| Inhaltsverzeichnis
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| Editorial: Ein Wort vorab
Das europäische Normenwerk zu Persönlicher Schutzausrüstung (PSA) ist bereits recht vollständig. 90 % der geplanten Produktnormen liegen vor, und viele wurden schon zum zweiten oder gar dritten Mal überarbeitet und an den Stand der Technik angepasst. Dies ist eine erfreuliche Bilanz nach 15 Jahren, zugleich aber auch Ansporn, die bestehenden Normen weiter sorgfältig zu prüfen und ggf. zu ergänzen und zu verbessern. Die Beiträge zum Themenschwerpunkt dieser Ausgabe machen dies an verschiedenen Beispielen deutlich. |
| SPEZIAL |
| Wo steht die europäische Normung im Bereich PSA heute und wie sieht die Zukunft aus?
Im Frühjahr 1989 haben sieben technische Komitees mit der Erarbeitung von PSA-Normen zur Konkretisierung der Richtlinie 89/686/EWG begonnen. Die Bilanz fällt heute weitgehend positiv aus, gab es doch im Oktober 2004 bereits 298 angenommene Normen (ohne Änderungen/Überarbeitungen), 57 Entwürfe in der Abstimmung und 15 Entwürfe in der Erarbeitung. Würden keine weiteren Normen mehr auf den Weg gebracht, wäre die Arbeit theoretisch im Jahr 2008 abgeschlossen! |
| Notifizierte Stellen für PSA - Dienstleister im Regelkreis des Arbeitsschutzes in Europa
Bei notifizierten Stellen handelt es sich um Prüf- und Zertifizierungsstellen, die der Europäischen Kommission von den EU-Mitgliedstaaten für die Konformitätsbewertung nach einer oder mehreren europäischen Richtlinien benannt sind. Die notifizierten Stellen sind damit in erster Linie Dienstleister der Hersteller bei der Beurteilung der Übereinstimmung von Produkten mit den Anforderungen der jeweiligen Richtlinien. |
| Elektrostatisches Filtermaterial: EN 143 wird ergänzt
Elektrostatische Materialien in Partikelfiltern von Atemschutzgeräten haben den Vorteil, dass sie einen geringen Atemwiderstand bieten und deshalb angenehm zu tragen sind. Ihr Nachteil ist allerdings, dass die Filterwirkung mit der Benutzung und unter bestimmten Bedingungen auch mit der Lagerung nachlassen kann. |
| THEMEN |
| Mehr Rechtssicherheit bei der Anwendung von Normen
Am 1. Mai 2004 trat in Deutschland das Geräte- und Produktsicherheitsgesetz1 (GPSG) in Kraft, das u.a. die EG-Richtlinie über die allgemeine Produktsicherheit umsetzt. Durch dieses Gesetz hat der Ausschuss für technische Arbeitsmittel und Verbraucherprodukte (AtAV) die Aufgabe erhalten, für das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit nationale technische Spezifikationen zu ermitteln, die in Bezug auf das GPSG eine nationale Vermutungswirkung auslösen. |
| EUROSHNET öffnet sich für Arbeitsschutzexperten aller EU- und EFTA-Staaten
Am 1. Mai 2004 sind der Europäischen Union zehn weitere Staaten beigetreten. Damit erhöhte sich die Zahl der Mitgliedstaaten auf insgesamt 25. Nun ist es an der Zeit, auch EUROSHNET, das europäische Netzwerk von Arbeitsschutzexperten, die in der Normung, Prüfung, Zertifizierung und/oder damit zusammenhängenden Forschung tätig sind, für Arbeitsschutzinstitutionen aller EU- und EFTA-Staaten zu öffnen. |
| Arbeitsschutzbezogene Normung in den Niederlanden
In den Niederlanden beraten wie in vielen anderen europäischen Ländern die Sozialpartner und die Regierung Arbeitsschutzthemen auf Gesetzgebungs- und Normungsebene. Das niederländische Normungsinstitut (NEN) mit Sitz in Delft ist für die Koordination der arbeitsschutzbezogenen Normung zuständig. |
| KURZ NOTIERT |
| Neue CEN/BT-Arbeitsgruppe für Arbeitsschutz
Das CEN/BT hat eine neue Arbeitsgruppe (CEN/BT WG 168) Arbeitsschutz (OHS) eingerichtet. Mit dem Sekretariat wurde BSI betraut, zum Convenor wurde Joachim Lambert, Deutschland, ernannt. Joachim Lambert ist Maschinenbau-Ingenieur und war als Wissenschaftler an der Technischen Hochschule Aachen sowie am Imperial College, London, tätig. |
| Ergonomie online
Insbesondere im Bereich der Ergonomie besteht das Problem, dass Informationen über die Existenz und Inhalte von Normen nur mit größerem Aufwand recherchiert werden können und daher die Zielgruppe (Konstrukteure, Designer, Mitarbeiter in Normungsgremien) oft nicht erreicht wird. |
| Neue KAN-Studien gestartet
Die KAN hat drei Studien in Auftrag gegeben, deren Ergebnisse dazu beitragen sollen, den Arbeitsschutz in der Normung zu stärken. |
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