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KAN-Position zur Normung von Exoskeletten veröffentlicht

Ein Handwerker schleift die Decke eines Raumes. Er trägt ein Exoskelett, das ihn beim Halten der Maschine unterstützt. © Gil Lefauconnier

Exoskelette haben das Potenzial, Beschäftigte bei muskelintensiven Tätigkeiten oder solchen in Zwangshaltungen zu entlasten oder zu unterstützen. Bei DIN steht ein Dokument (DIN/TS 33442) mit Produktanforderungen an Exoskelette kurz vor der Veröffentlichung. Die KAN hat eine Position zur Normung von Exoskeletten veröffentlicht, die nun eine Grundlage für die Arbeitsschutzmeinung für kommende Normprojekten bietet.

Die Position enthält u. a. folgende Aussagen:

  • Normen mit Produktanforderungen für Exoskelette müssen Beschaffenheitsanforderungen und zugehörige Prüfungen und Benutzerinformationen für das Verhalten im Notfall berücksichtigen.
  • Da derzeit verfügbare Langzeitstudien zur Wirksamkeit nur die individuelle Situation aus verwendetem Exoskelett und Arbeitsplatz abbilden, sollten Normen keine pauschalen Prüfverfahren zur Wirksamkeit enthalten.
  • Aussagen für den Fall, dass Exoskelette als persönliche Schutzausrüstung (PSA) auf dem EU-Markt in Verkehr gebracht werden: Zum Beispiel sollten Normen, solange keine wissenschaftlich abgesicherten Erkenntnisse zur Wirksamkeit und zur Langzeitwirkung bei Nutzung von Exoskeletten vorliegen, keine PSA-spezifischen Anforderungen formulieren, damit nicht fälschlicherweise der Eindruck entsteht, sie könnten eine Grundlage für dementsprechende Zertifizierung sein.

Es wird erwartet, dass DIN demnächst auf ISO-Ebene einen Antrag zur Formulierung einer Produktnorm für Exoskelette stellt. Die deutschen Arbeitsschutzakteure können die KAN-Position gut nutzen, um das zukünftige Normungsprojekt zu beeinflussen.

Hier geht es zur KAN-Position zur Normung von Exoskeletten.