Logo 25 Jahre KAN

Vorhersehbare Fehlanwendung

Der Hersteller einer Maschine ist verpflichtet, eine Risikobeurteilung für sein Produkt durchzuführen. Dabei geht der Hersteller zunächst von der "bestimmungsgemäßen Verwendung" aus. Dies ist der nach den Angaben des Herstellers vorgesehene Verwendungszweck. Die einschlägigen Rechtstexte (z.B. die Maschinenrichtlinie 2006/42/EG) verlangen aber auch, dass solche Risiken berücksichtigt werden, die sich aus so genannten "vorhersehbaren ungewöhnlichen Situationen" ergeben, z.B. Störungen. Ferner ist die zu erwartende Benutzung der Maschine in Betracht zu ziehen. In der Maschinenrichtlinie wird dies als "vernünftigerweise vorhersehbare Fehlanwendung" bezeichnet (früher: vorhersehbarer Missbrauch). Aus Sicht der KAN ist es daher wichtig, dass in Normen neben der bestimmungsgemäßen Verwendung auch die vernünftigerweise vorhersehbaren Fehlanwendungen berücksichtigt werden.