Die Module
Die acht Module sind jeweils in unabhängig voneinander nutzbare Einheiten unterteilt. Anhand eines Fallbeispiels wird in jedem Modul in das jeweilige Thema eingeführt.
Die Module umfassen mehr als 500 Vortragsfolien, bestehend aus PowerPoint-Präsentationen mit umfangreichem Zusatzmaterial wie Präsentationsnotizen für Dozenten, Modulbeschreibungen und Video-, Foto- und Textbeispielen sowie Übungen. Der Gesamtumfang aller Module einschließlich Zusatzmaterial beträgt ca. acht Doppelstunden.
Download der Module
Lernziele
Die Lernenden ...
- kennen den Begriff der Ergonomie.
- können die Gestaltungsfelder der Ergonomie an Hand von Beispielen thematisch einordnen.
Zeitbedarf etwa 90 Minuten.
Die Lernenden...
- kennen die Ziele der ergonomischen Gestaltung.
- kennen den Zusammenhang zwischen konstruktiver Gestaltung und der Ergonomie.
- kennen arbeitswissenschaftliche Bewertungskriterien.
- kennen die rechtlichen und normativen Grundlagen zur Durchsetzung arbeitswissenschaftlicher Anforderungen.
- kennen die Wirkung technischer Belastungsaspekte auf Beanspruchung und Leistung im Arbeitsprozess. Insbesondere kann die Beziehung von Leistungsfähigkeit und –bereitschaft als Teil des menschlichen Leistungsangebotes und der Einfluss von Technik, Organisation und Arbeitsaufgabe eingeordnet werden.
- können arbeitswissenschaftliches Gestaltungswissen in den konstruktiven Entwurfsprozess integrieren.
- können Informationsquellen für ergonomische Gestaltungsaspekte nutzen.
Zeitbedarf etwa 90 Minuten.
Nach erfolgreicher Teilnahme am Modul liegen folgende Kenntnisse vor:
- Verständnis menschlicher Maße und deren Verteilung
- Erkennen der Zusammenhänge zwischen Körper- und Gestaltungsmaß und Differenzierung von Gestaltungsmaßen
- Erkennen von Einflussfaktoren auf Körpermaße
- Kenntnis von nationalen und internationalen Datenquellen und deren Handhabung
- Wissen zu wichtigen sichtgeometrischen Daten, deren Anwendung und Bedeutung
- Einsicht in konventionelle und moderne Hilfsmittel der Arbeitsplatz- und Produktauslegung
- Erkenntnisse zu Sitzbezugspunkten für die konstruktive Gestaltung
- Wissen zu wichtigsten Funktionsmaßen wie Greifräume, Körperfreiräume, Sicherheitsabstände und deren Bedeutung und Unterscheidung
- Erfassung von Aspekten der physischen Belastung und Beanspruchung
- Unterscheidung der Wirkung physischer Belastung auf den Menschen
- Einblick in die Arten von Muskelarbeit
- Wissen zur Unterscheidung von Körperkräften
- Erkenntnisse zu Einflüssen auf maximale und zulässige Körperkräfte
- Einsicht in Aufbau und Wirkungsweise der Wirbelsäule
- Wissen zu Belastungsfaktoren und -grenzen
- Einblick in Bewertungsansätze sowie normative Bezüge
Zeitbedarf etwa 90 Minuten.
Die Lernenden ...
- kennen das arbeitswissenschaftliche Belastungs-/Beanspruchungsmodell.
- kennen die Maßnahmenrangfolge und die Gründe für eine solche Reihenfolgenbildung.
- haben einen Überblick über die Arbeitsumwelteinflüsse.
- kennen die physikalischen Grundlagen der Arbeitsumwelteinflüsse.
- kennen die rechtlichen und normativen Grundlagen zur Durchsetzung arbeitswissenschaftlicher Anforderungen.
- können konstruktive bzw. gestalterische Ansätze zur Begrenzung von Belastungen ableiten.
Zeitbedarf etwa 90 Minuten, davon etwa 20 Minuten für die Einführung.
Nach erfolgreicher Teilnahme liegen folgende Kenntnisse vor:
- Einsicht in wichtige Begriffe und Definitionen
- Verständnis methodischer Schritte in der Grob- und Feinanalyse von Stellteilen
- Wissen zu Anforderungen und Merkmalen grob- und feinmotorischer Stellteile
- Kennen ergonomischer Gestaltungsprinzipien für die Benutzer-Interaktion mit Anzeigen
- Erkenntnisse bezüglich Auswahl, Gestaltung, Anordnung und Kennzeichnung (anzusprechender Sinneskanal, Codierung der Information bei verschiedenen Signalarten) von Anzeigen
- Wissen zur Gestaltung optischer Anzeigen (Anforderungen an Erkennbarkeit, Identifizierung und Interpretation)
- Kenntnis zu Merkmalen und Ausführung von Analog- und Digitalanzeigen
- Wissen zur Anwendbarkeit von Analog- und Digitalanzeigen
- Wissen zu Vor- und Nachteilen von Analog- und Digitalanzeigen
- Kenntnis grundlegender Inhalte wichtiger Normen
Zeitbedarf etwa 90 Minuten.
Die Lernenden …
- kennen unterschiedliche Ziel- und Nutzergruppen und die sich daraus ergebenden differenzierten Gestaltungsanforderungen.
- kennen Ziele und Beurteilungsmethoden zur ergonomischen Qualität von Arbeitssystemen.
- kennen die Komplexität von Arbeitssystemen einschließlich möglicher Auswirkungen separater Gestaltungslösungen.
- sind in der Lage eine Arbeitssituation schematisch entsprechend des Arbeitssystembegriffs zu strukturieren und daraus Handlungs- und Gestaltungsbedarf abzuleiten.
- sind in der Lage systematisch unter Berücksichtigung vorhandener und bekannter Gestaltungsvorgaben (z.B. Normen) eigene ergonomische Lösungen für Arbeitssysteme, Produkte oder einzelne Elemente (Schnittstelle Hand-Maschine) zu erarbeiten.
Zeitbedarf etwa 90 Minuten.
Die Lernenden …
- kennen die Inhalte und Ziele der Prozessergonomie.
- kennen den Bezug zwischen Motivation und Tätigkeitsstrukturierung.
- kennen die Grundbegriffe der Betriebsorganisation.
- kennen die Elemente der Organisationsentwicklung und Möglichkeiten zur Prozessoptimierung.
Zeitbedarf etwa 90 Minuten.
Die Lernenden …
- können die Begriffe Gebrauchstauglichkeit, Usability und Funktionalität von Medizinprodukte erklären
- kennen rechtliche Anforderungen an die ergonomische Gestaltung von Medizinprodukten
- können wichtige Normen zur ergonomischen Gestaltung von Medizinprodukten benennen
- kennen die Auswirkung der ergonomischen Gestaltung von Medizinprodukten auf die Patientensicherheit
- verstehen die Bedeutung des Usability-Engineering für die Entwicklung und Gestaltung von Medizinprodukten und der Arbeitssysteme, in denen sie angewandt werden
- können die Eignung verschiedener Usability-Methoden zur Bewertung der Ergonomie von Medizinprodukten benennen
- können einen Usability-Test konzipieren.
Zeitbedarf etwa 90 Minuten.