Übersichtspapier zum Stand des Digitalen Produktpasses
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In dem Papier wird erläutert, was der Digitale Produktpass ist und leisten soll: Er soll Transparenz über den gesamten Produktlebenszyklus schaffen, nachhaltiges Produktdesign fördern und allen Akteuren entlang der Wertschöpfungskette – von Herstellern über Anwender bis zu Recyclingbetrieben – gezielt relevante Informationen bereitstellen.
Zugleich macht die Veröffentlichung deutlich, was der DPP (noch) nicht leisten kann:
- DPPs werden nicht für alle Produkte gleichzeitig eingeführt; die vollständige Umsetzung wird voraussichtlich mehr als zehn Jahre dauern.
- Viele zentrale Fragen – etwa zu Interoperabilität, Datenqualität, IT‑Infrastruktur und Datenzugang – sind noch offen und erfordern weitere politische und technische Entscheidungen. Die Normung wird in diesem Zusammenhang eine große Rolle spielen.
- Der DPP kann bestehende Informationspflichten, Kennzeichnungen oder Datenbanken nicht sofort ersetzen.
Auch für den Arbeitsschutz ist der DPP relevant. Er kann künftig Informationen zu Gefahrstoffen, sicherer Nutzung, Wartung, Reparatur und Entsorgung bündeln und damit Beschäftigte beim Umgang mit den Produkten in deren verschiedenen Lebensphasen besser schützen. Gleichzeitig macht das Papier deutlich, dass der DPP bestehende Instrumente wie Sicherheitsdatenblätter, Kennzeichnungen oder Arbeitsschutzvorschriften nicht ersetzen, sondern allenfalls ergänzen kann.
Download des ECOS-Papiers Everything you need to know about the Digital Product Passport – and everything we don’t know (yet) (auf Englisch)