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Normung von Alltagsmasken: Ergebnisse der DIN-Umfrage

Stoffmasken hängen an einer Leine ©blende11.photo - stock.adobe.com

Sollen „community face coverings“ - umgangsprachlich Mund-Nase-Bedeckungen oder Alltagsmasken genannt - genormt werden?

Eine Umfrage von DIN unter den relevanten Normenausschüssen hat ergeben, dass die Mehrheit der kontaktierten Normen- und Arbeitsausschüsse eine Normung der Alltagsmasken ablehnt. Keines der Normungsgremien hat angeboten, die inhaltliche Federführung im potenziellen Normvorhaben zu übernehmen.

Sollte beim Europäischen Komitee für Normung (CEN) das CWA 17553 als Normungsvorschlag eingereicht werden, wird DIN ein Spiegelgremium zur Erarbeitung der nationalen Meinung einrichten.

Auch die KAN lehnt die Normung der Alltagsmasken ab. Die Mund-Nase-Bedeckungen (MNB) versprechen dem Tragenden keinerlei Schutz. Sie sind kein Ersatz für persönliche Schutzausrüstung (PSA) an Arbeitsplätzen und gelten auch nicht als Medizinprodukt. Zudem würde eine solche Norm die Anforderungen an die Mund-Nase-Bedeckungen nach Ansicht der KAN nur näher an die OP-Masken (Medizinprodukt) heran rücken. Dies liegt nicht im Interesse des Arbeitsschutzes. Eine de facto Angleichung von Mund-Nase-Bedeckungen und OP-Masken ist aus Sicht der KAN nicht wünschenswert.