Freihandelsabkommen

Technische Normen werden immer häufiger auf internationaler Ebene erarbeitet. Internationale Handelsabkommen unterstützen diese Entwicklung, so dass das europäische wie auch das deutsche Normenwerk zunehmend auf internationalen Arbeitsergebnissen basieren. Diese Entwicklung trifft auch für Normen mit Arbeitsschutzbezug zu. Daher wird eine wirksame und möglichst frühzeitige Einflussnahme des Arbeitsschutzes auf Normungsarbeiten von ISO und IEC immer wichtiger.

Die KAN hat bereits im Jahr 2002 untersuchen lassen, welche Auswirkungen das WTO/TBT-Abkommen auf die arbeitsschutzrelevante Normung haben könnte. Den Volltext dieser ausführlichen Analyse des Abkommens und der normungspolitischen Diskussion können Sie, eingeleitet durch die Zusammenfassung und die daraus  resultierenden Empfehlungen der KAN (pdf, nicht barrierefrei) herunterladen.

TTIP und Arbeitsschutz

Bei der der Diskussion um die Transatlantischen Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP) zwischen den USA und der Europäischen Union bewegten die Öffentlichkeit insbesondere Fragen zum Verbraucherrecht und zum Investitionsschutz. Weniger beachtet waren mögliche Auswirkungen der TTIP auf den Arbeits- und Gesundheitsschutz.

DGUV und KAN hatten daher im Jahr 2014 Kontakt mit Vertretern der Europäischen Kommission in Sachen "nicht-tarifäre Handelshemmnisse" sowie "Normung" aufgenommen, um insbesondere die Bedenken bezüglich einer gegenseitigen Anerkennung von Technischen Vorschriften, Normen und Konformitätsbewertungsverfahren zu erläutern. Die KAN wird die Entwicklung der Verhandlungen weiterhin aktiv beobachten und gegebenfalls Stellung beziehen.

Weitere Informationen finden Sie hier.

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