkeit zusammenhängenden Risiken in Artikel 40.2 der Verfassung niedergelegt. Die unterschiedlichen Abläufe zur Erreichung dieses Ziels sind im Gesetz 31/1995 über den Arbeitsschutz weiter konkretisiert.
Special
Seit ihrer Einrichtung im Jahre 1994 hat sich die KAN zu einer festen Größe im Bereich der arbeitsschutzbezogenen Normung entwickelt. Ihre Hinweise werden wahrgenommen, ihr Rat wird gesucht und ihre Stellungnahmen haben Gewicht. Aufgrund ihres Auftrages und ihrer Zusammensetzung verfügt Deutschland mit der KAN über eine leistungsfähige Institution, die sich auch über die Grenzen Deutschlands hinaus einen Namen gemacht hat.

Interview mit Dr. Ing. Peter Kiehl

Mit der Gründung der Kommission Arbeitsschutz und Normung (KAN) im Jahr 1994 wurde auch die Geschäftsstelle der KAN eingerichtet. Sie umfasst die Fachbereiche „Sicherheitstechnik” und „Gesundheitsschutz und Ergonomie” sowie jeweils ein Büro der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer.
Themen
Die KAN bündelt die Interessen des deutschen Arbeitsschutzes in der Normung. Dabei nutzt sie verschiedene Instrumente, um die zwischen Bundes- und Länderbehörden, Arbeitgebern, Arbeitnehmern und Berufsgenossenschaften abgestimmten Positionen in der Normung zu vertreten.
Die Anwendung des Formellen Einwandes bei Normen nach der Neuen Konzeption wird sowohl von Behörden als auch von Normungsgremien mitunter kritisch bewertet. Die KAN hat mit diesem Instrument eine Reihe von Erfahrungen gesammelt.

Der 1993 verabschiedete GDS stellt eine grundlegende Orientierung für die Arbeit der 1994 gegründeten KAN dar. Er konkretisiert in Deutschland die Rahmenbedingungen, die in Europa das Verhältnis von Normung und betrieblichem Arbeitsschutz prägen und 2003 im Vertrag von Nizza2 erneut bekräftigt wurden. Dies bedeutet, dass für den Arbeitsschutz auch in absehbarer Zeit keine vollständige Harmonisierung vorgesehen ist und der GDS weiterhin uneingeschränkte Gültigkeit behält.

Special
Evangelos Vardakas ging im ersten Vortrag des KAN-Kolloquiums am 16.03.2004 auf die Rolle von Staat und Sozialpartnern in der Normung und die Weiterentwicklung des Neuen Ansatzes ein.
Durch das Zusammenwachsen der Märkte verlieren regionale Normen zunehmend an Bedeutung. Vor diesem Hintergrund wurde in der Podiumsdiskussion des KAN-Kolloquiums am 16.03.2004 erörtert, ob die heute im erweiterten Europa verfügbaren Strukturen geeignet sind, die Beteiligung des Arbeitsschutzes an der Normung sicherzustellen.
Die KAN hat ihr zehnjähriges Bestehen zum Anlass genommen, ihre Arbeitsschwerpunkte zu überprüfen. Es wurde beschlossen, dass die regelmäßige Aktualisierung sicherheitsrelevanter Normen und die zunehmende Bedeutung der internationalen Normung die Arbeit der KAN künftig stärker prägen werden.
Themen
Am 30.06.2003 endete die Übergangsfrist zur Umsetzung der Richtlinie 94/9/EG für Geräte und Schutzsysteme zur bestimmungsgemäßen Verwendung in explosionsgefährdeten Bereichen. Der KAN-Bericht 33 untersucht die „Normung im Bereich der Richtlinie 94/9/EG (ATEX 95)”.
Derzeit ist die europäische Normenreihe EN 14175 „Abzüge” in Arbeit. Sie liefert Methoden zur Prüfung der Qualität eines Laborabzuges, die den sachkundigen Nutzer bei der Auswahl und beim Betrieb von Abzügen unterstützen.
Nach der Unabhängigkeitserklärung Sloweniens vom ehemaligen Jugoslawien im Juni 1991 wurden die Beziehungen zur EU zügig vorangetrieben: Bereits im September 1993 trat eine Kooperationsvereinbarung in Kraft und im März 1998 wurden die EU-Beitrittsverhandlungen aufgenommen. Seither wurden im nur 2 Millionen Einwohner zählenden Slowenien beträchtliche Anstrengungen unternommen, um die arbeitsschutzrelevanten Teile des Gemeinschaftlichen Besitzstandes umzusetzen.
Special
Aus Artikel 95 des EG-Vertrags ergibt sich die Verpflichtung der Mitgliedstaaten, im Rahmen des freien Warenverkehrs ein hohes Sicherheits- und Gesundheitsniveau zu gewährleisten. Hierzu legen Richtlinien nach dem Neuen Konzept in allgemeiner Form grundlegende Sicherheitsanforderungen fest, die über technische Angaben in harmonisierten Europäischen Normen konkretisiert werden.
In der Öffentlichkeit wird zuweilen der Eindruck erweckt, dass die Europäischen Normen zur Maschinensicherheit nicht die Bedingungen des Mandats der Europäischen Kommission an die Europäischen Normungsorganisationen erfüllen. Dem kann entgegengehalten werden, dass bis April 2004 im Amtsblatt der EU 475 Europäische Normen zur Maschinenrichtlinie gelistet wurden und dass seit der ersten Listung (1992) nur etwa 20 Normen beanstandet wurden.
Themen
Die Normung im Bereich „Körperkräfte” wird in Europa durch die Normenreihe EN 1005 geprägt. Alle Teile dieser Reihe sind unter der Maschinenrichtlinie mandatiert und ergänzen vorhandene Typ-B-Ergonomie-Normen für die Sicherheit von Maschinen.

In Italien gibt es keine Einrichtung wie die KAN, doch in vielen Fällen arbeiten die Sozialpartner und staatliche beziehungsweise regionale Institutionen effizient zusammen, um Verbesserungen von Normen im Sinne des Arbeitsschutzes zu erwirken. Im Folgenden werden die Hauptträger des Arbeitsschutzes in Italien vorgestellt.

Am Beispiel der Beleuchtung von Arbeitsstätten wird verdeutlicht, dass für die Konkretisierung der Anforderungen an die betriebliche Arbeitsplatzgestaltung Europäische Normen nur eine eingeschränkte Rolle spielen können, zum Beispiel zur allgemeinen Verständigung (Begriffe, Definitionen, Zeichen) oder zur Sicherung der Vergleichbarkeit eines bestimmten Arbeitsschutzniveaus (Prüf- und Messverfahren).

NORMAPME, das Europäische Büro des Handwerks und der KMU für die Normung, wurde 1996 auf Betreiben von UEAPME und vier weiteren Verbänden gegründet. Es vertritt die besonderen Interessen der KMU im europäischen Normungsprozess und unterstützt sie bei der Anwendung europäischer Normen. NORMAPME repräsentiert 77 KMU-Verbände in 31 europäischen Ländern, denen 20 Millionen Unternehmen mit 50 % aller Erwerbstätigen in Europa angeschlossen sind.

Special

Im Frühjahr 1989 haben sieben technische Komitees mit der Erarbeitung von PSA-Normen zur Konkretisierung der Richtlinie 89/686/EWG begonnen. Die Bilanz fällt heute weitgehend positiv aus, gab es doch im Oktober 2004 bereits 298 angenommene Normen (ohne Änderungen/Überarbeitungen), 57 Entwürfe in der Abstimmung und 15 Entwürfe in der Erarbeitung. Würden keine weiteren Normen mehr auf den Weg gebracht, wäre die Arbeit theoretisch im Jahr 2008 abgeschlossen!

Bei notifizierten Stellen handelt es sich um Prüf- und Zertifizierungsstellen, die der Europäischen Kommission von den EU-Mitgliedstaaten für die Konformitätsbewertung nach einer oder mehreren europäischen Richtlinien benannt sind. Die notifizierten Stellen sind damit in erster Linie Dienstleister der Hersteller bei der Beurteilung der Übereinstimmung von Produkten mit den Anforderungen der jeweiligen Richtlinien.
Elektrostatische Materialien in Partikelfiltern von Atemschutzgeräten haben den Vorteil, dass sie einen geringen Atemwiderstand bieten und deshalb angenehm zu tragen sind. Ihr Nachteil ist allerdings, dass die Filterwirkung mit der Benutzung und unter bestimmten Bedingungen auch mit der Lagerung nachlassen kann.
Themen

Am 1. Mai 2004 trat in Deutschland das Geräte- und Produktsicherheitsgesetz1 (GPSG) in Kraft, das unter anderem die EG-Richtlinie über die allgemeine Produktsicherheit umsetzt. Durch dieses Gesetz hat der Ausschuss für technische Arbeitsmittel und Verbraucherprodukte (AtAV) die Aufgabe erhalten, für das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit nationale technische Spezifikationen zu ermitteln, die in Bezug auf das GPSG eine nationale Vermutungswirkung auslösen.

Am 1. Mai 2004 sind der Europäischen Union zehn weitere Staaten beigetreten. Damit erhöhte sich die Zahl der Mitgliedstaaten auf insgesamt 25. Nun ist es an der Zeit, auch EUROSHNET, das europäische Netzwerk von Arbeitsschutzexperten, die in der Normung, Prüfung, Zertifizierung und/oder damit zusammenhängenden Forschung tätig sind, für Arbeitsschutzinstitutionen aller EU- und EFTA-Staaten zu öffnen.

In den Niederlanden beraten wie in vielen anderen europäischen Ländern die Sozialpartner und die Regierung Arbeitsschutzthemen auf Gesetzgebungs- und Normungsebene. Das niederländische Normungsinstitut (NEN) mit Sitz in Delft ist für die Koordination der arbeitsschutzbezogenen Normung zuständig.
Special
Wenn eine Europäische Norm grundlegende Anforderungen Europäischer Richtlinien unzureichend erfüllt, können die Mitgliedsstaaten der EU die Vermutungswirkung der Norm durch einen formellen Einwand anfechten. Davon zu unterscheiden ist die Schutzklausel, die sich gegen ein unsicheres Produkt richtet. Sie löst nur dann zusätzlich einen formellen Einwand aus, wenn der Mangel im Produkt auf eine fehlerhafte Norm zurückzuführen ist.

Das GPSG und eine Vielzahl von Normen bestimmen den erforderlichen Sicherheitsstandard für das Inverkehrbringen von Erzeugnissen in Deutschland. EU-weit gelten vergleichbare Regeln. Die Einhaltung dieser Standards entfaltet die Vermutungswirkung in Bezug auf die Rechtmäßigkeit des Inverkehrbringens. Im Schadensfall greift bei Haftungsauseinandersetzungen eine vergleichbare Vermutung zwar nicht. Eine zentrale Rolle spielen Normen aber auch hier.

Normung als wesentliches Element im Kontext von wirtschaftlichem Wachstum, sozialem Fortschritt und Umweltschutz heißt auch: Wissenstransfer und Marktöffnung. Zum Weltnormentag hat der BDI im November 2004 sein Positionspapier „9 Thesen zur Bedeutung von Normen für die deutsche Wirtschaft im 21. Jahrhundert“ vorgestellt, das die nationale Normungsstrategie des DIN aufgreift. Einige Gedanken dieses Papiers werden im Folgenden dargestellt.

Themen

Die deutsche Norm DIN 12980 „Laboreinrichtungen – Sicherheitswerkbänke für Zytostatika” steht nach einer Überarbeitung vor der Veröffentlichung. Diese Norm beschreibt Anforderungen an Sicherheitswerkbänke, die insbesondere im Rahmen des Apothekenbetriebs dem Schutz von Personal vor Zytostatika dienen.

Zur Verbesserung der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes sind in den letzten Jahren in der Schweiz innovative Wege eingeschlagen worden. Der damit verbundene Umsetzungsprozess dauert noch an und prägt das Geschehen im Arbeitsschutz. Die Bestimmungen der EU für das Inverkehrbringen von technischen Einrichtungen und Geräten sind auch in der Schweiz umgesetzt worden.
Die Europäische Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitplatz hat 2003/2004 finanzielle Mittel zur Förderung der Arbeitssicherheit in kleinen und mittleren Unternehmen zur Verfügung gestellt. Ziel eines Projektes zur Sicherheit beim Einsatz von Gabelstaplern war es, vor Ort vorliegende praktische Erfahrungen zusammenzutragen, damit diese besser in der Normung berücksichtigt werden.
Special
Ein deutsches Wirtschaftsmagazin berichtete im April 2005 über eine zunehmende Konjunktur von Netzwerken im Internet. Verbunden würden Menschen mit gleichen Interessen und Zielvorstellungen. Aufnahmekriterien garantierten eine geschlossene Gesellschaft, in der Informationsaustausch und vertrauensvolle Diskussionen mit Gleichgesinnten eher möglich seien als in offenen Netzwerken mit großen Nutzerzahlen und einer nicht mehr überschaubaren Bandbreite von Themen.
Wird eine Europäische Norm (EN) verabschiedet, so muss sie unverändert national übernommen werden. Eine effektive Möglichkeit, auf die Inhalte Europäischer Normen Einfluss zu nehmen, ist die Mitarbeit im jeweiligen nationalen Spiegelausschuss. Dieser entsendet Experten in die Europäischen Normungsgremien, entscheidet national über Stellungnahmen zu Europäischen Norm-Entwürfen und begleitet das in mehreren Stufen ablaufende Normungsverfahren. mehr

Die Norm EN 420 zu Schutzhandschuhen liegt seit 2003 vor, ist aber von der EU-Kommission bisher nicht in das Verzeichnis der harmonisierten Normen zur PSA-Richtlinie aufgenommen worden, da die dort festgelegte Nachweisgrenze für Chromat in Lederhandschuhen zu hoch ist. Prüfverfahren zum sicheren Nachweis geringerer Konzentrationen müssen daher möglichst schnell validiert werden.

Themen
Am 5. April 2005 wurden unter luxemburgischer Ratspräsidentschaft die offiziellen Sprachfassungen der neuen Maschinenrichtlinie verabschiedet. Vorausgegangen waren in den Jahren 2001–2004 insgesamt 39 Sitzungen der Ratsarbeitsgruppe „Technische Harmonisierung (Maschinen)”. Nach mehr als vier Jahren konnten somit die Beratungen im Rat erfolgreich abgeschlossen werden.
Notduschen in Laboratorien stellen eine unerlässliche Hilfe bei Unfällen durch Feuer oder Kontamination mit Säuren, Laugen und Lösemitteln dar. Allerdings wird von den deutschen fachkundigen Kreisen bezweifelt, dass die in dem europäischen Normentwurf prEN 15154-1 aufgestellten Anforderungen an eine effiziente Notdusche in der Praxis umsetzbar sind und die Sicherheit im Labor erhöhen.
Special

Für Hobel- und Profilierarbeiten an Holz werden häufig Kehlmaschinen (Mehrseitenhobelmaschinen) eingesetzt. Das Dezernat Arbeitsschutz und Sicherheitstechnik Fulda des Regierungspräsidiums Kassel hat bei einer solchen Maschine sehr hohe Lärmemissionswerte ermittelt, deren Ursache in den zugrunde liegenden Normen gesehen wurden. Eine KAN-Arbeitsgruppe hat Vorschläge für das weitere Vorgehen erarbeitet.

Ein Unfall an einer Karusselltür des Köln-Bonner Flughafens, bei dem im März 2004 ein Kind zu Tode kam, löste in deutschen Fachkreisen umfangreiche Aktivitäten zur Verbesserung der Sicherheit automatischer Türsysteme aus. Die Arbeiten an der als völlig unzureichend eingeschätzten europäischen Vornorm prEN 12650 wurden eingestellt. Stattdessen erscheint in Deutschland eine stark überarbeitete DIN 18650.
Werden begründete Einwände von Arbeitsschutzvertretern zu Anforderungen in Produktnormen nicht berücksichtigt, ist der formelle Einwand der letzte Ausweg, um dafür Sorge zu tragen, dass die grundlegenden Anforderungen der europäischen Binnenmarktrichtlinien umgesetzt werden – zum Schutz von Sicherheit und Gesundheit der Anwender. Dass dies kein einfacher, geschweige denn ein zügiger Weg ist, zeigt das Beispiel „Fahrzeugkrane”.
Themen

Rutschunfälle entstehen oft durch das ungünstige Zusammenwirken von Schuhsohlen, Böden und einem Gleitmedium wie Wasser oder Öl. Um die Auswahl geeigneter Schuhe und Böden am Arbeitsplatz zu erleichtern, ist es sinnvoll, deren rutschhemmende Eigenschaften zum Beispiel in Normen zu klassifizieren. Aufgrund unterschiedlicher Prüfansätze für Schuhe und Böden in den derzeit entstehenden europäischen Normen wird diese schwierige Aufgabe auch künftig nicht leichter werden.

NoRA (Normen-Recherche Arbeitsschutz), ein kostenloses Tool für die Suche nach arbeitsschutzrelevanten Normen, wird nun um eine Suchmöglichkeit erweitert. „ErgoNoRA” bietet detaillierte Recherchemöglichkeiten für Normen aus dem Bereich der Ergonomie.
Das Zentralinstitut für Arbeitsschutz – Nationales Forschungsinstitut1 ist die wichtigste Forschungseinrichtung in Polen, die sich umfassend mit der Verbesserung von Arbeitsbedingungen unter Berücksichtigung menschlicher psychosozialer Fähigkeiten befasst. Eine der wichtigsten Abteilungen ist der Fachbereich Persönliche Schutzausrüstung (PSA).
Special
Die Erweiterung Europas ist mittlerweile Realität, die Globalisierung schreitet voran und die internationalen Normungsorganisationen gewinnen an Bedeutung. Europäische Arbeitsschutzinstitutionen müssen daher sicherstellen, dass sie über die notwendigen Ressourcen zur Steigerung von Effektivität und Einfluss verfügen.
„Ein erweitertes Europa in einer globalisierten Welt”: Drei Vortragsblöcke sowie zwei Podiumsdiskussionen gaben den jeweiligen Vorsitzenden die Möglichkeit, eigene Statements zu den anstehenden Themen abzugeben. Auszugsweise sind diese im Folgenden wiedergegeben.
In einer Vortragsreihe der Konferenz erhielten Vertreter von Arbeitsschutzinstitutionen aus Polen, der Tschechischen Republik, Ungarn, der Slowakei, Slowenien sowie der Europäischen Kommission die Gelegenheit, ihre ersten Erfahrungen mit dem erweiterten Europa und ihre Erwartungen für die Zukunft vorzustellen.

Vor dem Hintergrund steigender Kosten und knapper werdender Ressourcen ist es unverzichtbar, in den verschiedenen Bereichen wie Normung, Prüfung und Zertifizierung aber auch in der Forschung enger zusammenzuarbeiten. Hierfür bilden die bestehenden Netzwerkstrukturen eine hervorragende Basis. Mit dieser Feststellung führte David Buchanan (HSL, UK) in den ersten Vortragsblock der Konferenz ein.

Am 20./21. Oktober 2005 fand diese Konferenz in Paris unter dem Titel „Ein erweitertes Europa in einer globalisierten Welt” statt. 127 Teilnehmer aus 15 europäischen Staaten waren anwesend. Diese Folgeveranstaltung der 1. Europäischen Konferenz im Jahr 2001 in Dresden wurde vom französischen INRS in Zusammenarbeit mit dem CIOP-PIB (Polen), EUROGIP (Frankreich), dem HVBG (Deutschland), HSL (Vereinigtes Königreich), dem INSHT (Spanien) sowie der KAN organisiert.

55 EUROSHNET-Teilnehmer aus zahlreichen ost- und westeuropäischen Ländern fanden sich am 19.10.2005 in Paris zusammen, um die in EUROSHNET geknüpften Kontakte auch persönlich zu vertiefen. Ziel der Veranstaltung war überdies auch der Austausch von Erfahrungen im Umgang mit diesem für den europäischen Arbeitsschutz geschaffenen Kommunikationsinstrument.

Special

In der Normungsarbeit gibt es geschriebene und ungeschriebene Regeln, die zu kennen und zu beachten oft ausschlaggebend für eine erfolgreiche Mitwirkung in der Normung ist. Der KAN-Bericht 34 „Einflussmöglichkeiten des Arbeitsschutzes auf die ISO-Normung“ stellt solche Grundregeln zusammen, von denen einige hier wiedergegeben werden.

Es ist erklärte Politik der europäischen Normungsgremien wie auch der Europäischen Kommission, den Europäischen Normen so weit wie möglich internationale Normen zugrunde zu legen und diese vorzugsweise unverändert zu übernehmen. Die Erarbeitung von ISO-Normen verläuft ähnlich wie die von EN, wobei es einige Besonderheiten gibt.

Um die Effizienz der Normung auf europäischer und internationaler Ebene zu erhöhen, haben CEN und CENELEC mit ihren jeweiligen internationalen Partnern ISO und IEC Abkommen geschlossen, in denen Regeln der Zusammenarbeit festgelegt sind. Bei näherer Betrachtung wird deutlich, dass die beiden Abkommen („Wiener“ und „Dresdner“ Vereinbarung) neben vielen Gemeinsamkeiten auch einige Unterschiede aufweisen.

Weltweit identische Normen erleichtern die Öffnung internationaler Märkte. Die Anwendung des Konzepts der globalen Relevanz auf internationale Normen, die als europäische Normen übernommen werden sollen, darf jedoch nicht zu Einschränkungen der Rechtssicherheit in Bezug auf die europäischen Richtlinien nach dem Neuen Konzept führen.
Themen

Die Vollendung des europäischen Binnenmarkts und der Schutz der Bevölkerung vor unsicheren Produkten sind Grundsätze europäischer Politik. Das ICSMS als Netzwerk der europäischen Marktaufsicht ergänzt in hervorragender Weise diese Grundsätze und ermöglicht erstmals gleichzeitige, zeitnahe und flächendeckende Markteingriffe.

Special
Am 25. April 2006 wurde die neue Maschinenrichtlinie 2006/42/EG endgültig verabschiedet und wurde im Juni im Amtsblatt der EU (L157) veröffentlicht. Sie muss von den Mitgliedstaaten bis zum 29. Juni 2008 umgesetzt werden und ist ab dem 29. Dezember 2009 anzuwenden. Bis dahin bleibt die aktuelle Maschinenrichtlinie 98/37/EG gültig.

Trotz der überschaubaren Änderungen der neuen Maschinenrichtlinie gegenüber der zur Zeit gültigen Fassung 98/37/EG stellt insbesondere die Überprüfung und Änderung von mehr als 600 im Amtsblatt der EU zitierten harmonisierten Normen mit Vermutungswirkung eine nicht zu unterschätzende Herausforderung für den Sektor Maschinensicherheit im Europäischen Komitee für Normung (CEN) sowie das Europäische Komitee für elektrotechnische Normung (CENELEC) dar.

Hersteller von elektrischen Maschinen müssen in Zukunft nicht mehr die Ergebnisse ihrer Risikobeurteilung heranziehen, um zu entscheiden, ob eine Maschine unter die Niederspannungsrichtlinie 73/23/EWG oder die neue Maschinenrichtlinie (2006/42/EG) fällt. Mit der unter Artikel 1 (2) der neuen Maschinenrichtlinie genannten Produktliste ist nun eine akzeptable Lösung für eine klare Schnittstelle zwischen beiden Richtlinien gefunden worden.
Themen

Zum Thema „Einflussmöglichkeiten des Arbeitsschutzes auf die ISO-Normung“ fanden am 1.12.2005 und 7.3.2006 zwei KAN-Workshops statt, in denen rund 60 Arbeitsschutzexperten die Auswirkungen der zunehmenden Internationalisierung der Normung auf den Arbeitsschutz erörterten. Aus den Workshopergebnissen sollen in einem nächsten Schritt gemeinsam mit den betroffenen Kreisen konkrete Maßnahmen abgeleitet werden.

Chrom (VI) im Zement kann Auslöser einer Chromatallergie, der sogenannten Maurerkrätze, sein. Dieser seit langem bekannte Zusammenhang führte 2003 zur Festlegung eines europaweit geltenden Grenzwertes von 2 mg/kg Chrom (VI) in Zement und zementhaltigen Zubereitungen. In Deutschland galt dieser Grenzwert bereits seit Ende der 90er Jahre. Um die Einhaltung des europäischen Grenzwertes für Chrom (VI) zu überprüfen, ist ein standardisiertes Messverfahren notwendig.

Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin hat Mitte 2005 eine vom BIT erarbeitete Studie veröffentlicht, die den Einsatz von Normen zur Umsetzung der Anforderungen der Maschinenrichtlinie bei mittelständischen Maschinenherstellern untersucht. Es zeigte sich, dass den Herstellern die Struktur und Bedeutung von Normen nur bedingt bekannt ist und Normen daher die ihnen zugedachten Funktionen nur unzureichend erfüllen können.

Special
Die Binnenmarktrichtlinien, die neben den wesentlichen Anforderungen an Produkte auch Aspekte der Marktüberwachung, der Kennzeichnung und der Benennung von Zertifizierungsstellen regeln, weisen historisch bedingt große Unterschiede und in gewissen Bereichen Verbesserungsbedarf auf. Die Europäische Kommission hat einen Entwurf für einen europäischen Rechtsakt vorgelegt, der einige grundlegende Elemente optimieren und stärken soll.
Interview mit Jacques McMillan, Leiter des Referats "Rechtliche Aspekte in Zusammenhang mit dem Binnenmarkt" bei der Generaldirektion Unternehmen und Industrie der Europäischen Kommission
Die Europäische Kommission beabsichtigt, die Grundsätze der Europäischen Normung im harmonisierten Bereich auch weiterhin beizubehalten. Im Rahmen der Überarbeitung des Neuen Konzepts soll die gängige Praxis nun jedoch durch einen rechtlichen Rahmen gestützt werden. Dazu will die Kommission eine einheitliche Definition für die Begriffe "Harmonisierte Norm" und "Konformitätsvermutung" festlegen
Das Regelungskonzept des Neuen Konzeptes ist zu einem unverzichtbaren Instrument für die Verwirklichung des europäischen Binnenmarktes geworden. Dabei kommt der Akkreditierung eine hohe Bedeutung zu. Es ist daher nur folgerichtig, die Akkreditierung in die anstehende Revision des Neuen Konzeptes einzubeziehen. Im Folgenden sollen erste erkennbare Konturen der Überlegungen der Europäischen Kommission in Bezug auf die Akkreditierung skizziert werden.
Themen
Bei den internationalen und europäischen Bestrebungen zur Liberalisierung des Dienstleistungshandels wird der Dienstleistungsnormung eine große Bedeutung zugewiesen. Dabei muss dafür gesorgt werden, dass ein wesentlicher Grundsatz eingehalten wird: Anforderungen an die Sicherheit und den Gesundheitsschutz der Arbeitnehmer - also der Erbringer der Dienstleistung - sind außerhalb der Normung festzulegen.

Die Verbesserung der Marktüberwachung wird von der Europäischen Kommission und den Mitgliedstaaten auf politischer Ebene gefördert. Diese Entwicklung ist aus Sicht des Arbeitsschutzes zu begrüßen. Experten der IVSS-Sektion Maschinen- und Systemsicherheit haben sich mit Marktüberwachungsstrukturen im Bereich der gewerblich genutzten Maschinen beschäftigt. Dabei wurde festgestellt, dass die nicht von Behörden ausgeübte Marktbeobachtung eine entscheidende Rolle spielt.

Special
Querschnittsnormen dienen der Ordnung und Kohärenz des Normenwerkes. Sie ermöglichen es, gleiche Sachverhalte, die in verschiedenen Normungsbereichen relevant sind, übergeordnet zu regeln - mathematisch gesprochen vor die Klammer zu ziehen. Im KAN-Bericht 38 wurde die Bedeutung von Querschnittsnormen am Beispiel der Maschinensicherheit untersucht und die Vorteile für das Normungssystem herausgearbeitet.
Im Gegensatz zu den meisten Richtlinien des Neuen Ansatzes kann sich der Arbeitsschutz bei Bauprodukten nicht auf Grundlegende Anforderungen einer Richtlinie stützen, in denen Sicherheitsanforderungen zum Umgang mit Produkten festgelegt werden. Damit fehlt in diesem Bereich eine wichtige Möglichkeit, Aspekte der Produktsicherheit in der Normung geltend zu machen. In zwei aufeinander aufbauenden KAN-Studien wird diese Problematik untersucht.
Die Haltbarkeit und Schutzfunktion von Persönlichen Schutzausrüstungen (PSA) wie Helmen und Schutzanzügen hängt nicht nur von der Intensität der Nutzung, sondern auch von Faktoren wie klimatischen Einflüssen oder Reinigungs- und Lagerungsbedingungen ab. Die KAN hat untersuchen lassen, ob und wie in Normen eine mögliche Abnahme der Schutzwirkung durch Alterung oder Gebrauch berücksichtigt wird.
Zur Analyse von arbeitsschutzrelevanten Sachverhalten in der Normung lässt die KAN unter anderem Studien und Gutachten erstellen. Drei kürzlich begonnene Studien und Projekte werden in diesem Beitrag vorgestellt.
Themen
Um Papier, Kartonagen und Folien wirtschaftlich wiederverwerten zu können, werden diese Materialien in Recyclingbetrieben nach Sorten getrennt und für den Transport zum Verarbeitungsbetrieb zu Ballen verpresst. Eine neue Norm soll die Arbeitsbedingungen an den hier eingesetzten Kanalballenpressen sicherer machen.

In Portugal liegen die Zuständigkeiten für den Arbeitsschutz, die Gewerbeaufsicht und die Normung bei unterschiedlichen Einrichtungen. Das Instituto para a Segurança, Higiene e Saúde no Trabalho (ISHST) ist auf nationaler Ebene für Fragen des Arbeitsschutzes zuständig. Über das portugiesische Normungsinstitut "IPQ" ist es auch aktiv an der Entwicklung von Normen und technischen Spezifikationen beteiligt.

Special

KMU sind ein wichtiger Teil der europäischen Wirtschaft: Sie stellen 99 % der Unternehmen, 70 % der Arbeitsplätze und 50 % der Wertschöpfung. Aufgrund der personellen und finanziellen Einschränkungen von KMU ist ihre Beteiligung an der Normung jedoch gering. Die Europäische Kommission hat daher eine Studie durchführen lassen, in der geeignete Strategien identifiziert und bewährte Methoden zur Unterstützung der Beteiligung von KMU an der Normung beschrieben werden sollten.

Interview mit Hans-Werner Müller, Präsident des Europäischen Büros des Handwerks und der Klein- und Mittelbetriebe für die Normung (NORMAPME) sowie Generalsekretär der Europäischen Union des Handwerks und der Klein- und Mittelbetriebe (UEAPME). Herr Müller wird im Sommer 2007 aus seinem Amt als UEAPME-Generalsekretär ausscheiden.

In der kürzlich veröffentlichten Studie von EIM wurde die Wirkung von Maßnahmen untersucht, mit denen die Beteiligung von KMU an der Normung verbessert werden soll. In der Studie wurden 23 bewährte Methoden beschrieben. Dies ist eine relativ geringe Anzahl, und die Methoden haben bestenfalls ein paar tausend KMU erreicht. Weitere Maßnahmen sind daher dringend notwendig, um ein wirkungsvolles Netzwerk zur Unterstützung der KMU zu etablieren.

"Wer die Normen hat, hat die Märkte". Dieser Ausspruch des ehemaligen Staatssekretärs im Bundeswirtschaftsministerium, Otto Schlecht, zeigt die Bedeutung der Normung - sowohl für international operierende Großunternehmen als auch für die über 900.000 kleinen und mittleren Betriebe des Handwerks in Deutschland. Erst die Normung gewährleistet eine Vergleichbarkeit von Waren und Dienstleistungen und damit das Funktionieren einer modernen Wirtschaft.

In einer von der EU-Kommission initiierten Studie wurden aus mehr als 400 vorgeschlagenen Maßnahmen aus 32 europäischen Ländern 23 Best-Practice-Beispiele zur Förderung der Beteiligung von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) an der Europäischen Normung ausgewählt. Darunter waren aus Deutschland neben dem Normenausschuss Maschinenbau (NAM) die KAN-Berichte der Kommission Arbeitsschutz und Normung.

Themen

Um Arbeitsschutzinteressen zur richtigen Zeit über den geeigneten Weg in die Normung einbringen zu können, ist die Kenntnis der einzelnen Schritte des Normungsverfahrens hilfreich. Der KAN-Bericht 34 enthält hierzu wichtige Informationen für die ISO-Normung. Im KAN-Bericht 35 werden nun die Entstehung von CEN-Normen sowie Einflussmöglichkeiten des Arbeitsschutzes auf die Normung beleuchtet.

Special
Die harmonisierten Europäischen Normen, obwohl nicht immer vollkommen, haben ganz wesentlich zu einem Fortschritt der Sicherheit von Maschinen und anderen Erzeugnissen, die auf den europäischen Markt gebracht werden, beigetragen. Verbesserungen sind jedoch denkbar, um die rechtliche und technische "Robustheit" der Normen zu erhöhen.

Alain Mayer ist ein ausgewiesener Kenner der europäischen Normungsarbeit im Bereich Persönliche Schutzausrüstungen (PSA). Er war Mitglied des BTS 3 und ist seit 1997 Rapporteur des CEN-BT für PSA. 18 Jahre lang leitete er die Prüf- und Zertifizierungsstelle des INRS für PSA und Maschinen und kennt daher aus eigener Erfahrung sämtliche Aspekte der Anwendung von Normen und europäischen Rechtsvorschriften. Alain Mayer tritt Ende 2007 in den Ruhestand.

In der europäischen Normung tragen Consultants dazu bei, dass die in harmonisierten Europäischen Normen festgelegten Spezifikationen den Anforderungen der Binnenmarktrichtlinien genügen. Das System der Consultants wurde 2006 in einer Studie auf seine Effizienz sowie die Zufriedenheit der beteiligten Kreise untersucht.
Die Zahl formeller Einwände bzw. Absichtserklärungen für formelle Einwände gegen harmonisierte europäische Normen wächst. Gab es in den Jahren 1998 bis 2004 im Bereich der Maschinenrichtlinie nur eine Handvoll solcher Vorgänge, standen allein 2005 sieben Normen zur Diskussion. 2006 wurden neun und bis Ende März 2007 bereits sechs Normen in den zuständigen Kommissionsausschüssen behandelt.
Themen

Das Arbeitsschutznetzwerk EUROSHNET bietet in einem geschlossenen Bereich in derzeit 12 Foren mit 180 Themen eine Plattform zum fachlichen Austausch. Zur Ergänzung des bestehenden Systems wurde ein für jedermann zugänglicher offener Bereich (Public Area) eingerichtet, der seit Mai 2007 neben dem bereits bestehenden Forum "Arbeitschutzmanagementsysteme" vier neue Foren zu aktuellen Themen des Arbeitsschutzes enthält.

Im europäischen Netzwerk für Arbeitsschutzexperten EUROSHNET wird derzeit der Forschungsbedarf auf dem Gebiet der Vibrationen diskutiert. Anlass war unter anderem, dass bei der Normung zur Unterstützung der europäischen Vibrationsrichtlinie (2002/44/EG) in den letzen Jahren Probleme auftraten, da wissenschaftliche Grundlagen, die in den Normen benötigt wurden, nicht vorliegen. Ein EUROSHNET-Forum-Treffen lieferte erste Lösungsansätze.

Special

Im Rahmen der deutschen EU-Ratspräsidentschaft hat am 27. März 2007 in Berlin die Europäische Konferenz "Innovation und Marktfähigkeit durch Normung" stattgefunden. Über 350 Teilnehmer aus 19 Ländern nahmen an der Veranstaltung teil, die das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) gemeinsam mit dem DIN ausrichtete. Die KAN war mit einem Stand auf der Fachausstellung vertreten.

Forschung ist wesentlich für den Arbeitsschutz, um beispielsweise neue Schutzeinrichtungen zu entwickeln, Kenntnisse über neue Risiken zu verbessern und diese für die Praxis, zum Beispiel durch Normung, verfügbar zu machen. Nachdem das 6. Forschungs- Rahmenprogramm der EU (2002-2006) die Arbeitsschutzforschung nur in wenigen Ausschreibungen gefördert hat, ist in den letzten zwei Jahren Bewegung in dieses Thema gekommen.

Selbstreinigende Oberflächen, leuchtende Tapeten, miniaturisierte Datenspeicher - die oft beschriebenen Möglichkeiten der Nanotechnologie lesen sich wie ein Wunschzettel an die Zukunft. Weltweit wird geforscht und entwickelt, um auf diesem Markt präsent zu sein. Dabei müssen auch mögliche Gesundheitsrisiken berücksichtigt werden. Standardisierte Mess- und Bewertungsverfahren spielen in diesem Zusammenhang eine große Rolle.
Auch im Arbeitsschutz eröffnen sich für die Radiofrequenztechnologie für Identifikationszwecke (RFID) immer mehr Anwendungsmöglichkeiten. Die Bergische Universität Wuppertal entwickelt derzeit ein Portal zur automatischen Überprüfung der persönlichen Schutzausrüstung. Unfallversicherungsträger und Unternehmen sind der Auffassung, dass RFID-Systeme den Arbeitsschutz deutlich verbessern können.
Die richtige Kombination von Schuhen und Bodenbelägen zur Vermeidung von Rutschunfällen gestaltet sich oft schwierig. Insbesondere folgende Fragen sind zu klären: Wie können rutschhemmende Eigenschaften zuverlässig bewertet werden? Sind Ergebnisse aus verschiedenen Messmethoden miteinander vergleichbar? Sind im Labor durchgeführte Untersuchungen auf die Praxis übertragbar? Einige Antworten liefert eine Dissertation an der Bergischen Universität Wuppertal.
Themen
Die 1989 verabschiedete Bauprodukterichtlinie nimmt unter den Richtlinien des Neuen Ansatzes eine Sonderstellung ein, da sie in einigen wichtigen Punkten von grundsätzlichen Verfahrensprinzipien abweicht. Die nun von der Europäischen Kommission in Angriff genommene Revision der Richtlinie sollte aus Sicht des Arbeitsschutzes dazu genutzt werden, die Sicherheit von Bauprodukten rechtlich zu verankern.
Special

Die CE-Kennzeichnung ist kein Sicherheitszeichen, auf das sich Unternehmen bei der Auswahl von Produkten verlassen können. Beim GS-Zeichen hingegen bestätigt eine neutrale Stelle, dass Sicherheit und Gesundheitsschutz gewährleistet sind. Die von der Europäischen Kommission beabsichtigte Abschaffung wäre aus Sicht der gesetzlichen Unfallversicherung ohne gleichwertigen Ersatz ein empfindlicher Rückschritt für die Prävention.

Die EU-Kommission beantwortet diese Frage wohl eindeutig mit Ja. Daher will sie im Zuge der Überarbeitung des New Approach die Mitgliedstaaten zwingen, alle Kennzeichen aus ihren nationalen Rechtsvorschriften herauszunehmen. Das Vorhaben steht unter der Überschrift Stärkung der CE-Kennzeichnung. Die Zielrichtung ist jedoch klar: Die Maßnahme geht gegen das deutsche GS-Zeichen und damit zu Lasten der Verbrauchersicherheit.

Nach Ansicht des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) besteht Handlungsbedarf in Hinsicht auf die CE-Kennzeichnung. Dies hat der BDI im September 2007 in einem Positionspapier zur CE-Kennzeichnung und einem diskutierten EU-Sicherheitszeichen zum Ausdruck gebracht.
Marktüberwachung und Unternehmen haben in Untersuchungen festgestellt, dass in puncto CE-Kennzeichnung von Maschinen und Anlagen immer noch erhebliche Unsicherheiten bestehen. Im Schulterschluss von Wirtschaft und Hochschulen sollen unter Leitung des Umweltministeriums Baden-Württemberg durch die Initiative CE-coach die Kenntnisse über die richtliniengemäße CE-Kennzeichnung wesentlich verbessert werden.
Themen

Dr. Peter Kiehl war von 1975 bis 2007 im DIN tätig und dort seit 2000 als Mitglied der Geschäftsführung verantwortlich für den Bereich Normung. In der KAN vertrat er ab 1994 die Interessen des DIN. Das folgende Interview gewährt einen Rückblick auf eine interessante Tätigkeit im Spannungsfeld zwischen Normung und Arbeitsschutz. Dr. Kiehl ist am 31. Oktober 2007 in den Ruhestand getreten.

Die Europäische Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz rief, und Vertreter von elf Arbeitsschutz- Netzwerken kamen. Arbeitsschutzexperten aus der ganzen Welt nutzten anlässlich der A+A 2007 in Düsseldorf die Gelegenheit, Erfahrungen auszutauschen und die Zusammenarbeit zu stärken.
Special
NoRA, die Normen-Recherche Arbeitsschutz, ist um einige Funktionen erweitert worden. Der Anwender kann nicht nur kostenlos nach Normen mit Arbeitsschutzbezug, sondern auch gezielt nach Querschnittsnormen suchen. Zusätzlich erfährt er, welche Normen in den gefundenen Dokumenten zitiert werden und unter welcher Europäischen Richtlinie die gefundenen Normen mandatiert wurden.
Anforderungen aus dem Vorschriften- und Regelwerk zur Produktergonomie finden in noch unzureichendem Maße Anwendung in der Konstruktionspraxis. Eine der Ursachen ist die zu geringe Berücksichtigung arbeitswissenschaftlicher, insbesondere ergonomischer, Erkenntnisse in konstruktiv ausgerichteten Studiengängen. Hier sollen die aktuell in einem KAN-Projekt erarbeiteten Ergonomie-Lehrmodule Abhilfe schaffen.
Bei Produkten, die harmonisierten Europäischen Normen entsprechen, ist davon auszugehen, dass sie auch die von diesen Normen abgedeckten Richtlinienanforderungen erfüllen. Diese so genannte Vermutungswirkung befreit den Inverkehrbringer davon, die Konformität des Produktes nachweisen zu müssen. Alle Beteiligten sind selbst dafür verantwortlich, sich stets zu vergewissern, dass die für ihre Zwecke relevanten Normen tatsächlich die Vermutungswirkung auslösen.
Themen

Elektrische Geräte erwärmen sich oft stark. Einige Bereiche, zum Beispiel Herdplatten oder die Sohle eines Bügeleisens, müssen heiß werden, um die Funktion des Geräts zu erfüllen. Andere Teile werden ungewollt heiß und stellen für die Nutzer ein Verbrennungsrisiko dar, wenn sie zufällig berührt werden können. Ein neuer Leitfaden von CENELEC liefert eine Anleitung zur Bewertung dieses Risikos.

EUROSHNET, das europäische Netzwerk für Arbeitschutzexperten, bietet seit März 2008 drei neue Foren an. Im offenen Bereich kann über die effiziente Gestaltung von Prüfung/Zertifizierung und die Rolle wissenschaftlich fundierten Wissens in der Normung diskutiert werden. Im geschlossenen Bereich wurde in Vorbereitung auf die Konferenz „Sichere Produkte für wettbewerbsfähige Arbeitsplätze“ ein Forum zur Erarbeitung des Krakauer Memorandums eröffnet.

Die Verringerung der Geräuschemission von Maschinen ist eines der Ziele der Maschinenrichtlinie. Zur Umsetzung der dazu formulierten wesentlichen Anforderungen fördert die Europäische Kommission seit November 1998 die Arbeit von unabhängigen “CEN/CENELEC-Lärmconsultants”. Sie haben die Aufgabe, die Qualität des lärmbezogenen Inhalts von Europäischen Normen zu prüfen, die unter der Maschinenrichtlinie erarbeitet werden.

Special
Die Landtechnik-Branche boomt: 2007 stieg der Umsatz in Deutschland um 12 % auf 5,8 Milliarden Euro, 2008 wird ein weiterer Anstieg um 5 % erwartet. Auf der weltgrößten Landtechnik-Messe in Hannover stellten 2007 mehr als 2000 Unternehmen ihre Neuentwicklungen vor. Der Trend geht zu Hightech: Produktivität und Leistung scheinen im Vordergrund zu stehen. Wie kann sichergestellt werden, dass die Arbeitssicherheit angemessen berücksichtigt wird?

Die Normengruppe Landtechnik (NLA) im Normenausschuss Maschinenbau (NAM) im DIN ist für die Normung im Bereich Traktoren und Landmaschinen zuständig. Schwerpunkte sind die Definition von Schnittstellen zwischen Traktoren, Geräten und Managementsystemen von landwirtschaftlichen Unternehmen sowie technische Anforderungen und Prüfverfahren in den Bereichen Arbeits- und Straßenverkehrssicherheit sowie Umweltschutz.

Die Sicherheit von Landmaschinen ist den landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaften mit der Reichsversicherungsordnung vor rund 120 Jahren als eines der zentralen Betätigungsfelder zur Verhütung von Arbeitsunfällen mit auf den Weg gegeben worden. Auch heute noch findet die Sicherheit von Landmaschinen als Arbeitsgebiet der landwirtschaftlichen Unfallversicherungsträger ihren Niederschlag in der internationalen Normungsarbeit.
Themen
Das Europäische Parlament hat am 25. Februar 2008 das so genannte „Binnenmarktpaket“ in erster Lesung verabschiedet. Es enthält eine Europäische Verordnung zur Marktüberwachung und Akkreditierung und eine weitere Verordnung über die gegenseitige Anerkennung von nicht harmonisierten Produkten zwischen den Mitgliedstaaten. Zudem gibt ein Beschluss des Europäischen Parlaments und des Rates vor, wie künftig der Binnenmarkt einheitlicher geregelt werden soll.

Dienstleistungen für Unternehmen und Dienstleistungen in den Bereichen Verkehr, Energie, Telekommunikation, Tourismus und Freizeit machen etwa 70 % der Gesamtbeschäftigung in der EU aus. Die Europäische Kommission hat jüngst festgestellt, dass für das reibungslose Funktionieren des Binnenmarktes ein zunehmender Bedarf an Dienstleistungsnormen besteht. Auf der Basis eines Mandates der Kommission hat CEN elf Kernbereiche für weitere Aktivitäten ermittelt.

Das Amtsblatt der EU führt unter der Richtlinie 89/686/EWG für persönliche Schutzausrüstung (PSA) zwei Normen auf, die Prüfverfahren für pegelabhängige Kapselgehörschützer festlegen. Es wird angestrebt, eine davon mit einem formellen Einwand aus dem Verzeichnis zu löschen.
Special

Die KAN hat die Überarbeitung der Maschinenrichtlinie zum Anlass genommen, gemeinsam mit der DGUV am 27./28. Mai in München eine europäische Konferenz zu veranstalten. Vertreter der Europäischen Kommission, der Marktüberwachung und der Europäischen Sozialpartnerverbände stellten in Vorträgen die mit der Umsetzung der geänderten Richtlinie verbundenen Erwartungen vor. Außerdem erörterten Juristen Haftungsaspekte bei der Erarbeitung und Anwendung von Normen.

Ein Bestandteil der Europäischen Konferenz von KAN und DGUV zur neuen Maschinenrichtlinie war ein Workshop zu Steuerungen und Schutzeinrichtungen. Der Workshop bot die Möglichkeit zu einem intensiven Informations- und Meinungsaustausch und stieß bei den Konferenzteilnehmern auf großes Interesse. In lebhaften Diskussionen zeigten sie Handlungsfelder für die Normung auf und erörterten Lösungsansätze zu den verschiedenen Themen.

„Ergonomische Anforderungen dürfen nicht länger als Extras gelten.“ Repräsentanten der Europäischen Kommission, des CEN, der Sozialpartner, sowie Wissenschaftler und Spezialisten aus der Welt der Normung waren sich im Workshop „Ergonomische Anforderungen“ darüber einig, dass die ergonomische Gestaltung von Maschinen von den Ingenieuren als selbstverständlicher Bestandteil der Konstruktion empfunden werden muss. mehr

„Ergonomische Anforderungen dürfen nicht länger als Extras gelten.“ Repräsentanten der Europäischen Kommission, des CEN, der Sozialpartner, sowie Wissenschaftler und Spezialisten aus der Welt der Normung waren sich im Workshop „Ergonomische Anforderungen“ darüber einig, dass die ergonomische Gestaltung von Maschinen von den Ingenieuren als selbstverständlicher Bestandteil der Konstruktion empfunden werden muss.

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Ein Workshop der Konferenz „Neue Maschinenrichtlinie – Erwartungen der Prävention an die Normung“ befasste sich mit den Gefährdungen durch Lärm- und Gefahrstoffemissionen aus Maschinen. Im Mittelpunkt der Diskussion standen die Änderungen der Maschinenrichtlinie zu Emissionen und deren Auswirkungen auf die Normung.
Themen
Teleskoplader werden auf Baustellen, in der Landwirtschaft und in der Industrie zum Heben und Transportieren von Lasten eingesetzt. Aus Sicht der Maschinenführer können bei dieser Maschinenart eine Vielzahl von technischen Details verbessert werden. Teleskoplader sollten demnach standsicherer werden, eine bessere Sicht bieten und ergonomischer gestaltet werden. Diese Erkenntnisse sollten auch bei der Normungsarbeit berücksichtigt werden.

Kanalballenpressen werden in Recyclingbetrieben eingesetzt. Sie verpressen wiederverwertbare Materialien wie zum Beispiel Papier, Kartonagen oder Folien zu Ballen. Europäische Arbeitsschutzexperten haben einen Vorschlag für eine Norm formuliert, durch die die Arbeit an diesen Maschinen sicherer werden soll. Nun wird um Unterstützung geworben, damit das Normungsprojekt auf europäischer Ebene starten kann.

Special

Am 11. und 12. September 2008 trafen sich in Krakau im Rahmen der 3. Europäischen Konferenz zu Normung, Prüfung und Zertifizierung 160 Experten aus 22 Ländern zum Dialog über „Sichere Produkte für wettbewerbsfähige Arbeitsplätze“. Wie die beiden Vorgängerveranstaltungen in Dresden (2001) und Paris (2005) wurde auch diese Konferenz von EUROSHNET organisiert.

CEN-Normung und CE-Zertifizierung haben sich als äußerst nützlich erwiesen und das Sicherheitsniveau von Produkten, die in der EU in Verkehr gebracht werden, deutlich erhöht. Fortschritte sind dennoch möglich, um das System weiter zu verbessern und ein Absinken des Sicherheitsniveaus von CE-gekennzeichneten Produkten zu verhindern.

Die 40 EUROSHNET-Experten, die sich am 10. September 2008 in Krakau zum Erfahrungsaustausch trafen, waren sich einig: Das System ist technisch ausgereift und bietet mit über 100 Arbeitsschutzinstitutionen und etwa 300 Seitenzugriffen pro Tag eine ausgezeichnete Basis für einen einfachen Informationsaustausch und eine effektive Zusammenarbeit im Arbeitsschutz. EUROSHNET müsse jedoch noch systematischer genutzt und weitere Experten zur Mitarbeit aufgerufen werden.

Themen
Dr. Joachim Lambert war seit Januar 2000 Leiter der Geschäftsstelle der Kommission Arbeitsschutz und Normung (KAN). Er setzte sich in besonderem Maße für die Stärkung einer europaweiten Zusammenarbeit der Arbeitsschutzkreise in der Normung ein. Bevor er am 30. November 2008 in den Ruhestand getreten ist, hat er im Interview einige Eindrücke wiedergegeben, die er in den zurückliegenden Jahren gewonnen hat.

Ein Normungsgremium des DIN darf gegen das „Geschlossene Votum“ eines wesentlichen an der Normung interessierten Kreises keine Entscheidung treffen. Damit ein solches Veto wirksam wird, muss klar sein, welcher Experte eines Gremiums welchem Kreis zuzurechnen ist. Um diese Zuordnungen zu aktualisieren, identifizieren die DIN-Normungsgremien derzeit verstärkt die Kreise, die in ihnen vertretenen sind, und ordnen ihre Experten diesen Kreisen zu.

Anlässlich des Weltnormentages fand am 21. Oktober 2008 in Paris eine europäische Konferenz zum Thema „Normung und KMU“ statt. Die Veranstaltung, die live im Internet übertragen wurde, widmete sich der Frage, mit welchen politischen Strategien und konkreten Maßnahmen die Erarbeitung und Anwendung von Normen für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) erleichtert werden kann.
Special
Die Mitglieder der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) haben Ende November 2008 den Weg dafür frei gemacht, dass künftig nicht mehr nur die gewerblichen Berufsgenossenschaften, sondern auch die Unfallversicherungsträger der öffentlichen Hand ihre Interessen über die KAN in der Normung vertreten können. mehr
Von ihrem Beitritt zum Verein zur Förderung der Arbeitssicherheit in Europa werden die Unfallversicherungsträger der öffentlichen Hand in hohem Maße profitieren. Zwar wurde die KAN bereits bei einzelnen Normungsvorhaben tätig, die den öffentlichen Bereich betrafen. Erst seit der Erweiterung ihres Aufgabenspektrums kann sie jedoch auch Normungsprojekte in den zentralen Bereichen Schule oder freiwillige Feuerwehr behandeln. mehr
Themen

Im Jahre 2007 hat ein internationaler Expertenkreis ein CEN-Dokument zu biologischen Risiken im Labor erarbeitet. Dieses CEN Workshop Agreement (CWA) 15793 „Laboratory Biorisk Management Standard“ ist nicht unumstritten, da es Arbeitsschutzanforderungen enthält, die bereits europäisch oder national geregelt sind. Fraglich ist auch, ob CWAs überhaupt geeignet sind, Belange von Sicherheit und Gesundheit zu behandeln.

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Damit Beschäftigte und andere am Arbeitsplatz anwesende Personen nicht unnötigerweise Gefahrstoffen ausgesetzt werden, müssen Hersteller die Emissionen von Maschinen möglichst an der Quelle vermindern. Bei Betonglättmaschinen wird diese Anforderung nicht immer ausreichend beachtet, so dass sie häufig eine große Menge schädlicher Gase ausstoßen. Die für diese Maschinen geltende Norm EN 12649:2008 muss in diesem Punkt dringend verbessert werden. mehr

Zur Unterstützung der Normung für sicherheitsbezogene Teile von Steuerungen beteiligten sich von 1997 bis 2000 unter französischer Federführung neun europäische Prüf- und Forschungsinstitute sowie zwei Industrieunternehmen am EUgeförderten CEN/STAR-Projekt „STSARCES“ (Standards for Safety-Related Complex Electronic Systems). Der Projektbeitrag des Instituts für Arbeitsschutz der DGUV (BGIA) lieferte einige der Grundlagen für die Norm EN ISO 13849-1.

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Zur Erhöhung der Lagerkapazität bzw. der Lagerdichte werden immer häufiger Kanalläger mit Satellitenfahrzeugen eingesetzt. In diesen Lägern treten aufgrund der automatisch ablaufenden Ein- und Auslagerung von Paletten Gefährdungen für Personen auf. Mögliche Maßnahmen zur Reduzierung dieser Gefährdungen hat der Fachausschuss Förder- und Lagertechnik gemeinsam mit Herstellern und Marktaufsicht erarbeitet. mehr
Special
Die 1989 verabschiedete europäische Bauprodukterichtlinie (BPR) wird möglicherweise noch in diesem Jahr durch eine neue europäische Verordnung ersetzt. Aus Sicht des Arbeitsschutzes ist es unabdingbar, dass diese Verordnung auch Anforderungen an die Sicherheit von Bauprodukten enthält. Hier besteht dringender Handlungsbedarf, wie eine in Kürze erscheinende KAN-Studie zur Sicherheit von Bauprodukten feststellt. mehr
Der betriebliche Arbeitsschutz soll vom Grundsatz her nicht Gegenstand der Normung sein. Dies besagt der Gemeinsame Deutsche Standpunkt zur Normung im Bereich des betrieblichen Arbeitsschutzes (GDS), der auf grundsätzlichen Festlegungen der europäischen Sozialpolitik (Artikel 137 EG-Vertrag) beruht. Da der GDS jedoch immer wieder unterschiedlich interpretiert wurde, hat die KAN eine Erläuterung erarbeitet, die die vorhandenen Grenzen und Spielräume für die Normung aufzeigen soll. mehr
Die Anthropometrie liefert Körpermaßdaten, die in vielen Bereichen – so auch für die sicherheits- und gesundheitsgerechte Gestaltung von Produkten – benötigt werden. Diese Daten müssen sich daher auch in Normen wiederfinden. Der neue KAN-Bericht 44 „Anthropometrische Daten in Normen“ gibt Hinweise, wie das Normenwerk im Sinne des Arbeitsschutzes vervollständigt und aktualisiert werden kann. mehr
Themen

Die Internetseiten des DIN (www.din.de) bieten allen an der Normung Interessierten ein breit gefächertes Informationsangebot mit detaillierter Suchfunktion. Die Abläufe der Normerarbeitung und die Möglichkeiten der Beteiligung an der Normung sind ebenso dargestellt wie rechtliche Aspekte und normungspolitische Themen. Im Folgenden sind einige für die Normungspraxis besonders nützliche Seiten zusammengestellt.

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Seit April 2009 wird eine Reihe von Produkten des DIN unter dem Oberbegriff DIN SPEC zusammengefasst. Diese entstehen in Verfahren, die nicht zwingend den vollständigen Konsens aller interessierten Kreise erfordern und deren Erarbeitungszeit dadurch kürzer ist als die von Normen. Aus Sicht des Arbeitsschutzes sind diese Dokumente jedoch nicht geeignet, wenn Sicherheits- und Gesundheitsschutzaspekte berührt werden.

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Special

Gehörschutz erreicht beim betrieblichen Einsatz oft eine geringere Schalldämmung als in der nach Norm durchgeführten Baumusterprüfung. Dies hat eine Studie des BGIA (IFA) – Institut für Arbeitsschutz der DGUV gezeigt. Korrekturwerte für die im Labor gemessenen Dämmwerte sollen den Anwender in der Praxis bei der Auswahl des Gehörschutzes unterstützen. Auch die Normung bietet Ansätze, um die Diskrepanz zwischen Labor und Praxis zu verringern.

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Mitlaufende Auffanggeräte mit fester Führung werden zur Absturzsicherung von Personen zum Beispiel auf Steigleitern eingesetzt. Normalerweise müssten sie in Europa nach EN 353-1 hergestellt und in Verkehr gebracht werden können. In dieser Norm wird jedoch die vorhersehbare Verwendung nicht ausreichend behandelt. Dies trug dazu bei, dass es immer wieder zu schweren Unfällen kam, und veranlasste die britischen Behörden, einen formellen Einwand vorzubringen.

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Bei Arbeiten an elektrischen Anlagen können Störlichtbögen entstehen, die in Sekundenbruchteilen enorme Energiemengen freisetzen und in der Nähe befindlichen Personen lebensgefährliche Verletzungen zufügen können. Um den extremen Gefährdungen in der Praxis besser begegnen zu können, hat eine Arbeitsgruppe der KAN in einem ersten Schritt Ziele und Forschungsbedarf für Schutzmaßnahmen gegen Störlichtbögen formuliert. mehr
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Der Arbeitsschutz hat in der europäischen Normung einen neuen Fürsprecher: Mit SABOHS hat CEN ein strategisches Beratungsgremium für Arbeitsschutz eingerichtet, das künftig den CEN-Rapporteur Arbeitsschutz beraten und die Technischen Normungskomitees in Arbeitsschutzfragen unterstützen wird.

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Methoden und Entwicklungen für die sichere und umweltverträgliche Verwendung von Materialien, den sicheren Betrieb von technischen Systemen und Prozessen sowie den sicheren Umgang mit Gefahrstoffen und Gefahrgütern sind in der modernen Arbeitswelt unverzichtbar. Die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) forscht, prüft und berät auf diesen Gebieten und sorgt dafür, dass die gewonnenen Erkenntnisse in die Normung einfließen.

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Die Veröffentlichung neuer Normen für Flurförderzeuge (zum Beispiel Gabelstapler, Hubwagen) steht kurz bevor. Die Besonderheit: Da international kein Konsens erreicht wurde, gibt es neben der Grundnorm sowie Ergänzungsteilen auch zwei Normenteile, die regional verschieden geregelte Anforderungen enthalten. Der europäische Teil stellt sicher, dass die Anforderungen der Norm nicht im Widerspruch zu den Europäischen Richtlinien stehen.

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Special

Wie ist es um den Zugang zu Normen sowie die Beteiligung der betroffenen Kreise in den Normungsgremien bestellt? Diese Frage stand im Mittelpunkt des Kolloquiums, das die KAN anlässlich ihres 15-jährigen Bestehens ausgerichtet hat. Zum Thema „Beteiligung des Arbeitsschutzes an der Normung“ diskutierten am 7. Oktober über 100 Teilnehmer in den Räumen des DIN in Berlin. Einige Kernthemen der Veranstaltung werden im Folgenden vorgestellt.

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Das KAN-Kolloquium gab den Arbeitsschutzkreisen Gelegenheit, ihre aktuellen und zukünftigen Erwartungen an die Normungund an die Arbeit der KAN darzustellen. mehr
Bei der Erarbeitung der rund 1500 Europäischen Normen pro Jahr ist die Beteiligung aller interessierten Kreise wichtig, da nur so eine breite Akzeptanz der Normen zu erreichen ist. In der Praxis wird dieses Ziel jedoch nicht immer erreicht. In zwei Studien wurden kürzlich die Gründe hierfür analysiert und mögliche Verbesserungsmaßnahmen aufgezeigt. mehr
Themen

Die europäischen und internationalen Normungsorganisationen CEN, CENELEC, ISO und IEC bieten auf ihren Internetseiten eine Fülle von Informationen. Begleiten Sie uns auf einen kleinen virtuellen Rundgang durch die Welt der Normung!

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Was bedeutet die Abkürzung „GDS“? Was genau ist ein formeller Einwand? Müssen Normen angewendet werden? Testen Sie Ihr Normungswissen in unserem Quiz! Die Lösungen finden Sie unter „Kurz notiert“ auf Seite 21. Zusätzliche Erläuterungen können Sie auf unserer Internetseite unter www.kan.de > Aktuelle Mitteilungen nachlesen.

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Die Sicherheit von Maschinen ist eine der großen Aufgaben des Arbeitsschutzes. Auch in der Normung nimmt dieses Thema breiten Raum ein. In jüngster Zeit stellte sich die Aufgabe, das Normenwerk an die neue Maschinenrichtlinie anzupassen. KANBrief sprach mit Christoph Preuße, dem Vorsitzenden der technischen Komitees CEN/TC 114 und ISO/TC 199 „Sicherheit von Maschinen“, über aktuelle Entwicklungen. mehr

Ende 2009 ist von deutscher Seite ein Normvorschlag zur Überarbeitung der EN ISO 4254-1 „Landmaschinen – Sicherheit –Teil 1: Allgemeine Anforderungen“ bei ISO eingereicht worden: Auftakt für eine Serie von Revisionen der Landmaschinennormen, die durch den KAN-Bericht 41 „Sicherheit von Landmaschinen“ ausgelöst wurde, und die nun sukzessive umgesetzt werden sollen. Die Bemühungen der Arbeitsschutzseite haben sich gelohnt.

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Anwender von harmonisierten Normen sollten genau darüber im Bilde sein, welche Richtlinienanforderungen in ihnen konkretisiert worden sind und welche nicht. Wer sich ausschließlich auf den normativen Teil von harmonisierten Normen verlässt und meint, damit alle Richtlinienanforderungen zu berücksichtigen, bewegt sich auf dünnem Eis. Es ist daher empfehlenswert, genau zu prüfen, wie weit die Vermutungswirkung tatsächlich reicht. mehr
Themen

Wer viel misst, misst Mist – bei Messungen physikalischer Größen weichen die Ergebnisse immer wieder voneinander ab. In einer von der KAN in Auftrag gegebenen Studie wurde daher untersucht, inwieweit die harmonisierten Normen und Norm-Entwürfe zur Maschinen- und PSA-Richtlinie sicherheitsrelevante Anforderungen enthalten, die durch Messgrößen beschrieben werden, und ob, wo dies erforderlich ist, auch geeignete Messmethoden festgelegt sind.

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CEN hat einen Leitfaden entworfen, der bei der Erstellung von Dienstleistungsnormen Anleitungen geben soll. Er wird als richtungweisend für zukünftige Dienstleistungsnormen angesehen und richtet sich an alle Akteure – nicht nur in der Normung Erfahrene –, die ein Interesse daran haben, ihre Dienstleistung zu normen. Einige in dem Leitfaden aufgeführte Punkte sind jedoch nicht mit der deutschen Arbeitsschutzposition im Einklang.

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Das Institut für angewandte Arbeitswissenschaft (IfaA) in Düsseldorf ist eine Wissenschaft und Praxis verbindende Institution in den Forschungsdisziplinen Arbeitswissenschaft und Betriebsorganisation. Die Arbeit des IfaA zielt auf die Steigerung der Produktivität und damit auf die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft und den Erhalt der Arbeitsplätze in Deutschland ab. mehr
Special
Sicheres Fahren und Transportieren – das Thema der Präventionskampagne 2010/2011 der Träger der gesetzlichen Unfallversicherung – ist nicht allein eine Frage des richtigen Verhaltens. Die Transportmittel selbst müssen ebenfalls sicher sein. Daher sind Normen mit ihren Beschaffenheitsanforderungen ein wichtiger Ansatzpunkt für die Prävention von Unfällen und Gesundheitsgefahren in diesem Bereich. mehr

Der Einsatz moderner Baumaschinen hat wesentlichen Anteil daran, dass Bauarbeiten zunehmend produktiver, aber auch ergonomischer ausgeführt werden. Das auf Baustellen oft enge räumliche Zusammenwirken von Mensch und Maschine birgt jedoch auch Gefahren. Mangelnde Sicht ist dabei einer der Aspekte, die immer wieder zu Unfällen führen. Mit Hilfe neuer Anforderungen in Normen und der Präventionskampagne „Risiko raus!“ rückt die Berufsgenossenschaft BAU dem Problem zu Leibe.

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Mitgängerflurförderzeuge sind in vielen Betrieben täglich im Einsatz. Gerade beim Rangieren mit den schweren Transportgeräten passieren immer wieder Unfälle. In 50 Prozent aller Fälle kommt es dabei zu Fußverletzungen. Eine neu entwickelte Fußschutzleiste kann diese wirksam verhindern. Sollte sich dieser Schutzmechanismus in der Praxis bewähren, soll er auch Eingang in die einschlägigen Normen finden. mehr
Themen

Nicht nur klassische DIN-Normen beschreiben den Stand der Technik, zum Beispiel in Bezug auf die Sicherheit von Produkten. Auch mehr als 1 800 nationale Richtlinien des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI) sind anerkannte Regeln der Technik, die u.a. den Arbeitsschutz betreffen. DIN-Normen und VDI-Richtlinien unterscheiden sich jedoch sowohl in der Erarbeitung als auch in ihrem Stellenwert. Dies bleibt für den Arbeitsschutz nicht folgenlos.

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Am 1. Januar 2010 nahm die DAkkS (Deutsche Akkreditierungsstelle GmbH1) ihre Arbeit auf. Mit der Einrichtung dieser nationalen Akkreditierungsstelle erfüllt Deutschland die europäische Forderung nach einer Vereinheitlichung des Akkreditierungssystems. Dieser Schritt schlägt ein neues Kapitel im deutschen Akkreditierungswesen auf und bündelt die langjährigen Erfahrungen und Kompetenzen der zuvor rund 20 Stellen in einer neuen Struktur.

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In Vorbereitung auf den Beitritt zur EU am 1. Januar 2007 hat Rumänien auch seine Arbeitsschutzgesetzgebung an die europäischen Rechtsvorschriften angeglichen. Zentrale Bedeutung kommt dem Gesetz 319/2006 über die Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz zu, das die europäische Arbeitsschutz-Rahmenrichtlinie 89/391/EWG in rumänisches Recht umsetzt und die Zuständigkeiten von Behörden, Institutionen und Arbeitgebern regelt. mehr
Special
Die Europäische Kommission und der Rat möchten das europäische Normungssystem reformieren. Es soll künftig besser auf Innovationen reagieren und die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen unterstützen. Dazu sollen die Normungsorganisationen ihre Geschäftsmodelle überarbeiten und das System besser an die Bedürfnisse der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) anpassen. mehr

Obwohl sich die Europäischen Institutionen bemühen, Richtlinien vollständig und eindeutig zu formulieren, tauchen immer wieder Fragen auf, wenn es um die praktische Anwendung geht. Für die Interpretation der Richtlinientexte des New Approach gibt es Dienststellen der Europäischen Kommission und europäische Gremien, deren Aufgaben im Folgenden kurz skizziert werden.

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Um sicherzustellen, dass harmonisierte europäische Normen die grundlegenden Sicherheitsanforderungen der EG-Richtlinien angemessen konkretisieren, greifen CEN/CENELEC und die Europäische Kommission auf ein System von unabhängigen Beratern zurück. Diese sind vertraglich an CEN/CENELEC gebunden und leisten durch die Überprüfung der Normen – allein im Bereich Maschinen ca. 570 – einen wichtigen Beitrag zur Qualitätssicherung des Normungssystems.

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Themen
Die Norm EN ISO 8041 legt Anforderungen an Vibrationsmessgeräte fest und beschreibt die Prüfung und Kalibrierung dieser Geräte. Die Norm wird in der Praxis benötigt, allerdings kann sie in ihrer jetzigen Form nicht mit wirtschaftlich vertretbarem Aufwand angewendet werden. Aus diesem Grund hat die KAN ein Positionspapier mit konkreten Verbesserungsvorschlägen erstellt, die in die Überarbeitung der Norm eingebracht werden sollen. mehr

Aufgrund des hohen Unfallgeschehens an Kanalballenpressen haben Arbeitschutzvertreter 2006 angeregt, für diese Maschinen eine Norm zu erarbeiten, die die Sicherheitsanforderungen der Maschinenrichtlinie konkretisiert. In einem von CEN eingerichteten Projektkomitee werden nun für verschiedene Arten von Pressen drei Normen formuliert. Der Normentwurf zu horizontalen Ballenpressen wird demnächst in die öffentliche Umfrage gehen.

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Malta ist mit 413.000 Einwohnern der kleinste Mitgliedstaat der Europäischen Union. Aufgrund der geringen Größe des Landes sind die mit dem Arbeitsschutz befassten Behörden besonders eng miteinander verbunden und pflegen eine intensive Zusammenarbeit. mehr
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Wenn Menschen und Roboter am Arbeitsplatz eng zusammenarbeiten, können Kollisionsrisiken nicht völlig ausgeschlossen werden. Dabei ist wichtig, dass Beschäftigte keinem ernsten Verletzungsrisiko ausgesetzt sind. Da die Normen für Industrieroboter zurzeit keine ausreichenden Anforderungen zur Verfügung stellen, haben das IFA und der FA MFS eine Handlungshilfe mit umfassenden Anforderungen erarbeitet. Deren Inhalte werden auch in die Normungsarbeit eingebracht.

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Politik und Wirtschaft haben sich zum Ziel gesetzt, verstärkt Fahrzeuge mit elektrischem Antrieb auf die Straßen zu bringen. In Forschung und Entwicklung liegt der Fokus derzeit auf der Fahrzeugtechnologie und der zusätzlich notwendigen Infrastruktur. Die neuen Produkte stellen aber auch eine Herausforderung für den Arbeitsschutz dar, da für den Elektroantrieb Spannungen in bisher ungewohnter Höhe genutzt werden. mehr

PEROSH steht für „Partnership for European Research in Occupational Safety and Health“. Das Netzwerk widmet sich der Forschung und Entwicklung auf Grundlage empirischer Erkenntnisse, um ein gesünderes, längeres und produktiveres Arbeitsleben zu ermöglichen. Der 2003 gegründete Verbund umfasst 13 Arbeitsschutzinstitutionen in Europa, die Ministerien oder der Unfallversicherung angeschlossen sind und rund 1.000 Wissenschaftler und Berater beschäftigen.

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In den vergangenen drei Jahren herrschte bedingt durch die Anpassung von mehr als 600 harmonisierten Normen an die neue Maschinenrichtlinie Hochkonjunktur in der europäischen Sicherheitsnormung. Dank der außerordentlichen Anstrengung aller beteiligten Akteure konnte diese Herausforderung erfolgreich bewältigt werden. Nach dieser Phase steht für die Technischen Komitees (TCs) im CEN nun eine Reihe von weiteren Aufgaben an.

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Mit der CE-Kennzeichnung erhalten technische Produkte den „Reisepass“ für den europäischen Markt. Um Hersteller über die Bedeutung des CE-Kennzeichens und die damit verbundenen Pflichten und Haftungsrisiken zu informieren, stellt das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr Baden-Württemberg mit der Lernanwendung CE-coach Grundlagenwissen im Internet kostenlos zur Verfügung. mehr
Normungsorganisationen und Verbände stellen inzwischen eine Reihe von Informations- und Rechercheangeboten zur Verfügung, die speziell auf die Bedürfnisse von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) zugeschnitten sind. Wir stellen einige Hilfsmittel vor, die KMU bei der Anwendung von Normen und der Beteiligung am Normungsprozess unterstützen. mehr
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Das ergonomische Normenwerk gliedert sich in europäische Normen unter der Maschinenrichtlinie, internationale Normen mit stärkerer Ausrichtung auf Prinzipien und Gestaltungsleitsätze sowie ergonomische Anforderungen in verschiedensten Produktnormen. Woran es bisher noch fehlt, um diese Bereiche zu einem harmonischen Ganzen zusammenzufügen, schildern die Vorsitzenden der Ergonomie-Ausschüsse beim DIN und bei ISO, Norbert Breutmann und Georg Krämer.

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Unsere Arbeitswelt wäre humaner, die Beschäftigten gesünder und die Betriebe effizienter, würden ergonomische Erkenntnisse mehr in die Praxis umgesetzt. Die Teilnehmer eines Workshops zu den Ergonomie-Anforderungen der neuen Maschinenrichtlinie hatten 2008 festgestellt, dass nicht die neuen Anforderungen, sondern mangelnde Kommunikation zwischen Wissenschaft und Praxis die wesentliche Schwierigkeit darstellen. Deshalb beschlossen sie kurzerhand, dies anzugehen. mehr
Im Juli 2010 veranstaltete die KAN einen Workshop „Anthropometrie in der Praxis: Von der Norm zum Konstrukteur“. Ausgangspunkt waren die Empfehlungen, die im KAN-Bericht 44 für den Bereich der Körpermaße in der Normung gegeben wurden. Die Teilnehmer des Workshops erörterten den aktuellen Handlungsbedarf und erarbeiteten eine Reihe von Vorschlägen. Diese hat die KAN Ende 2010 genehmigt, so dass die KAN-Geschäftsstelle nun die Umsetzung vorantreiben wird. mehr

Die Normen zur psychischen Arbeitsbelastung haben sich im Grundsatz bewährt. Bei der nun anstehenden Überarbeitung sollten dennoch einige Änderungen vorgenommen werden. Als Auftakt zu dieser Überprüfung hat der Normenausschuss Ergonomie des DIN eine in der Normung nicht alltägliche Form gewählt: einen Workshop. Darin wurden zahlreiche konkrete Vorschläge zur Fortschreibung der Normen gemacht, die der Ausschuss als Arbeitsgrundlage nutzen wird.

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Der europäische Binnenmarkt und damit ein wesentlicher Teil der Prävention beruhen auf geeigneten Verfahren für das Prüfen, Zertifizieren und weitere Überwachen der Produktkonformität. Die KAN hat prüfen lassen, ob eine wesentliche Voraussetzung für dieses Vorgehen erfüllt ist: Werden Konformitätsbewertungsstellen auf der Grundlage eines vollständigen, einheitlichen und in sich konsistenten Regelungs- und Normenwerks bewertet und akkreditiert? mehr
Im März 2010 hat die Europäische Kommission nach einem formellen Einwand der britischen Behörden die EN 353-1 zu Steigschutzeinrichtungen aus der Liste der harmonisierten Normen im Amtsblatt der EU zurückgezogen. Normungsgremien und Prüf- und Zertifizierungsstellen arbeiten an Festlegungen zur Lösung der dadurch für Hersteller, Prüfstellen, Anwender und Marktüberwachung entstandenen Probleme. mehr
Special
Büroarbeit ist in Deutschland die vorherrschende Form der Arbeit. Aktuell arbeiten ca. 17 Millionen Menschen an einem Büroarbeitsplatz – Tendenz steigend. Dem "Faktor Mensch" kommt dabei ausschlaggebende Bedeutung zu. Wer wettbewerbsfähige Büroarbeitsplätze einrichten will, kann es sich nicht erlauben, den Arbeitsschutz außer Acht zu lassen. mehr

In Deutschland gibt es ca. 18 Millionen Bildschirmarbeitsplätze. Mehr als 45 % der an diesen Arbeitsplätzen Beschäftigten klagen über Beschwerden wie Rücken- oder Nackenschmerzen. Nur wenn Arbeitsplätze ergonomisch gestaltet sind, ist gewährleistet, dass dort über viele Jahre beschwerdefrei gearbeitet werden kann. Dazu zählt auch, dass die Arbeitsplätze frei von störenden Reflexionen sind.

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Anders als an Büroarbeitsplätzen werden in Klassenzimmern ergonomische Rahmenbedingungen aus Kostengründen oder Unkenntnis oft vernachlässigt. Dabei ist das Klassenzimmer der tägliche Arbeitsplatz für Lehrer und Schüler. Die hohen Anforderungen, denen die Schüler und auch Lehrer ausgesetzt sind, lassen sich in einem ergonomischen und damit gesundheits- und lernfördernden Klassenzimmer besser meistern. mehr
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Über 100 Interessierte folgten am 31. März 2011 der Einladung von KAN, DGUV und EBD zu einer Podiumsdiskussion in Berlin, um über aktuelle Entwicklungen in der Normung zu diskutieren. Moderiert von Gregor Doepke (DGUV) sprachen die Podiumsteilnehmer Mariana Bode (BMWi), Michael Koll (BMAS/KAN) und Dr. Albert Hövel (DIN) unter anderem über Initiativen der EU zur Änderung des Normungssystems.

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Am 24. April 2011 trat die neue EU-Bauproduktenverordnung in Kraft. Sie gilt unmittelbar, wird in Bezug auf die Herstellerpflichten jedoch erst ab dem 01. Juli 2013 verbindlich. Die Verordnung stellt aus Sicht des Arbeitsschutzes eine entscheidende Verbesserung gegenüber der alten Bauproduktenrichtlinie dar, da sie erstmals auf europäischer Ebene Anforderungen an die Sicherheit von Bauprodukten festlegt. Damit wird eine Gesetzeslücke geschlossen. mehr

Zum 31. Mai 2010 wurden das Oberste Institut für Unfallverhütung und Sicherheit am Arbeitsplatz (ISPESL) und das Vorsorgeinstitut für den Maritimen Sektor (IPSEMA) dem Nationalen Institut für Versicherung gegen Arbeitsunfälle (INAIL) angegliedert. Ziel ist es, Ressourcen zu bündeln und Versicherung und Forschung enger miteinander zu verknüpfen.

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Special

Die Europäische Kommission beabsichtigt, das europäische Normungssystem neu zu gestalten. Sie möchte damit zum Beispiel dem Umstand Rechnung tragen, dass bestimmte Wirtschaftszweige zunehmend andere Foren als herkömmliche, konsensorientierte Normungskomitees bevorzugen, um die von ihnen benötigten Spezifikationen zu erarbeiten. Dies gilt insbesondere für Bereiche wie die Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) oder die öffentliche Sicherheit (Security).

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Das 2008 verabschiedete „Binnenmarktpaket“ enthielt neben der Europäischen Verordnung 765/2008/EG zur Marktüberwachung und Akkreditierung auch den Beschluss 768/2008/EG. Hierin wurde vereinbart, wie künftig Richtlinien zu gestalten sind, damit der Binnenmarkt einheitlicher und besser geregelt wird. Im Zuge der Umsetzung dieses Neuen Rechtsrahmens hat die Europäische Kommission Vorschläge für die Anpassung von zehn Richtlinien vorgelegt. mehr
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Dienstleistungsnormung gewinnt neben der reinen Produktnormung zunehmend an Bedeutung und ist daher auch für den Arbeitsschutz ein hochaktuelles Thema. Wichtig ist vor allem, dass die Dienstleistungsnormen nicht mit gesetzlichen Arbeitsschutzregelungen in Konflikt geraten. Für Anforderungen an die Sicherheit und den Gesundheitsschutz der Personen, die die Dienst-leistung erbringen, sind Normen nicht geeignet. mehr
Bei der Arbeit mit großen Forstmaschinen ist es in der Vergangenheit zu teils schweren Unfällen gekommen. Die KAN hat dies zum Anlass genommen, in einer Studie untersuchen zu lassen, ob und inwieweit bestimmte grundlegende Anforderungen der Maschinenrichtlinie 2006/42/EG in den Normen für Forstmaschinen umgesetzt wurden. Dabei hat sich gezeigt, dass die bestehenden Normen in verschiedenen Punkten überarbeitet und verbessert werden müssen. mehr

Eine britische Initiative hat unter dem Titel ‚Safer by Design’ Konstruktionsleitlinien entwickelt, die die Sicherheitslücke zwischen Herstellern und Betreibern von mobilen Maschinen für die Gesteinsgewinnung und -verarbeitung schließen. Es wurden Kernanforderungen erarbeitet, die in Ergänzung zu nationalen, europäischen und internationalen Normen den tatsächlichen Stand der Technik darstellen, den die CE-Kennzeichnung eigentlich widerspiegeln sollte.

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Die Vision ist verlockend: Jeder Mitarbeiter, der einen Arbeitsplatz betritt und persönliche Schutzausrüstung trägt, wird im Zutrittsbereich automatisch und berührungslos gescannt. Es wird überprüft, ob die Schutzausrüstung geeignet, im ordnungsgemäßen Zustand und untereinander kompatibel ist. Die Unfallzahlen, Krankentage und Berufskrankheiten müssten dadurch ein noch nie da gewesenes Minimum erreichen. mehr
Special
Die dem Neuen Konzept zugrundeliegende Aufgabenteilung zwischen Gesetzgebung und Normung hat sich in vielen Produktfeldern sehr gut bewährt. Ergebnis ist ein mit hohem Engagement erarbeitetes, gemeinsames technisches Regelwerk für ganz Europa. Die zunehmende Internationalisierung, schnellere Innovationszyklen, veränderte rechtliche Anforderungen sowie eingeschränkte Ressourcen für die Mitarbeit stellen jedoch die Normung vor neue Herausforderungen. mehr
Der Strategieausschuss für Arbeitsschutz des französischen Normungsinstituts AFNOR befasst sich seit einiger Zeit mit der Frage, wie die Qualität harmonisierter europäischer Normen im Zuge ihrer Überarbeitung noch weiter verbessert werden kann. Die wichtigsten Verbesserungsvorschläge, die sich aus den Überlegungen ergeben haben, werden im Folgenden erörtert. mehr
Ein neuer Trend deutet sich an: Zurzeit entstehen zahlreiche CEN Workshop Agreements (CWA) und andere Spezifikationen zu Sicherheitsthemen. In einem Positionspapier hat die KAN die Verfahren zur Erstellung von CWAs und PAS und deren besondere Problematik für den Arbeitsschutz dargestellt. Das Papier bietet eine Handlungshilfe für Arbeitsschutzexperten im Umgang mit diesen Spezifikationen. mehr
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Eine Arbeitsgruppe der KAN mit Vertretern der Unfallversicherungsträger, Länder, Prüfstellen, Forschung und Industrie hat sich seit Juni 2009 intensiv mit dem Schutz vor den Auswirkungen von Störlichtbögen beschäftigt. Ursprüngliches Ziel war es, die Parameter für Baumusterprüfungen für Schutzkleidung gegen thermische Gefährdungen durch Störlichtbögen zu diskutieren. Letztendlich gingen die Diskussionen aber über diese anfängliche Aufgabe hinaus. mehr
In Europa ist eine Vielzahl von Akteuren an der arbeitsschutzbezogenen Regelsetzung, Normung, Prüfung und Zertifizierung beteiligt. Um die Sicherheit der Produkte, die an Arbeitsplätzen zum Einsatz kommen, dauerhaft zu gewährleisten, ist es unerlässlich, dass sämtliche Kreise aktiv zusammenarbeiten und Informationen und neue Erkenntnisse untereinander austauschen. mehr
Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser: Arbeitsmittel und andere technische Produkte wie Maschinen, elektrisch betriebene Geräte, PSA oder Spielzeug müssen sicher sein. Das zu überprüfen, ist Aufgabe der Marktüberwachungsbehörden. Um den Informationsfluss über gefährliche Produkte zwischen Herstellern, Verbrauchern und Behörden zu fördern, hat die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) ein umfangreiches Produktsicherheitsportal eingerichtet. mehr
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Am 31. August 2011 haben die Träger der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie (GDA) und die Sozialpartner ein neues Leitlinienpapier zur Optimierung des Vorschriften- und Regelwerks im Arbeitsschutz unterzeichnet. Doppelregelungen sollen vermieden, Betriebe entlastet und das Arbeitsschutzniveau weiter gestärkt werden. Das Leitlinienpapier legt die Grundlage für ein verständliches, überschaubares und abgestimmtes Vorschriften- und Regelwerk. mehr
Die gesetzlich festgelegte Verpflichtung zur Herstellung eines abgestimmten Vorschriften- und Regelwerkes ist ein Kernbestandteil der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie (GDA). Leitprinzip ist, dass staatliche Vorschriften sowie das Regelwerk staatlicher Ausschüsse vorrangige Instrumente zur Förderung von Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz sind. Welche Bedeutung hat vor diesem Hintergrund das Vorschriften- und Regelwerk der Unfallversicherungsträger? mehr
Wenn durch die Normung bereits bei der Konstruktion von Arbeitsmitteln auf Sicherheit und Ergonomie geachtet wird, lassen sich viele Risiken frühzeitig abwenden. Dies erspart nicht nur hohe volks- und betriebswirtschaftliche Kosten, sondern auch menschliches Leid. Die Mitarbeit von Vertretern der Unfallversicherungsträger in der Normung ist daher ein wichtiges Instrument der Prävention. mehr
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Im Jahre 1996 hat das DIN-Präsidium einen Beschluss zum Schutz maßgeblicher Interessengruppen in der Normungsarbeit auf nationaler Ebene gefasst und 2007 aktualisiert. Danach konnte gegen das geschlossene Votum eines wesentlichen an der Normung interessierten Kreises keine Entscheidung getroffen werden, falls es im Normungsgremium doch einmal nicht zum Konsens, sondern zur Abstimmung kommt. Dieser wichtige Beschluss wurde nun noch einmal konkretisiert. mehr
Am 1. Dezember 2011 ist das Geräte- und Produktsicherheitsgesetz (GPSG) durch das neue Produktsicherheitsgesetz (ProdSG) abgelöst worden. Der neue Name des Gesetzes sowie der deutlich angewachsene Umfang (40 Paragrafen statt bisher 21) lassen auf erhebliche Änderungen schließen. Bei näherer Betrachtung wird man jedoch trotz zahlreicher Neuerungen im Detail die bewährte Grundstruktur des GPSG wiedererkennen. mehr
Ein Interview mit Klaus Yongden Tillmann. Der ehemalige Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Dortmund ist seit Januar 2011 Generalsekretär des Europäischen Büros des Handwerks und der Klein- und Mittelbetriebe für die Normung (NORMAPME) in Brüssel. mehr
Special
Ob Fahrkartenautomaten, Haushaltsgeräte oder Computertastaturen – Geräte, die der Mensch benutzt, sollen nicht nur sicher, sondern auch leicht zugänglich und handhabbar sein. Unabhängig von der Einsatzumgebung (Arbeit, Privathaushalt, Freizeit) sind die zugrundeliegenden ergonomischen Grundsätze immer gleich. Die im November 2011 veröffentlichte DIN EN ISO 26800 fasst diese Grundsätze für sämtliche Anwendungen erstmals in einer Norm zusammen. mehr
Die ergonomische Gestaltung von Maschinen darf von Ingenieuren nicht als Extra empfunden werden, sondern muss ein selbstverständlicher Bestandteil der Konstruktion sein. Der Leitfaden der Europäischen Kommission zur Maschinenrichtlinie 2006/42/EG wurde unlängst um einen Sonderteil ergänzt, der die ergonomischen Anforderungen ausführlicher erläutert. mehr
Anhand eines Prüffingers lässt sich testen, ob Gehäuse von Maschinen und Anlagen so konstruiert sind, dass Personen nicht mit gefährlichen Teilen in Berührung kommen können. Ein von der KAN in Auftrag gegebenes Gutachten hat ergeben, dass Prüffinger nach DIN EN 60529 diesen Schutz jedoch nicht immer gewährleisten. mehr
Themen
2011 wurde auf Initiative des Arbeitgeberbüros der KAN-Geschäftsstelle beim Beratenden Ausschuss für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz der Europäischen Kommission die ‚Arbeitsgruppe Normung’ eingerichtet. Auf europäischer Ebene gibt es damit nun ein spezielles Gremium, in dem sich Staat, Arbeitnehmer und Arbeitgeber zu normungspolitischen Fragen austauschen. mehr
Um die Zahl der Unfälle beim Bearbeiten von Brennholz weiter zu reduzieren, müssen auch die Normen für die dabei verwendeten Maschinen verbessert werden. Wie erreicht werden kann, dass Maschinenführer und ggf. mitarbeitende Personen nicht in den Säge- oder Spaltbereich hineingreifen, wurde in den Jahren 2009 bis 2011 in mehreren von der KAN-Geschäftsstelle moderierten Expertengesprächen diskutiert. mehr
Seit September 2011 ist die Österreicherin Dr. Christa Sedlatschek Direktorin der Europäischen Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz (EU-OSHA) in Bilbao. Sie berichtet über aktuelle Arbeitsschwerpunkte und Projekte der Agentur. mehr
Special
Helsinki, geografisch am nördlichen Rand, aber wirtschaftlich und technisch mitten in Europa gelegen, war Veranstaltungsort der EUROSHNET-Konferenz zu „Zusammenspiel aller Akteure – der Schlüssel zur Produktsicherheit“. Dass sichere Produkte in Europa nur erreicht werden können, wenn alle Akteure von der Planung bis zur Nutzung ihre Erfahrungen miteinander teilen, diskutierten rund 150 Teilnehmer aus 20 überwiegend europäischen Ländern. mehr
Die 4. Europäische Konferenz legte einen besonderen Schwerpunkt auf die Interaktion zwischen allen an der Produktsicherheit beteiligten Akteuren. Dies spiegelte sich auch im Programm wider: In einem World Café und zehn Workshops zu verschiedenen Themen waren die Teilnehmer eingeladen, Meinungen und Erfahrungen auszutauschen und neue Wege der Aktion und Interaktion vorzuschlagen, um die Produktsicherheit an Arbeitsplätzen in den kommenden Jahren zu verbessern. mehr
Die europäische Marktüberwachung für Arbeitsmittel steht am Scheideweg. Einerseits sinken die Ressourcen, andererseits fordern Industrie, Gewerkschaften und Arbeitsschützer eine bessere Marktüberwachung. Die Hauptaufgabe der nächsten Jahre wird es sein, die verfügbaren Ressourcen wirksamer einzusetzen, um ein koordiniertes und effizientes System zu schaffen, das den Binnenmarkt unterstützt und die europäische Wirtschaft vor nicht-konformen Importen aus Drittländern schützt. mehr
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Um die wertvollen Erkenntnisse der Marktüberwachung trotz knapper Ressourcen in die Normung einbringen zu können, ist es sinnvoll, Möglichkeiten der Kooperation auszuloten und bestehende Modelle weiterzuentwickeln. Das Europäische Gewerkschaftsinstitut ETUI hat im Februar 2012 in Brüssel ein Treffen von Experten der ADCO-Gruppe Maschinen, von CEN und Arbeitsschutzinstitutionen organisiert, bei dem das Erfolgsmodell ADCO Task Force Landmaschinen vorgestellt wurde. mehr
Ein für die Branche typischer Unfall lenkte im Jahr 2007 die Aufmerksamkeit der Arbeitsschützer auf die Produktnorm für Spritzpistolen EN 1953: Ein Lackierer hatte sich mit einem so genannten Airless-Gerät Material in seine Hand injiziert. Immer wieder kommt es vor allem bei der Reinigung, Wartung und Instandsetzung zu solchen Unfällen. Offen war zunächst, ob ein Produktmangel oder unzureichende Schutzmaßnahmen in der Norm den Unfall begünstigten. mehr
Normen im Bildungswesen berücksichtigen vor allem ergonomische Aspekte und tragen dazu bei, den Lernort „Schule“ hinsichtlich der Gesundheit und der Arbeitsbedingungen zu optimieren. Allerdings muss genau geprüft werden, welche Aspekte in Normen behandelt werden können und welche anderen Regelungen unterliegen. Die Möglichkeiten und Grenzen der Normung wurden im DGUV-Projekt „Gesundheits- und lernförderndes Klassenzimmer“ deutlich. mehr
Special
Angesichts der häufig verwirrend großen Anzahl an Produkten und Lieferanten ist der Einkauf von geeigneten Arbeitsmitteln eine Herausforderung für viele Betriebe. Oft fehlt es an Informationen, anhand derer beurteilt werden kann, ob ein bestimmtes Produkt für eine bestimmte Arbeitsaufgabe geeignet ist. mehr
Die Integration der sicherheitstechnischen Anforderungen bei der Beschaffung von Maschinen und technischen Einrichtungen wird im Hause Ford kontinuierlich verbessert. Voraussetzung hierfür ist eine enge Zusammenarbeit zwischen der europaweit aktiven Fertigungsplanung, dem Einkauf, der Arbeitssicherheit und den Herstellern/Lieferanten. Das wichtigste Instrument ist dabei eine im Dialog erarbeitete Risikobeurteilung. mehr
Rund 37 % der Schutzeinrichtungen an Maschinen sind einer Studie zufolge vorübergehend oder ständig manipuliert. Dies betrifft nicht nur veraltete Maschinen, wie man vielleicht erwarten könnte, sondern in großem Umfang auch Maschinen neueren Baujahrs. Der Schlüssel zur Lösung des Problems liegt darin, die Bedürfnisse der Benutzer stärker zu berücksichtigen und damit den Anreiz zur Manipulation so weit wie möglich zu verringern. mehr
Themen
Die Europäische Kommission hatte 2011 einen Entwurf für eine Verordnung vorgelegt, mit der das Normungssystem besser an die Herausforderungen unserer Zeit angepasst werden soll. Nach intensiven Verhandlungen und einigen Änderungen gegenüber dem ursprünglichen Vorschlag haben das Europäische Parlament im September und der Rat im Oktober 2012 dem ausgehandelten Kompromiss zugestimmt. Die Verordnung gilt ab dem 1. Januar 2013. mehr
Die BG RCI1 hat in einem Forschungsprojekt testen lassen, welche Auswirkungen verschiedene Volumenströme bei Körpernotduschen auf die Abspüleffizienz von Chemikalien haben. Die Ergebnisse wurden im Juni 2012 auf der ACHEMA vorgestellt. Es zeigte sich, dass das Motto „Viel hilft viel“ in Bezug auf den erforderlichen Volumenstrom fehl am Platze ist – eine wichtige Erkenntnis für den geplanten weiteren Teil der europäischen Normenreihe „Sicherheitsnotduschen“. mehr
Europa muss seine Innovationskraft stärken, um auf dem globalen Markt wettbewerbsfähig zu bleiben. Hierbei kann die Normung als Brücke zwischen Forschung und Innovation dienen und so zur wirtschaftlichen Wertschöpfung beitragen. CEN und CENELEC unterstützen Forscher mit Informationen, Beratungsangeboten und einem Kooperationsprogramm dabei, die Normung systematisch in ihre Projekte einzubeziehen. mehr