Jahresbericht 2026: EU bewertet Binnenmarkt, Wettbewerbsfähigkeit und Dauer von Normungsverfahren

EU-Flaggen vor der Europäischen Kommission in Brüssel © FLEMAL - stock.adobe.com

Die Europäische Kommission hat am 30. Januar 2026 ihren “Annual Single Market and Competitiveness Report“ (EN) für das laufende Jahr veröffentlicht. Der Bericht zieht eine Bilanz über das Funktionieren des Binnenmarktes und die Wettbewerbsfähigkeit der EU.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der Verfolgung der Fortschritte bei der Umsetzung der Binnenmarkstrategie vom Mai 2025. In dieser Strategie wurden die sogenannten „Terrible Ten“ als die dringendsten Binnenmarkthindernisse identifiziert, die die Kommission gemeinsam mit den Mitgliedstaaten abbauen möchte. Der Bericht bewertet nun bestehende Wettbewerbsengpässe und Fortschritte bei deren Beseitigung anhand von Leistungsindikatoren (Key Perfomance Indicators – KPIs).

Einer dieser Leistungsindikatoren misst die durchschnittliche Zeit, die für die Entwicklung einer Industrienorm erforderlich ist (KPI 7), und verfolgt damit die Fortschritte bei der angestrebten Beschleunigung von Normungsverfahren. Der Bericht stellt fest, dass sich die Ausarbeitungsphase für Normen in den vergangenen zehn Jahren verlängert hat. Dies sei zum Teil auf veraltete Arbeitsweisen sowie die unzureichende Nutzung digitaler Technologien zurückzuführen. In der Folge könne die Normung den Anforderungen des Marktes und der Gesetzgebung nicht mehr in ausreichendem Maße gerecht werden, was die Wettbewerbsfähigkeit der EU-Industrie beeinträchtige.

Hier geht es zum "Annual Single Market and Competitiveness Report" (EN)