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Unter dem Motto „An Autonomous Union. Open to the World.“ („Eine autonome Union. Offen für die Welt.“) verfolgt Zypern das Ziel, die innere Stärke und Autonomie der EU zu festigen, um den aktuellen geopolitischen Umbrüchen sowie den intensiven, vielfältigen und komplexen Herausforderungen wirksam zu begegnen.
Die zyprische Ratspräsidentschaft beabsichtigt, die Maßnahmen zur Unterstützung der Binnenmarktstrategie aus Mai 2025 sowie die Umsetzung des Kompasses für Wettbewerbsfähigkeit aus Januar 2025 zu vertiefen. Zudem soll die Arbeit an den sogenannten Omnibus-Paketen vorangetrieben werden, die darauf abzielen, die EU-Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und Unternehmen von Berichtspflichten und Verwaltungskosten zu entlasten. Dazu gehören auch die anstehenden Verhandlungen zum Omnibus IV-Paket, das die Einführung von Common Specifications in zahlreiche weitere Binnenmarktvorschriften vorsieht. Zypern plant, die Trilogverhandlungen hierzu einzuleiten und bis zum Ende seiner Ratspräsidentschaft abzuschließen.
Im Bereich des Arbeitsschutzes wird die zyprische Ratspräsidentschaft den Fokus auf die Fortführung der sechsten Überarbeitung der Richtlinie 2004/37/EG über Karzinogene, Mutagene und reproduktionstoxische Stoffe (CMRD) legen. Der Rat hatte Anfang Dezember sein Verhandlungsmandat zu dem Richtlinienentwurf angenommen.
Mit der Übernahme des Vorsitzes bildet Zypern den Abschluss des sogenannten Dreiervorsitzes gemeinsam mit Polen und Dänemark, die 2025 jeweils sechs Monate lang die Ratspräsidentschaft innehatten. Das Trio hat langfristige Ziele (nur EN) definiert und sorgt mit einem übergeordneten Programm dafür, dass zentrale Themen im Rat kontinuierlich behandelt werden.