Tagung "Von Usability zu Humability"

... fand am 12.4.2018 beim Fraunhofer FIT in Sankt Augustin-Birlinghoven statt.

Bereits am Beginn der Veranstaltung wurde klargestellt, dass neben der Usability neuer Technologien, auch die „Humability“ wichtig sei. Der Mensch mit seinen Emotionen und seinem Wesen zähle neben der reinen Funktionalität.

Im Anschluss begeisterte der Zukunftsredner Dietmar Dahmen das Publikum mit seiner Show-Präsentation zu Wandel und Zukunft. Bei den bisherigen industriellen Revolutionen habe es immer einen Massenvorteil gegeben: Massenausbildung, Konzentration der Menschen in Städten und einheitliche Produkte. Bei der Digitalisierung sei dieser Vorteil nicht gegeben: hier zählten individuelle Aspekte. Die Frage laute: Was interessiert außerhalb der Norm? Ein weiterer Aspekt sei, dass man alte Dinge, altes Wissen und auch alte Werte hinter sich lassen müsste. Das sei immer schwierig, da Menschen gerne daran festhalten. Dennoch sei anders ein wirklicher Wandel nicht möglich. Fakt sei, dass sich das Neue immer durchsetze und man aufpassen müsse, nicht abgehängt zu werden: „Wenn man ein Weichei ist, schafft man den Wandel nicht.“ Zukunft sei immer neu, die Entwicklungen immer exponentiell. Menschen dagegen dächten meist linear. Daher scheine es, dass neue Entwicklungen sehr plötzlich aufträten. Resümierend stellte er fest, dass die Zukunft mit Digitalisierung nicht schlecht sei, nur anders. Derjenige, der sich anpassen könne, sei der Gewinner.

In einer weiteren Keynote sprach Don Dahlmann über die Zukunft des Autos. Er stellte direkt klar, dass auch beim autonomen Fahren ein Unfall immer eine Situation ohne Kontrolle sei. Das System solle dann nicht entscheiden, schon gar nicht mit gewissen Moralvorstellungen, sondern seine Energie so weit wie möglich reduzieren, um den Schaden so gering wie möglich zu halten. Die Erwartung sei, dass mit autonomem Fahren ca. 90% weniger Verkehrsunfälle passieren als aktuell. Außerdem müsse man das ganze Thema Mobilität neu denken. In Zukunft sei es vermutlich nicht mehr so, dass jede Person ein eigenes Auto besitze, sondern vielmehr ginge der Trend in Richtung ständiger Verfügbarkeit von Mobilität, die in irgendeiner Weise, nicht zwingend durch ein Auto, sichergestellt sein müsse. Das hätten auch die großen Autokonzerne erkannt und entwickelten bereits Lösungen in diese Richtung.

Fortgesetzt wurde der Tag durch verschiedene Workshops:

Workshop: Arbeit der Zukunft – Zukunft der Menschen: Eine sozialethische Perspektive

Wer hat den Workshop geleitet? Dr. Claudius Bachmann: https://www.ktf.uni-bonn.de/Einrichtungen/moraltheologisches-seminar/dr.-rer.-pol.-dipl.-theol.-claudius-bachmann

Worum ging es? Frage, die man sich bei allem (gerade in Bezug auf das Thema Arbeit) stellen muss: Was ist das Beste für den Menschen? Bzw. welche Arbeit ist die beste für den Menschen? Ethik gibt ganz selten Antworten: meist nur eine Orientierung oder Denkanstöße, aber auch evtl. mehr Fragen, als man vorher hatte. Dennoch der Vorteil des Perspektivwechsels. Für die Arbeitswelt ist die Zukunft ungemein relevant. Trotz der diversen Zusammensetzung der Teilnehmer im Workshop waren sich alle einig, was Arbeit zu guter Arbeit macht.

 

Workshop: Big Data, Privatheit und Gesellschaft

Wer hat den Workshop geleitet? Prof. Dr. Zöllner, Lehrstuhl für Digitale Ethik, Hochschule Stuttgart https://www.hdm-stuttgart.de/science/beitraege_eines_autors?mitarbeiter_ID=2800112 

Worum ging es? Ethische Verantwortung im Netz. Verschiedene Ansätze der Ethik wurden erläutert. Als Maßstab zielen diese auf den „guten Menschen, der glücklich Leben kann“. Was hat das mit Facebook, Google und Co zu tun? Welche Macht haben die Konzerne? Wie gehe ich als Einzelperson mit Daten und Informationen um? Wer setzt die Regeln? Auf welcher Grundlage? Welche Verantwortung haben Unternehmen? Wie schütze ich Dritte?
Das Institut hat 10 Gebote der digitalen Ethik zusammengefasst, die auch Unternehmen im Umgang mit Daten eine grobe Orientierung geben könnten: https://www.hdm-stuttgart.de/science/beitraege_eines_autors?mitarbeiter_ID=2800112 und https://www.digitale-ethik.de/digitalkompetenz/10-gebote/  

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