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Hospitation in der KAN Geschäftsstelle am 20.08.2019

Was wäre ein Leben ohne Normen? Was ist eine Norm überhaupt? Und welche Funktion erfüllen Normen? All diesen Fragen stellten sich am letzten Dienstag die KAN-Geschäftsstelle gemeinsam mit fünf Hospitierenden aus ganz Deutschland. Zwei neue Mitarbeiterinnen der KAN-Geschäftsstelle, die an der Hospitation teilnahmen, berichten für Sie von Ihren Erfahrungen.

„Den sehr anschaulichen Einstieg in den Tag machte ein Film, wie chaotisch und anstrengend ein Leben ohne Normen wäre, worauf aufbauend die Referierenden der KAN den Zweck und die Funktion von Normung beleuchteten. Dem folgte eine Erläuterung von Normung im europäischen Zusammenhang, sowie eine Vorstellung der KAN-Geschäftsstelle und ihren Arbeitsfeldern und Aufgaben im Bereich des Arbeitsschutzes und der Normung.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen im Bistro der DGUV erhielten die Hospitierenden einen Einblick in die Fachbereiche Ergonomie und Gesundheitsschutz und Sicherheitstechnik vorgestellt durch die Leitenden Frau Janowitz und Herrn Sterk.

Abgeschlossen wurde die rundum gelungene Hospitation durch einen interaktiven Anteil, in dem die Teilnehmenden selbst einmal einen Blick in eine veröffentliche Norm werfen konnten, um so zu einem besseren Verständnis der ablaufenden Prozesse in einem Normungsgeschehen zu gelangen.“

„Regelmäßig lädt die Geschäftsstelle der KAN Interessierte zu einer eintägigen Hospitation nach St. Augustin ein, um ihre Arbeit vorzustellen und Gesicht zu zeigen. So auch am 20.08.2019. Das Angebot richtet sich beispielsweise an Mitarbeitende von Berufsgenossenschaften, Krankenkassen und Arbeitsschutz-Verantwortliche in Unternehmen.

Die Teilnehmer waren unter anderem aus Thüringen und Baden-Württemberg angereist und folgten mit regem Interesse den Ausführungen der KAN-Referenten. Sie erhielten einen umfassenden Einblick in Zweck und Funktionsweise von Normung, den Zusammenhang mit dem Thema Arbeitsschutz und die konkrete Arbeit und Einflussnahme der KAN-Geschäftsbereiche „Sicherheitstechnik“ sowie „Ergonomie und Gesundheitsschutz“. Dabei entspann sich immer wieder eine lebhafte Diskussion unter Teilnehmern und Referenten.

Besonders plastisch konnten die Anwesenden die Arbeitsweise der KAN an einem aktuellen Beispiel mitten aus dem Alltag nachvollziehen: der Gestaltung von Schulranzen. Das Problem war hier, dass 50% der verkauften Schulranzen die DIN-Norm zur Sichtbarkeit unterliefen. Grund: Das Design der nicht genormten Ranzen sprach die Zielgruppe deutlicher an – bei diesem Produkt ein maßgebliches Kriterium. An den nötigen Maßnahmen zur Lösung war die KAN maßgeblich beteiligt, so z.B.:

  • Eine Revision der DIN-Norm ließ eine größere Farbauswahl und somit ein breiteres Design-Spektrum zu.
  • Die Öffentlichkeit wurde für die Relevanz der Sichtbarkeit und die entsprechende Norm sensibilisiert.

Am Ende eines aufschlussreichen Tages bekräftigten die Teilnehmer, ein viel besseres Verständnis für die Prozesse und die unterschiedlichen Dimensionen von Normung und die entsprechende Rolle der KAN erhalten zu haben.“

Wir von der KAN Geschäftsstelle haben uns gefreut, die Hospitierenden bei uns begrüßen zu dürfen. Wenn auch Sie Interesse an einer Hospitation in unserer Geschäftsstelle haben, setzten Sie sich gerne mit Katharina von Rymon Lipinski in Verbindung.