Neues Format bei ISO: Open Consultation

Eine Person hält vor einer grünen Tafel ein Megafon in der Hand. ©DOC RABE Media - stock.adobe.com

Die internationale Normungsorganisation ISO testet mit dem Open-Consultation-Programm einen neuen Ansatz: Es handelt sich um ein Gremienformat, welches sich von den traditionellen ISO-Gremien unterscheidet, indem auch Personen außerhalb des ISO-Systems oder der Normung einbezogen werden.

ISO Open Consultations werden in Form eines oder mehrerer Workshops abgehalten. Ziel dabei ist es, den Normungsbedarf in neuen, innovativen Themenfeldern zu ermitteln. Zudem sollen die Erwartungen der vom jeweiligen Thema angesprochenen Interessengruppen an die Normung definiert werden. Dabei werden keine normativen Dokumente erarbeitet, sondern öffentliche Informationsdokumente, die an den ISO-Rat übermittelt werden und empfohlene Maßnahmen für die Normung enthalten.

Ausgangspunkt einer Open Consultation ist der Vorschlag einer Mitgliedsorganisation, die vom ISO-Rat angenommen werden musss. Darauf folgt ein öffentlicher Teilnahmeaufruf, um Fachleute für die Arbeit zu gewinnen.