Nanotechnologie

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Selbstreinigende Oberflächen, leuchtende Tapeten, miniaturisierte Datenspeicher – die oft beschriebenen Möglichkeiten der Nanotechnologie lesen sich wie ein Wunschzettel an die Zukunft. Weltweit wird geforscht und entwickelt, um auf diesem Markt präsent zu sein. Dabei müssen auch mögliche Gesundheitsrisiken berücksichtigt werden. Standardisierte Mess- und Bewertungsverfahren spielen in diesem Zusammenhang eine große Rolle.

Nanotechnologie bezeichnet die Herstellung, Untersuchung und Anwendung von Strukturen mit einem Durchmesser von weniger als 100 Nanometern. Bei dieser Größe besitzen Stoffe und Strukturen geänderte Eigenschaften, die die Herstellung von Produkten mit neuartigen Funktionen ermöglichen. Die wirtschaftlichen Chancen durch den Einsatz der Nanotechnologie sind enorm. Ihre breite Anwendung setzt aber die Minimierung möglicher Gefährdungen voraus. Von Nanopartikeln ausgehende Risiken müssen bereits in der Phase der Forschung und Entwicklung untersucht werden. Die Exposition des Menschen und der Umwelt während der gesamten Produktlebensdauer, von der Herstellung über die Nutzung bis hin zur Entsorgung, muss ermittelt und beurteilt werden.

Mit der Nanotechnologie entsteht ein Feld, in dem sich der Arbeitsschutz intensiv engagieren sollte. Experten sollten sowohl die Forschung als auch die Normung begleiten und die Interessen des Arbeitsschutzes von Anfang an effektiv in diesem Prozess vertreten. Das Ziel muss sein, die Risiken zu minimieren, um die gepriesenen Chancen der neuen Technologie tatsächlich auf breiter Basis, und vor allem sicher, nutzen zu können.

Die KAN-Studie "Normung in der Nanotechnologie - Bestandsaufnahme und Bedarfsanalyse aus Sicht des Arbeitsschutzes" ist abgeschlossen und wird im Frühjahr 2017 veröffentlicht.

 

 

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