Workshop "Smarte Kleidung & Ausrüstung" bei CEN und CENELEC

Am 7. September wurde in Brüssel bei CEN und CENELEC „smart“ diskutiert. Die Normung hatte zum Workshop „Smarte Kleidung & Ausrüstung“ geladen. Ausgehend vom Normungsauftrag der Europäischen Kommission zu smarter persönlicher Schutzkleidung, die Schutz gegen Hitze und Flammen bietet, diskutierten die Anwesenden die Entwicklungen und den Marktzugang von smarten PSA.

Es ging von selbstleuchtenden Warnwesten, über in Textilien verwobenen Elektronik bis hin zu kompletten Systemen wie intelligenter Schutzkleidung für die Feuerwehr. Die KAN-Geschäftsstelle zum Beispiel informierte über Erwartungen und Bedenken der Feuerwehrleute, also der zukünftigen Nutzer solcher smarten Schutzkleidungen (siehe KANBrief 4/16).

Normen - das passende Instrument

„Ein Element, das mit seiner Umgebung wechselwirkt“ wurde als Definition für „smartes Element“ vorgeschlagen. Die einfach nur leuchtende LED an der Warnweste würde nicht darunterfallen, allerdings schon, wenn sie je nach Umgebungshelligkeit von allein zu leuchten beginnt. Smarte PSA soll vor allem eins: das Sicherheitsniveau des Trägers erhöhen. Dabei dürfen sie aber kein neues Risiko erzeugen. Daher ist es wichtig, smarte PSA nicht einfach nur als Kombination aus „klassischer“ PSA und zum Beispiel elektronischen Elementen zu erzeugen – die Wechselwirkungen der Bestandteile müssen untersucht und das System als Ganzes muss auf seine Schutzwirkung hin geprüft werden. Normen sind dafür das passenden Instrument; sie können relevante Anforderungen und Testmethoden bereitstellen.

Aktiv mitgestalten

In Kurzbeiträgen stellten neun Unternehmen ihre – hauptsächlich für den Einsatz am Arbeitsplatz bestimmten – Entwicklungen vor. Immer wieder fiel dabei die Bemerkung, dass für deren Marktakzeptanz die entsprechenden Normen fehlten. Nur mit Normen würden die Kunden die Produkte akzeptieren. Diese Beobachtung griff der Workshop auf. Die Normungsorganisationen erläuterten die Möglichkeiten, sich in der Normung zu engagieren und gemeinsam mit allen interessierten Kreisen an technischen Anforderungen und relevanten Testmethoden zu arbeiten. Als Abschluss wurden in Arbeitsgruppen mehrere Fragestellungen bearbeitet, wie die Normung zu smarter PSA intensiviert werden kann. Die Resultate werden von CEN und CENELEC analysiert und die in Kürze startenden Normungsprojekte unterstützen.

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