KANBrief
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| Editorial: Arbeitsschutzinteressen frühzeitig in die Normung einbringen Normentwürfe zu verändern, wenn sie erst einmal als „Rosadruck” vorliegen, ist kein leichtes Unterfangen. Dass nachträgliche Korrekturen an Normungsdokumenten dennoch mit Erfolg durchgeführt werden können, beweisen die in dieser Ausgabe vorgestellten Normungsfelder Flurförderzeuge und Zement. Effizienter ist es jedoch, die Interessen des Arbeitsschutzes bereits in einem frühen Stadium der Erarbeitung der Normen einzubringen. |
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| THEMEN | |
| Beteiligung der Länder an der Normung Interview mit Herrn Karsten, Vorsitzender des Länderausschusses für Arbeitsschutz und Sicherheitstechnik (LASI) |
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| Bauproduktnormen zur Vermeidung der "Maurerkrätze" Jedes Jahr werden in Deutschland 30 Millionen Tonnen Zement verarbeitet. Die meisten der 1,3 Millionen Beschäftigten des Baugewerbes haben mit Zement zu tun. Bei der unsachgemäßen Verarbeitung des Zements von Hand kann es zu einer chronischen Erkrankung der Haut, der „Maurerkrätze“, kommen. Jährlich wurden in Deutschland bisher ca. 300 Fälle von Maurerkrätze gemeldet, was bei den Berufsgenossenschaften der Bauwirtschaft ca. 70 Millionen DM Kosten verursacht hat – die Ausfallkosten bei den Unternehmen stellen zusätzlich ein Vielfaches davon dar. |
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| Gefährdung durch mangelnde Standsicherheit Im KANBRIEF NR 2/99 haben wir darauf hingewiesen, dass in den europäischen Normvorhaben prEN 1726-11 und prEN 14592 die Kippstabilität von Flurförderzeugen beim Fahren nicht ausreichend behandelt ist. Durch den Vorbehalt der deutschen, französischen und italienischen Delegation im Ständigen Ausschuss (nach Art. 6, Maschinen-Richtlinie 98/37/EG) wurden die Mitgliedstaaten von CEN aufgefordert, Änderungsvorschläge zu erarbeiten. |
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| Norm-Entwürfe nur noch in einer Sprache? Um den internationalen und europäischen Normungsprozess zu beschleunigen, erscheint es auf den ersten Blick zweckmäßig, Norm-Entwürfe in nur einer Sprache auszuarbeiten und nicht in zweien (ISO / IEC) oder gar dreien (CEN / CENELEC). Normen könnten dann vermutlich etwas schneller auf den Markt gebracht werden, doch welche Auswirkungen hätte dies auf Qualität, Verständlichkeit und Anwenderfreundlichkeit? |
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| Schlichtung zu Norm-Entwürfen Sind Arbeitsschutzexperten in der Normung der Auffassung, dass in einem Norm-Entwurf gegen grundlegende Interessen des Arbeitsschutzes verstoßen wird, dann sollten sie gegen das Dokument Einspruch erheben. Über die besondere Bedeutung der „geschlossenen Meinung des Arbeitsschutzes“ in diesem Zusammenhang wurde bereits berichtet. Berücksichtigt das nationale Normungsgremium dieses Votum nicht, kann der Einsprecher innerhalb eines Monats eine Schlichtung beim Vorsitzenden des entsprechenden DIN-Normenausschusses beantragen. |
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| Keine Normung ohne finanzielle Förderung Die Beteiligung deutscher Experten an europäischen Normungsprojekten im Bereich persönlicher Schutzausrüstungen (PSA) ist aufgrund der fehlenden Finanzierung zukünftig in Frage gestellt. Bisher wurde der Arbeitsaufwand des DIN für die Betreuung der europäischen Normungsgremien im PSA-Bereich durch Hersteller, BGen, Anwender und EU-Mittel getragen. Da die EU-Mittel in Kürze auslaufen, ist die Finanzierung gefährdet. |
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| KURZ NOTIERT | |
| Erläuterungen der EU-Kommission zur Maschinen-Richtlinie (98/37/EG) Die GD „Unternehmen” der EU-Kommission hat die „Erläuterungen zur Richtlinie 98/37/EG“ (Ausgabe 1999) veröffentlicht. Das Dokument wurde nicht im Konsens aller betroffenen Kreise erarbeitet und gibt in wichtigen Punkten nicht die Auffassung des Ständigen Ausschusses Maschinen (Art. 6, Abs. 2 MRL) und auch der Bundesrepublik Deutschland1 wieder. |
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| SERVICE | |
| Veröffentlichungen, Internet europe.osha.eu.int/topics/ year2000/ |
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| Veranstaltungen |
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(Foto: Rainer Sturm, Pixelio)
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Kommission Arbeitsschutz und Normung legt Geschäftsbericht vor
Lesen Sie in unserem Jahresbericht, welche Schwerpunkte wir 2012 in unserer Arbeit gesetzt haben.
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Arbeitsschutzrelevante Normentwürfe

Arbeitsschutzrelevante Normentwürfe, die sich in der öffentlichen Umfrage befinden, stehen Ihnen hier zur Verfügung (Quelle: NoRA - Normen-Recherche-Arbeitsschutz):






